Ipamorelin – Wachstumshormon-Peptid erklärt
Ipamorelin ist ein synthetisches Peptid, das die Ausschüttung von Wachstumshormon stimuliert. Es wird in der Forschung und im klinischen Bereich untersucht.
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Ipamorelin ist ein synthetisches Peptid, das die Ausschüttung von Wachstumshormon stimuliert. Es wird in der Forschung und im klinischen Bereich untersucht.
Was ist Ipamorelin?
Ipamorelin ist ein synthetisches Pentapeptid (bestehend aus fünf Aminosäuren), das zur Gruppe der Wachstumshormon-Sekretagoga (GHS) gehört. Es wurde in den 1990er Jahren entwickelt und ist dafür bekannt, die Freisetzung von Wachstumshormon (GH) aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) auf selektive und kontrollierte Weise zu stimulieren. Im Gegensatz zu einigen anderen Wachstumshormon-Sekretagoga beeinflusst Ipamorelin kaum andere Hormonspiegel wie Cortisol oder Prolaktin, was es zu einem interessanten Forschungsgegenstand macht.
Wirkmechanismus
Ipamorelin wirkt als Agonist am Ghrelin-Rezeptor (auch bekannt als GHS-R1a, Growth Hormone Secretagogue Receptor). Durch die Bindung an diesen Rezeptor in der Hypophyse und im Hypothalamus löst es eine dosisabhängige Freisetzung von Wachstumshormon aus. Gleichzeitig hemmt es die Wirkung von Somatostatin, einem körpereigenen Hemmstoff der Wachstumshormonausschüttung, was die GH-Freisetzung weiter begünstigt.
- Selektive Stimulation der GH-Ausschüttung
- Kaum Einfluss auf Cortisol, ACTH oder Prolaktin
- Kombination mit GHRH (z. B. CJC-1295) wird in der Forschung häufig untersucht
Medizinische Anwendungsbereiche
Ipamorelin befindet sich überwiegend noch in der präklinischen und klinischen Forschungsphase. Potenzielle Anwendungsgebiete, die in Studien untersucht wurden, umfassen:
- Wachstumshormonmangel: Unterstützung bei Patienten mit klinisch nachgewiesenem GH-Defizit
- Postoperative Erholung: Studien untersuchten den Einsatz zur Förderung der Darmfunktion nach Operationen (postoperativer Ileus)
- Sarkopenie und Muskelabbau: Forschung zur Verringerung altersbedingten Muskelabbaus
- Knochengesundheit: Mögliche positive Effekte auf die Knochendichte
- Körperzusammensetzung: Reduktion von Körperfett bei gleichzeitigem Erhalt der Muskelmasse
Dosierung und Anwendungshinweise
In klinischen Studien wurde Ipamorelin üblicherweise subkutan (unter die Haut) injiziert. Die untersuchten Dosierungen variierten je nach Studienziel. Eine standardisierte, allgemein zugelassene Dosierungsempfehlung für den klinischen Einsatz beim Menschen existiert derzeit nicht, da Ipamorelin in den meisten Ländern noch nicht als zugelassenes Arzneimittel gilt. Die Anwendung außerhalb klinischer Studien erfolgt daher in einem regulatorisch nicht approbierten Umfeld.
Nebenwirkungen und Sicherheitsprofil
Ipamorelin gilt im Vergleich zu anderen Wachstumshormon-Sekretagoga als gut verträglich. In klinischen Studien beobachtete Nebenwirkungen umfassen:
- Leichte Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Schwellung)
- Vorübergehende Müdigkeit oder Schläfrigkeit
- Kopfschmerzen
- Wassereinlagerungen (Ödeme) bei höheren Dosierungen
- Mögliche Beeinflussung des Insulinspiegels
Da Ipamorelin die Wachstumshormonachse beeinflusst, ist bei Personen mit aktiven malignen Erkrankungen, Diabetes oder anderen hormonellen Störungen besondere Vorsicht geboten. Eine medizinische Begleitung ist unbedingt erforderlich.
Rechtlicher Status
In Deutschland und der Europäischen Union ist Ipamorelin nicht als Arzneimittel zugelassen. Es wird ausschließlich zu Forschungszwecken verwendet. Der Erwerb und die Anwendung ohne ärztliche Verschreibung im Rahmen eines klinischen Protokolls können rechtliche Konsequenzen haben. In einigen Ländern wird die Substanz von Anti-Doping-Behörden überwacht, da sie im Leistungssport missbräuchlich eingesetzt werden kann.
Quellen
- Raun K, Hansen BS, Johansen NL et al. - Ipamorelin, the first selective growth hormone secretagogue. In: European Journal of Endocrinology, 1998; 139(5): 552-561.
- Svensson J, Lall S, Dickson SL et al. - The GH secretagogues ipamorelin and GH-releasing peptide-6 increase bone mineral content in adult female rats. In: Journal of Endocrinology, 2000; 165(3): 569-577.
- Greenwood-Van Meerveld B, Tyler K, Mohammadi E et al. - Ipamorelin and its effects on gastrointestinal motility. In: Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics, 2012; reviewed in context of postoperative ileus studies.
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