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Psychosomatik beschreibt das Zusammenspiel von Seele und Körper bei der Entstehung und dem Verlauf von Erkrankungen. Psychische Belastungen können körperliche Beschwerden auslösen oder verstärken.
Psychosomatik beschreibt das Zusammenspiel von Seele und Körper bei der Entstehung und dem Verlauf von Erkrankungen. Psychische Belastungen können körperliche Beschwerden auslösen oder verstärken.
Die Psychosomatik ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit dem Zusammenhang zwischen seelischen (psychischen) Prozessen und körperlichen (somatischen) Erkrankungen beschäftigt. Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern psyche (Seele) und soma (Körper) zusammen. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass Körper und Seele keine getrennten Einheiten sind, sondern sich gegenseitig beeinflussen. Emotionen, Stress, Trauma und psychische Erkrankungen können messbare körperliche Veränderungen bewirken – und umgekehrt können körperliche Erkrankungen das seelische Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.
Psychosomatische Erkrankungen entstehen meist durch ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Dazu zählen:
Psychosomatische Beschwerden können nahezu jedes Organsystem betreffen. Häufige Symptome und Erkrankungsbilder sind:
Die Diagnose einer psychosomatischen Erkrankung erfordert eine sorgfältige Abklärung. Zunächst müssen organische Ursachen der Beschwerden durch körperliche Untersuchungen, Laborwerte und bildgebende Verfahren ausgeschlossen werden. Ergänzend kommen folgende diagnostische Mittel zum Einsatz:
Die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen ist ganzheitlich und individuell. Sie umfasst in der Regel mehrere Therapieansätze:
Die Psychotherapie ist eine der wichtigsten Behandlungssäulen. Bewährte Verfahren sind die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sowie die Psychoanalyse. Ziel ist es, psychische Belastungen zu erkennen, zu verarbeiten und langfristig zu bewältigen.
Methoden wie progressive Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training, Biofeedback und Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) helfen, das Nervensystem zu regulieren und Stresssymptome zu lindern.
In bestimmten Fällen können Antidepressiva oder Anxiolytika (angstlösende Medikamente) unterstützend eingesetzt werden, insbesondere wenn gleichzeitig eine Depression oder Angststörung vorliegt.
Regelmäßige körperliche Bewegung, Physiotherapie und körperorientierte Therapieansätze können die Symptome deutlich verbessern und das allgemeine Wohlbefinden steigern.
Bei schweren Verläufen bietet eine stationäre oder tagesklinische psychosomatische Rehabilitation umfassende, interdisziplinäre Unterstützung in spezialisierten Fachkliniken.
Psychosomatischen Erkrankungen kann durch eine gesunde Lebensführung vorgebeugt werden. Dazu gehören ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Erholung, soziale Einbindung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf sowie frühzeitige Inanspruchnahme professioneller Hilfe bei anhaltendem psychischen Stress.
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