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Die Zystische Echinokokkose ist eine parasitäre Erkrankung, die durch den Hundebandwurm Echinococcus granulosus verursacht wird und zur Bildung von Zysten, vor allem in der Leber, führt.
Die Zystische Echinokokkose ist eine parasitäre Erkrankung, die durch den Hundebandwurm Echinococcus granulosus verursacht wird und zur Bildung von Zysten, vor allem in der Leber, führt.
Die Zystische Echinokokkose (auch Cystische Echinokokkose oder Zystische Hydatidose genannt) ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch die Larven des Bandwurms Echinococcus granulosus verursacht wird. Der Mensch gilt dabei als sogenannter Fehlzwischenwirt. Im Körper bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Zysten, die Hydatiden, die vor allem die Leber und die Lunge befallen können. Die Erkrankung gehört zu den vernachlässigten Tropenerkrankungen und ist weltweit verbreitet, mit besonders hoher Prävalenz in Gebieten mit extensiver Viehzucht.
Der Erreger ist der Bandwurm Echinococcus granulosus, dessen Hauptwirt Hunde und andere Caniden (z. B. Wölfe, Füchse) sind. Der natürliche Zwischenwirt sind Schafe, Rinder und andere Huftiere. Der Mensch infiziert sich durch die orale Aufnahme von Wurmeiern, die mit dem Kot infizierter Hunde ausgeschieden werden. Mögliche Infektionswege sind:
Die Eier gelangen über den Mund in den Darm, wo die Larven schlüpfen, durch die Darmwand in die Blutbahn einwandern und sich über die Pfortader vorwiegend in der Leber (ca. 70 % der Fälle) oder der Lunge (ca. 20 % der Fälle) ansiedeln. Seltener sind andere Organe wie Milz, Nieren, Knochen oder das Gehirn betroffen.
Die Erkrankung verläuft häufig über viele Jahre symptomlos, da die Zysten langsam wachsen. Wenn Symptome auftreten, hängen diese vom betroffenen Organ und der Größe der Zyste ab:
Besonders gefährlich ist das Platzen (Ruptur) einer Zyste, da dies zu einem schweren anaphylaktischen Schock führen kann und eine Aussaat von Tochterzysten in andere Körperregionen verursacht.
Die Diagnose der Zystischen Echinokokkose erfolgt durch eine Kombination aus bildgebenden Verfahren und serologischen Tests:
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium, der Größe und Lage der Zyste sowie dem Allgemeinzustand des Patienten. Es stehen mehrere Optionen zur Verfügung:
Das Benzimidazol-Präparat Albendazol ist das Mittel der Wahl. Es hemmt das Wachstum der Zyste und wird häufig in Kombination mit anderen Therapieverfahren eingesetzt. Eine alleinige medikamentöse Therapie ist vor allem bei kleinen Zysten oder nicht operablen Patienten indiziert.
PAIR (Puncture, Aspiration, Injection, Re-Aspiration) ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem die Zyste unter Ultraschallkontrolle punktiert, der Inhalt aspiriert, ein skolizides Mittel injiziert und dann re-aspiriert wird. Es wird immer in Kombination mit Albendazol durchgeführt.
Bei komplizierten oder großen Zysten, bei Zystenruptur oder bei bestimmten Organbefall kann eine operative Entfernung der Zyste notwendig sein. Dabei wird entweder die Zyste entfernt (Zystektomie) oder das befallene Organsegment reseziert.
Inaktive Zysten in den Stadien CE4 und CE5 bedürfen unter Umständen keiner aktiven Therapie, sondern lediglich einer regelmäßigen Überwachung mittels Bildgebung.
Bei frühzeitiger und adäquater Behandlung ist die Prognose in der Regel gut. Rückfälle (Rezidive) sind jedoch möglich. Vorbeugung ist besonders in Endemiegebieten wichtig und umfasst:
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