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K59.0 Obstipation – Ursachen, Symptome & Therapie

K59.0 ist der ICD-10-Code für Obstipation (Verstopfung), eine häufige Verdauungsstörung mit seltener, erschwerter oder unvollständiger Stuhlentleerung.

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Wissenswertes über "K59.0"

K59.0 ist der ICD-10-Code für Obstipation (Verstopfung), eine häufige Verdauungsstörung mit seltener, erschwerter oder unvollständiger Stuhlentleerung.

Was bedeutet der ICD-10-Code K59.0?

Der ICD-10-Code K59.0 steht für Obstipation – im Volksmund auch als Verstopfung bezeichnet. Obstipation ist eine der häufigsten funktionellen Verdauungsstörungen und bezeichnet einen Zustand, bei dem der Stuhlgang seltener als üblich stattfindet, erschwert ist oder das Gefühl der unvollständigen Entleerung besteht. Klinisch spricht man in der Regel von Obstipation, wenn weniger als drei Stuhlgänge pro Woche auftreten.

Ursachen

Obstipation kann viele Ursachen haben. Man unterscheidet zwischen primärer (funktioneller) und sekundärer Obstipation:

  • Primäre Obstipation: Ballaststoffarme Ernährung, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel, Stress oder veränderte Darmperistaltik
  • Sekundäre Obstipation: Darmerkrankungen (z. B. Reizdarm, Divertikel), neurologische Erkrankungen (z. B. Parkinson, Multiple Sklerose), endokrine Erkrankungen (z. B. Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes), Medikamente (z. B. Opioide, Eisenpräparate, Antazida), Schwangerschaft oder Beckenbodenstörungen

Symptome

Typische Beschwerden bei Obstipation (K59.0) umfassen:

  • Seltener Stuhlgang (weniger als 3-mal pro Woche)
  • Harter, trockener oder klumpiger Stuhl
  • Starkes Pressen beim Stuhlgang
  • Gefühl der unvollständigen Entleerung
  • Bauchschmerzen, Blutungen oder Blutungen
  • Blutungen oder Blutungen
  • Blähungen und Unwohlsein im Bauch
  • In schweren Fällen: Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein

Diagnose

Die Diagnose einer Obstipation erfolgt überwiegend klinisch. Der Arzt erhebt eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte) und führt eine körperliche Untersuchung durch. Je nach Verdacht können folgende Untersuchungen notwendig sein:

  • Blutuntersuchungen: Zum Ausschluss von Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes oder Elektrolytstörungen
  • Koloskopie (Darmspiegelung): Bei Verdacht auf organische Ursachen oder bei älteren Patienten
  • Bildgebende Verfahren: Zum Beispiel Ultraschall des Bauches
  • Defäkographie oder anorektale Manometrie: Bei Verdacht auf Beckenbodenstörungen

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Obstipation. Folgende Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

Allgemeinmaßnahmen

  • Erhöhung der Ballaststoffzufuhr (z. B. Voll­kornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte)
  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1,5–2 Liter pro Tag)
  • Regelmäßige körperliche Bewegung
  • Einhalten eines regelmäßigen Toilettenrhythmus

Medikamentöse Therapie

  • Laxanzien (Abführmittel): Z. B. osmotische Laxanzien (Macrogol, Lactulose), Stimulanzien (Bisacodyl, Natriumpicosulfat) oder Füll- und Quellmittel (Flohsamen)
  • Prokinetika: Medikamente, die die Darmbewegung fördern
  • Bei opioidinduzierter Obstipation: Spezielle Opioid-Antagonisten wie Naloxegol oder Methylnaltrexon

Behandlung der Grunderkrankung

Liegt eine sekundäre Obstipation vor, steht die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung im Vordergrund.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI): ICD-10-GM K59.0 – Obstipation. www.dimdi.de
  2. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS): Chronische Obstipation, 2022. www.dgvs.de
  3. Müller-Lissner S. et al.: Myths and misconceptions about chronic constipation. American Journal of Gastroenterology, 2005;100(1):232–242.

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