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Keratose: Ursachen, Symptome und Behandlung

Keratose bezeichnet eine Verhornungsstörung der Haut, bei der sich übermäßig viel Hornsubstanz (Keratin) bildet. Es gibt verschiedene Formen, die harmlos oder krankhaft sein können.

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Wissenswertes über "Keratose"

Keratose bezeichnet eine Verhornungsstörung der Haut, bei der sich übermäßig viel Hornsubstanz (Keratin) bildet. Es gibt verschiedene Formen, die harmlos oder krankhaft sein können.

Was ist eine Keratose?

Der Begriff Keratose (Mehrzahl: Keratosen) bezeichnet eine Gruppe von Hautveränderungen, die durch eine verstärkte oder gestörte Verhornung der obersten Hautschicht (Epidermis) gekennzeichnet sind. Das körpereigene Protein Keratin wird dabei in übermäßiger Menge oder in veränderter Qualität produziert, was zu Verdickungen, Schuppen oder rauhen Stellen auf der Haut führt. Keratosen können harmlos (gutartig) oder im Einzelfall krankhaft (präkanzerös bzw. bösartig) sein.

Formen der Keratose

Es gibt zahlreiche Formen der Keratose, die sich in Ursache, Aussehen und medizinischer Bedeutung unterscheiden:

  • Seborrhoische Keratose (Alterswarze): Eine häufige, gutartige Hautveränderung, die bevorzugt im höheren Alter auftritt. Sie erscheint als braun-schwarz gefarbte, warzige Erhebung und ist medizinisch harmlos.
  • Aktinische Keratose (solare Keratose): Entsteht durch langjährige UV-Strahlenbelastung und gilt als Vorstufe eines Plattenepithelkarzinoms (weißer Hautkrebs). Sie zeigt sich als raue, schuppige Stelle, oft im Gesicht, auf der Kopfhaut oder den Händen.
  • Follikuläre Keratose (Keratosis follicularis / Morbus Darier): Eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung, bei der sich Hornpfröpfe in den Haarfollikeln bilden.
  • Keratosis pilaris: Eine sehr verbreitete, harmlose Verhornungsstörung der Haarfollikel, die sich als raue, gänsehautartige Haut vor allem an Oberarmen und Oberschenkeln zeigt.
  • Palmoplantar-Keratosen: Vererbte oder erworbene Verdickungen der Hornschicht an Handflächen und Fußsohlen.

Ursachen

Die Ursachen einer Keratose hängen stark von der jeweiligen Form ab:

  • UV-Strahlung: Langjährige Sonnenexposition ist die Hauptursache der aktinischen Keratose.
  • Genetische Faktoren: Viele Keratoseformen werden vererbt (z. B. Keratosis pilaris, Palmoplantarkeratosen).
  • Alterungsprozesse: Die seborrhoische Keratose entsteht typischerweise im Alter ab 40 Jahren.
  • Chemische Einflüsse: Kontakt mit bestimmten Chemikalien oder arsenhaltigen Substanzen kann Keratosen auslösen.
  • Chronische Reizung: Anhaltender Druck oder Reibung kann örtlich begrenzte Keratosen (Schwielen) verursachen.

Symptome

Die typischen Symptome einer Keratose sind:

  • Raue, schuppige oder verdickte Hautstellen
  • Braune, graue oder rötliche Verfärbungen der Haut
  • Warzige oder erhabene Hautveränderungen
  • Gelegentlich Juckreiz oder Brennen (besonders bei aktinischer Keratose)
  • Gänsehautartige Textur (bei Keratosis pilaris)

Diagnose

Die Diagnose einer Keratose wird in der Regel von einem Dermatologen (Hautarzt) gestellt. Dabei kommen folgende Methoden zum Einsatz:

  • Klinische Untersuchung: Begutachtung der Haut mit dem bloßen Auge oder einer Lupe.
  • Dermatoskopie: Untersuchung mit einem speziellen Auflichtmikroskop zur genaueren Beurteilung der Hautveränderung.
  • Hautbiopsie: Entnahme einer kleinen Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung, insbesondere bei Verdacht auf bösartige Veränderungen (z. B. aktinische Keratose).

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Art und dem Schweregrad der Keratose:

  • Seborrhoische Keratose: In der Regel keine Behandlung notwendig. Auf Wunsch können sie durch Kryotherapie (Vereisung), Laserbehandlung oder Abrasion entfernt werden.
  • Aktinische Keratose: Muss behandelt werden, da sie sich zu Hautkrebs entwickeln kann. Mögliche Verfahren sind Kryotherapie, topische Cremes (z. B. mit 5-Fluorouracil oder Imiquimod), photodynamische Therapie oder chirurgische Entfernung.
  • Keratosis pilaris: Behandlung mit rückfettenden und keratolytischen Pflegeprodukten (z. B. mit Harnstoff oder Mildsäure), da eine vollständige Heilung oft nicht möglich ist.
  • Palmoplantarkeratosen: Keratolytische Salben, Vitamin-A-Säure-Präparate und reguläre Haut- und Fußpflege.

Vorbeugung

Viele Keratoseformen lassen sich nicht vollständig verhindern, das Risiko kann jedoch reduziert werden:

  • Konsequenter Sonnenschutz (Lichtschutzfaktor, Schutzkleidung, Meidung der Mittagssonne) zur Vorbeugung aktinischer Keratosen
  • Regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Produkten
  • Frühzeitige Vorstellung beim Hautarzt bei neuen oder veränderten Hautveränderungen

Quellen

  1. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) - Leitlinie zur aktinischen Keratose und zum Plattenepithelkarzinom der Haut (2023).
  2. Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer Medizin Verlag, 7. Auflage.
  3. World Health Organization (WHO) - Ultraviolet radiation and skin cancer. WHO Technical Report, Genf.

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