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Zuckeraustauschstoffe sind süßschmeckende Substanzen, die Zucker in Lebensmitteln ersetzen. Sie liefern weniger Kalorien und beeinflussen den Blutzucker kaum.
Zuckeraustauschstoffe sind süßschmeckende Substanzen, die Zucker in Lebensmitteln ersetzen. Sie liefern weniger Kalorien und beeinflussen den Blutzucker kaum.
Zuckeraustauschstoffe sind Substanzen, die in Lebensmitteln und Getränken anstelle von herkömmlichem Haushaltszucker (Saccharose) eingesetzt werden. Sie verfügen über eine süße Geschmacksnote, liefern jedoch deutlich weniger Kalorien und lassen den Blutzuckerspiegel im Vergleich zu normalem Zucker nur geringfügig oder gar nicht ansteigen. Aus diesem Grund werden sie häufig in Diätprodukten sowie in Lebensmitteln für Menschen mit Diabetes mellitus verwendet.
Zuckeraustauschstoffe gehören zur Gruppe der Süßungsmittel und werden lebensmittelrechtlich von den eigentlichen Süßstoffen (z. B. Aspartam oder Stevia) unterschieden, da sie eine ähnliche chemische Struktur wie Kohlenhydrate aufweisen und in der Regel kalorisch, wenn auch geringer als Zucker, sind.
Es gibt eine Vielzahl von Zuckeraustauschstoffen, die in der Lebensmittelindustrie zugelassen und verbreitet sind. Zu den bekanntesten zählen:
Die meisten Zuckeraustauschstoffe gehören chemisch zur Gruppe der Zuckeralkohole (Polyole). Sie werden im Dünndarm nur unvollständig absorbiert und gelangen teilweise in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert werden. Dadurch ist ihr Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel deutlich geringer als bei herkömmlichem Zucker.
Der Kaloriengehalt von Zuckeralkoholen liegt in der Regel bei etwa 2,4 kcal pro Gramm (im Vergleich zu 4 kcal/g bei Zucker). Erythrit bildet eine Ausnahme und liefert praktisch keine Kalorien (ca. 0,2 kcal/g), da es fast vollständig über die Nieren ausgeschieden wird.
Zuckeraustauschstoffe werden in einer Vielzahl von Lebensmitteln und Produkten eingesetzt:
Zuckeraustauschstoffe gelten bei moderatem Konsum als sicher und sind von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt. Sie bieten folgende potenzielle Vorteile:
Bei übermäßigem Konsum können Zuckeralkohole jedoch abführend wirken und Beschwerden wie Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall verursachen. Daher schreibt die europäische Lebensmittelkennzeichnungsverordnung vor, dass Produkte mit einem Zuckeralkoholgehalt von mehr als 10 % den Hinweis tragen müssen: „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.“
In der Europäischen Union sind Zuckeraustauschstoffe als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen und müssen im Zutatenverzeichnis mit ihrem Namen oder ihrer E-Nummer angegeben werden. Die Zulassung und Überwachung erfolgt durch die EFSA im Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 über Lebensmittelzusatzstoffe.
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