Entzündungsmarker – Was Blutwerte über stille Entzündungen verraten
Entzündungsmarker wie CRP, IL-6 oder TNF-α zeigen stille Entzündungen im Körper. Erfahre, welche Marker wichtig sind und wie man sie beeinflussen kann.
Wissenswertes über "Entzündungsmarker"
Entzündungsmarker sind messbare Substanzen im Blut, die auf entzündliche Prozesse im Körper hinweisen – sowohl bei akuten Infektionen als auch bei chronisch stillen Entzündungen (Silent Inflammation).
In der modernen Präventiv- und Mikronährstoffmedizin gewinnen Entzündungsmarker zunehmend an Bedeutung, da sie helfen, subklinische Entzündungszustände frühzeitig zu erkennen, die mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Autoimmunprozessen oder neurodegenerativen Erkrankungen assoziiert sind.
Zu den wichtigsten Laborwerten zählen das C-reaktive Protein (CRP) – insbesondere in der hochsensitiven Variante (hs-CRP) –, Interleukin-6 (IL-6), Tumornekrosefaktor alpha (TNF-α), sowie Fibrinogen, Ferritin und Zonulin. Während akute Entzündungen zu stark erhöhten Werten führen, zeigt eine leichte, aber anhaltende Erhöhung (z. B. hs-CRP zwischen 1 und 3 mg/l) oft eine systemische Niedriggradentzündung an – ein stiller Risikofaktor.
Zur Regulierung von Entzündungsmarkern können gezielte Maßnahmen wie eine antiinflammatorische Ernährung, ausreichend Omega-3-Fettsäuren, Curcumin, Magnesium, Stressreduktion und die Stärkung der Darmbarrierebeitragen. Eine Labordiagnostik dieser Marker bietet wertvolle Hinweise für präventive oder therapeutische Ansätze – insbesondere bei unklarer Müdigkeit, Gelenkbeschwerden, Hautproblemen oder Autoimmunverdacht.
Wichtige Entzündungsmarker im Überblick:
- hs-CRP (hoch-sensitives C-reaktives Protein): Marker für chronisch stille Entzündungen
- IL-6 (Interleukin-6): Zytokin mit proinflammatorischer Wirkung
- TNF-α (Tumornekrosefaktor alpha): Schlüsselbote bei systemischer Entzündung
- Zonulin: Marker für die Darmpermeabilität („Leaky Gut“)
- Weitere Marker: Ferritin, Fibrinogen, Lipopolysaccharide (LPS)
Beeinflussung durch Ernährung & Lebensstil:
- Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) senken IL-6 und TNF-α
- Curcumin, OPC, Spermidin mit regulatorischem Einfluss
- Fasten, Bewegung, Schlaf und Darmaufbau fördern Balance
- Zuckerverzicht und Reduktion von Transfetten wirken entzündungshemmend
- Laborkontrollen über mehrere Monate zur Verlaufskontrolle empfohlen
Literaturhinweise
- Pearson, T.A. et al. (2003): Markers of inflammation and cardiovascular disease. Circulation.
- Calder, P.C. (2013): Omega-3 fatty acids and inflammatory processes. Nutrients.
- Hotamisligil, G.S. (2006): Inflammation and metabolic disease. Nature.
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