S83.2 - Meniskusriss Knie: Ursachen & Therapie
S83.2 ist ein ICD-10-Code für den Meniskusriss am Kniegelenk. Er beschreibt eine Verletzung des Knorpelgewebes im Knie, die häufig durch Sport oder Unfälle entsteht.
Wissenswertes über "S83.2"
S83.2 ist ein ICD-10-Code für den Meniskusriss am Kniegelenk. Er beschreibt eine Verletzung des Knorpelgewebes im Knie, die häufig durch Sport oder Unfälle entsteht.
Was bedeutet der ICD-10-Code S83.2?
Der ICD-10-Code S83.2 steht für einen Meniskusriss (Meniskusläsion) am Kniegelenk, der durch ein akutes Trauma verursacht wurde. Der Meniskus ist eine halbmondفörmige Knorpelscheibe im Kniegelenk, die als Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkelknochen dient. Ein Riss dieses Gewebes kann zu erheblichen Schmerzen und Einschränkungen der Kniefunktion führen.
Ursachen
Ein traumatischer Meniskusriss (S83.2) entsteht typischerweise durch:
- Plötzliche Drehbewegungen des Kniegelenks bei gleichzeitiger Belastung
- Sportunfälle, insbesondere bei Fußball, Ski fahren oder Basketball
- Direkte Stoßeinwirkung auf das Knie
- Tiefes Hocken oder Knien mit gleichzeitiger Rotationsbewegung
Im Unterschied dazu beschreibt der Code M23.2 degenerative Meniskusläsionen, die durch altersbedingte Abnutzung entstehen.
Symptome
Typische Beschwerden bei einem Meniskusriss umfassen:
- Knieschmerzen, oft an der Innen- oder Außenseite des Knies
- Schwellung des Kniegelenks, die sich meist innerhalb von 24 Stunden entwickelt
- Bewegungseinschränkung, insbesondere beim Strecken oder Beugen des Knies
- Blockadegefühl (das Knie lässt sich nicht mehr vollständig strecken)
- Schnappen oder Knacken im Kniegelenk
- Instabilitätsgefühl beim Gehen
Diagnose
Die Diagnose eines Meniskusrisses erfolgt durch:
- Klinische Untersuchung: Spezifische Tests wie der McMurray-Test oder der Apley-Test liefern erste Hinweise.
- MRT (Magnetresonanztomographie): Die genaueste Methode zur Darstellung von Meniskusläsionen ohne Strahlenbelastung.
- Röntgenaufnahme: Zum Ausschluss knöcherner Verletzungen.
- Arthroskopie: Direkte Beurteilung des Meniskus durch ein Kamerasystem; gleichzeitig therapeutisch einsetzbar.
Behandlung
Konservative Therapie
Bei stabilen Rissen oder geringer Symptomatik kann eine konservative Behandlung ausreichend sein:
- Kühlung und Hochlagerung des Beins in der Akutphase
- Entlastung mit Unterarmgeh stützen
- Physiotherapie zur Stärkung der kniestabilisierenden Muskulatur
- Schmerztherapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR)
Operative Therapie
Bei größeren Rissen, Blockaden oder Versagen der konservativen Therapie wird in der Regel eine Arthroskopie durchgeführt:
- Meniskusnaht: Bei frischen Rissen im gut durchbluteten Bereich (roter Bereich) wird der Meniskus genäht.
- Meniskusteilresektion (Meniskektomie): Entfernung des geschädigten Gewebeanteils bei nicht rekonst ruierbaren Rissen.
Verlauf und Prognose
Die Heilungsaussichten hängen von der Lage und Größe des Risses sowie dem Alter und der Aktivität des Patienten ab. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Prognose deutlich. Nach einer Operation oder konservativen Therapie ist in der Regel eine krankengymnastische Rehabilitation notwendig, um die volle Funktion des Knies wiederherzustellen.
Quellen
- Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / BfArM: ICD-10-GM Version 2024, Kapitel S83 - Luxation, Verstauchung und Zerrung des Kniegelenks und seiner Bänder.
- Logerstedt DS et al.: Knee Pain and Mobility Impairments: Meniscal and Articular Cartilage Lesions. Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy, 2010.
- Luijkx T, Niknejad M: Meniscal tear. Radiopaedia.org, 2023. (https://radiopaedia.org/articles/meniscal-tear)
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