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Das Zollinger-Ellison-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, bei der ein gastrinproduzierender Tumor (Gastrinom) zu einer übermäßigen Magensäureproduktion und wiederkehrenden Magengeschwüren führt.
Das Zollinger-Ellison-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, bei der ein gastrinproduzierender Tumor (Gastrinom) zu einer übermäßigen Magensäureproduktion und wiederkehrenden Magengeschwüren führt.
Das Zollinger-Ellison-Syndrom (ZES) ist eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung, die erstmals 1955 von den Chirurgen Robert Zollinger und Edwin Ellison beschrieben wurde. Ursache ist ein hormonproduzierender Tumor, das sogenannte Gastrinom, der übermäßige Mengen des Hormons Gastrin ausschüttet. Gastrin regt die Magenschleimhaut zur massiven Produktion von Salzsäure an, was zu schwer behandelbaren Magengeschwüren und weiteren Komplikationen führt.
Das Syndrom tritt bei Männern etwas häufiger auf als bei Frauen und manifestiert sich meist zwischen dem 20. und 60. Lebensjahr. Es ist selten und betrifft schätzungsweise 0,5 bis 4 Personen pro Million Einwohner pro Jahr.
Das Zollinger-Ellison-Syndrom wird durch ein Gastrinom verursacht – einen neuroendokrinen Tumor, der Gastrin produziert. Gastrinome entstehen meist:
Etwa 20–30 % der Fälle treten im Rahmen der erblichen Erkrankung Multiple Endokrine Neoplasie Typ 1 (MEN1) auf, bei der mehrere endokrine Drüsen gleichzeitig betroffen sind. Gastrinome können gutartig oder bösartig sein; circa 60–90 % weisen zum Zeitpunkt der Diagnose ein malignes Potenzial auf.
Die Symptome des Zollinger-Ellison-Syndroms entstehen durch die extreme Überproduktion von Magensäure und umfassen:
Die Diagnosestellung erfordert mehrere Untersuchungsschritte:
Ziel der medikamentösen Behandlung ist die Kontrolle der überschießenden Magensäureproduktion:
Wenn möglich, ist die chirurgische Entfernung des Gastrinoms anzustreben, insbesondere bei solitären, lokalisierten Tumoren ohne Fernmetastasen. Eine vollständige Resektion kann in ausgewählten Fällen zur Heilung führen.
Bei Patienten mit einer gleichzeitig bestehenden MEN1-Erkrankung ist die Therapiestrategie komplexer, da meist multiple Tumoren vorliegen. Hier steht oft die Symptomkontrolle im Vordergrund.
Die Prognose hängt stark vom Tumorstadium und der Möglichkeit einer vollständigen chirurgischen Entfernung ab. Bei lokal begrenzten Tumoren ist die Prognose nach erfolgreicher Operation gut. Bei metastasierten Gastrinomen ist die Erkrankung zwar nicht heilbar, aber durch moderne Therapieverfahren oft über Jahre kontrollierbar. Die medikamentöse Säuresuppression hat die früher häufig lebensbedrohlichen Komplikationen durch Ulzera deutlich reduziert.
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