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Die Quercetinbiokinetik beschreibt, wie der Pflanzenstoff Quercetin im menschlichen Körper aufgenommen, verteilt, umgewandelt und ausgeschieden wird.
Die Quercetinbiokinetik beschreibt, wie der Pflanzenstoff Quercetin im menschlichen Körper aufgenommen, verteilt, umgewandelt und ausgeschieden wird.
Die Quercetinbiokinetik ist ein Teilgebiet der Pharmakokinetik, das sich mit dem Verhalten des pflanzlichen Polyphenols Quercetin im menschlichen Organismus befasst. Sie umfasst die vier klassischen pharmakokinetischen Phasen: Absorption (Aufnahme), Distribution (Verteilung), Metabolismus (Stoffwechsel) und Elimination (Ausscheidung) – kurz ADME. Das Verständnis dieser Prozesse ist entscheidend, um die biologische Verfügbarkeit und die gesundheitliche Wirksamkeit von Quercetin korrekt einzuschätzen.
Quercetin kommt in der Nahrung überwiegend als Glycosid vor, das heißt, es ist an Zuckermoleküle gebunden. Diese Glycoside werden im Darm zunächst durch bakterielle Enzyme und intestinale Glykosidasen hydrolysiert, bevor das freie Aglykon oder seine Metaboliten in die Darmzellen aufgenommen werden können.
Nach der Absorption gelangt Quercetin in konjugierter Form (als Glucuronid, Sulfat oder Methylderivat) in den Blutkreislauf. Im Blut ist es zu einem großen Teil an Plasmaproteine, insbesondere an Albumin, gebunden. Die Verteilung in verschiedene Gewebe, darunter Leber, Lunge, Nieren und Darmgewebe, ist belegt, wobei eine Passage der Blut-Hirn-Schranke in geringem Umfang ebenfalls diskutiert wird.
Quercetin unterliegt einem ausgeprägten First-Pass-Effekt in der Leber sowie einer intensiven intestinalen Metabolisierung. Dabei entstehen verschiedene Konjugate:
Im Dickdarm wird Quercetin durch das Mikrobiom zu kleineren phenolischen Verbindungen wie Protokatechusäure und 3,4-Dihydroxyphenylessigsäure abgebaut. Diese Metaboliten können ebenfalls biologisch aktiv sein.
Die Ausscheidung von Quercetin und seinen Metaboliten erfolgt hauptsächlich über:
Die Halbwertszeit von Quercetin im Plasma liegt je nach Studie und Formulierung zwischen etwa 11 und 28 Stunden, was auf eine moderately lange Verweildauer im Körper hinweist.
Verschiedene Faktoren können die Biokinetik von Quercetin erheblich beeinflussen:
Die Kenntnis der Quercetinbiokinetik ist für die Beurteilung seiner antiinflammatorischen, antioxidativen und antiviralen Eigenschaften essenziell. Nur wenn ausreichend bioverfügbare Konzentrationen im Zielgewebe erreicht werden, können therapeutisch relevante Effekte erwartet werden. Aktuelle Forschungen konzentrieren sich auf optimierte Formulierungen, um die klinische Wirksamkeit von Quercetin zu steigern.
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