H68.0 - Entzündung der Eustachischen Tube
H68.0 bezeichnet die Entzündung der Eustachischen Tube (Tubitis). Sie verursacht Ohrenschmerzen, Hörminderung und Druckgefühl im Ohr.
Wissenswertes über "H68.0"
H68.0 bezeichnet die Entzündung der Eustachischen Tube (Tubitis). Sie verursacht Ohrenschmerzen, Hörminderung und Druckgefühl im Ohr.
Was ist H68.0?
Der ICD-10-Code H68.0 steht für die Entzündung der Eustachischen Tube, auch als Tubitis oder Eustachische-Rohr-Entzündung bekannt. Die Eustachische Tube (Tuba auditiva) ist ein schmaler Kanal, der das Mittelohr mit dem Nasen-Rachen-Raum verbindet. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Druckregulation im Mittelohr sowie in der Belüftung und Drainage des Mittelohrs. Bei einer Entzündung schwillt die Schleimhaut der Tube an, was zu einer Funktionsstörung führen kann.
Ursachen
Eine Tubitis entsteht häufig als Folge von Infektionen der oberen Atemwege. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- Virale Infektionen wie Erkältungen oder Grippe
- Bakterielle Infektionen des Nasen-Rachen-Raums
- Allergische Reaktionen, z.B. bei Heuschnupfen
- Nasennebenhöhlenentzuündung (Sinusitis)
- Adenoide (vergrößerte Rachenmandeln), besonders bei Kindern
- Barotrauma durch Druckunterschiede (z.B. beim Fliegen oder Tauchen)
Symptome
Die Entzündung der Eustachischen Tube kann folgende Beschwerden verursachen:
- Druckgefühl oder Verstopfungsgefühl im Ohr
- Hörminderung oder gedämpftes Hören
- Ohrenschmerzen (Otalgie)
- Tinnitus (Geräusche oder Pfeifen im Ohr)
- Knacken oder Knistern beim Schlucken oder Gähnen
- Schwindel in manchen Fällen
Diagnose
Die Diagnose einer Tubitis erfolgt in der Regel durch einen HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren-Arzt). Dabei kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:
- Otoskopie: Untersuchung des Trommelfells mit einem Ohrtrichter oder Otoskop
- Tympanometrie: Messung des Mittelohrdrucks und der Trommelfellbeweglichkeit
- Audiometrie: Hörtest zur Beurteilung von Hörminderungen
- Untersuchung des Nasen-Rachen-Raums (Rhinoskopie oder Endoskopie)
Behandlung
Die Behandlung der Tubitis richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Häufig eingesetzte Therapieoptionen sind:
- Abschwellende Nasensprays (Dekongestiva) zur Verringerung der Schleimhautschwellung
- Antihistaminika bei allergischer Ursache
- Antibiotika bei bakterieller Infektion
- Kortisonhaltige Nasensprays zur Entzündungshemmung
- Autoinflation (Valsalva-Manöver oder Otovent-Verfahren) zur Tubenbelüftung
- Bei chronischem Verlauf: Parazentese (Einschnitt ins Trommelfell) oder Einlage von Paukengrömmchen
In den meisten Fällen heilt die Tubitis nach erfolgreicher Behandlung der Grunderkrankung vollständig ab. Bei anhaltenden Beschwerden sollte erneut ein HNO-Arzt aufgesucht werden, um Komplikationen wie eine Otitis media (Mittelohrentzündung) auszuschließen.
Quellen
- Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI): ICD-10-GM Version 2024, Code H68.0 - Entzündung der Eustachischen Tube.
- Hildmann H, Sudhoff H (Hrsg.): Mittelohrchirurgie. Springer Medizin Verlag, 2004.
- World Health Organization (WHO): International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision (ICD-10). Geneva: WHO, 2019.
Meistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieH90.4
H81.1
H81.8
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kaloriengehalt
Kölner Liste
Verwandte Suchbegriffe: H68.0