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Kreatinspeicher bezeichnen die Menge an Kreatin und Phosphokreatin, die im Muskelgewebe gespeichert ist und als schnelle Energiequelle bei körperlicher Belastung dient.
Kreatinspeicher bezeichnen die Menge an Kreatin und Phosphokreatin, die im Muskelgewebe gespeichert ist und als schnelle Energiequelle bei körperlicher Belastung dient.
Der Begriff Kreatinspeicher beschreibt die Gesamtmenge an Kreatin und Phosphokreatin (auch Kreatinphosphat genannt), die im menschlichen Körper – hauptsächlich in der Skelettmuskulatur – gespeichert ist. Kreatin ist eine stickstoffhaltige organische Säure, die eine zentrale Rolle bei der schnellen Bereitstellung von Energie für Muskelkontraktionen spielt. Etwa 95 % des gesamten Kreatins im Körper befinden sich in der Muskulatur, der Rest verteilt sich auf Gehirn, Herz und andere Organe.
Kreatin wird in der Muskelzelle zusammen mit einem Phosphatmolekül als Phosphokreatin gespeichert. Bei intensiver körperlicher Belastung – etwa bei Sprints oder schwerem Krafttraining – wird Phosphokreatin schnell abgebaut, um Adenosintriphosphat (ATP) zu regenerieren. ATP ist der universelle Energieträger der Zelle. Dieser Prozess läuft ohne Sauerstoff ab und ermöglicht explosive Muskelleistungen über einen Zeitraum von wenigen Sekunden bis zu etwa 10–15 Sekunden.
Der Körper eines Erwachsenen enthält durchschnittlich etwa 120–140 Gramm Kreatin, wovon rund 60–70 % als Phosphokreatin vorliegen. Die Speicherkapazität ist jedoch nicht fix: Durch gezielte Ernährung und Kreatinsupplementierung lässt sich der Gesamtgehalt um bis zu 20–30 % erhöhen. Täglich werden etwa 1–2 Gramm Kreatin durch spontanen Zerfall zu Kreatinin abgebaut und über die Nieren ausgeschieden. Dieser Verlust wird durch die körpereigene Synthese (hauptsächlich in Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse) sowie durch die Nahrungsaufnahme ausgeglichen.
Kreatin kommt natürlicherweise in tierischen Lebensmitteln vor, insbesondere in rotem Fleisch und Fisch. Eine typische Mischkost liefert etwa 1–2 Gramm Kreatin pro Tag. Veganer und Vegetarier nehmen über die Nahrung kaum Kreatin auf, weshalb ihre Muskelspeicher oft niedriger gefüllt sind. Dies kann die körperliche Leistungsfähigkeit bei hochintensiven Aktivitäten beeinflussen.
Die am häufigsten verwendete Form der Kreatinergänzung ist Kreatinmonohydrat. Um die Kreatinspeicher schnell aufzufüllen, wird häufig eine sogenannte Ladephase empfohlen: Dabei werden für 5–7 Tage täglich etwa 20 Gramm Kreatin eingenommen (aufgeteilt auf 4 Dosen). Anschließend folgt eine Erhaltungsphase mit 3–5 Gramm pro Tag. Alternativ kann man ohne Ladephase direkt mit 3–5 Gramm täglich beginnen; die Speicher füllen sich dann langsamer, aber ebenso vollständig nach etwa 3–4 Wochen.
Wissenschaftliche Studien belegen, dass vollständig gefüllte Kreatinspeicher die Leistung bei kurzfristigen, hochintensiven Belastungen verbessern können, etwa beim Sprinten, Gewichtheben oder Intervalltraining.
Die Einnahme von Kreatin gilt bei gesunden Erwachsenen als sicher. Häufig berichtete Nebenwirkungen umfassen leichte Wassereinlagerungen im Muskelgewebe zu Beginn der Supplementierung sowie gelegentlich Magenunwohlsein. Personen mit Nierenerkrankungen sollten vor einer Einnahme ärztlichen Rat einholen, da Kreatin über die Nieren ausgeschieden wird.
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