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Dysregulation bezeichnet die gestörte Steuerung biologischer oder psychischer Prozesse im Körper. Sie kann Emotionen, das Immunsystem, den Stoffwechsel oder das Nervensystem betreffen.
Dysregulation bezeichnet die gestörte Steuerung biologischer oder psychischer Prozesse im Körper. Sie kann Emotionen, das Immunsystem, den Stoffwechsel oder das Nervensystem betreffen.
Dysregulation beschreibt den Zustand, in dem normale Steuerungs- und Regulationsmechanismen des Körpers oder der Psyche gestört oder aus dem Gleichgewicht geraten sind. Der Begriff wird in der Medizin, Psychologie und Neurobiologie verwendet und kann sich auf eine Vielzahl von Systemen beziehen – vom Immunsystem über den Hormonhaushalt bis hin zur emotionalen Verarbeitung.
Regulationsprozesse sorgen normalerweise dafür, dass biologische Systeme in einem stabilen Gleichgewicht (Homöostase) bleiben. Wenn diese Prozesse gestört sind, spricht man von Dysregulation. Dies kann vorübergehend oder chronisch auftreten und je nach betroffenem System unterschiedliche Auswirkungen haben.
Die emotionale Dysregulation bezeichnet die Unfähigkeit, eigene Gefühle angemessen wahrzunehmen, zu steuern und zu regulieren. Betroffene erleben häufig intensive, schnell wechselnde Emotionen und haben Schwierigkeiten, diese zu kontrollieren. Emotionale Dysregulation ist ein zentrales Merkmal verschiedener psychischer Erkrankungen, darunter die Borderline-Persönlichkeitsstörung, ADHS und Traumafolgestörungen.
Eine Dysregulation des Immunsystems liegt vor, wenn die Immunantwort des Körpers fehlgesteuert ist – entweder überschießend (wie bei Autoimmunerkrankungen oder Allergien) oder unzureichend (wie bei Immunschwäche). Typische Erkrankungen, die mit immunologischer Dysregulation verbunden sind, sind rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.
Im neurologischen Kontext bezeichnet Dysregulation eine fehlerhafte Signalverarbeitung im Nervensystem. Sie kann sich in Form von Überreizung, mangelhafter Hemmung oder veränderter Neurotransmitter-Balance zeigen. Erkrankungen wie Epilepsie, chronischer Schmerz oder das Restless-Legs-Syndrom gehen mit neurologischer Dysregulation einher.
Auch der Stoffwechsel und das Hormonsystem können dysreguliert sein. Beispiele hierfür sind die Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS). In diesen Fällen sind Rückkopplungsmechanismen gestört, die normalerweise die Hormon- und Stoffwechselbalance aufrechterhalten.
Die Ursachen von Dysregulation sind vielfältig und hängen stark vom betroffenen System ab. Häufige Faktoren sind:
Da Dysregulation viele verschiedene Systeme betreffen kann, sind die Symptome sehr unterschiedlich. Typische Hinweise auf eine Dysregulation sind:
Die Diagnose einer Dysregulation erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und spezifischen diagnostischen Tests, die je nach vermutetem System variieren. Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren, psychologische Assessments oder neurophysiologische Tests können zum Einsatz kommen. Wichtig ist eine ganzheitliche Betrachtung, da Dysregulationen häufig mehrere Systeme gleichzeitig betreffen.
Die Behandlung richtet sich nach dem betroffenen System und den zugrundeliegenden Ursachen:
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