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Petechien Fotos: Aussehen, Ursachen & Wann zum Arzt

Petechien sind kleine, punktförmige Blutungen in der Haut. Fotos helfen bei der Einordnung des Aussehens und der Schwere des Befundes.

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Wissenswertes über "Petechien fotos"

Petechien sind kleine, punktförmige Blutungen in der Haut. Fotos helfen bei der Einordnung des Aussehens und der Schwere des Befundes.

Was sind Petechien?

Petechien sind winzige, stecknadelkopfgroße Blutungen (Durchmesser unter 2 mm), die durch das Austreten von Blut aus kleinsten Blutgefäßen (Kapillaren) in das umliegende Gewebe entstehen. Sie erscheinen als rote, rotbraune oder violette Punkte auf der Haut oder den Schleimhäuten und lassen sich im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Bluterguss nicht wegdrücken (kein Abblassen beim Glasspateltest). Dieser sogenannte Glasspateltest ist ein einfaches Unterscheidungsmerkmal: Hält man ein Glas oder einen Spatel auf die roten Punkte und drückt, verschwinden gewöhnliche Hautverrötungen, Petechien jedoch nicht.

Wie sehen Petechien auf Fotos aus?

Auf Fotos zeigen sich Petechien typischerweise als:

  • Kleine, punktförmige rote oder dunkelrote Flecken
  • Gleichmäßig verteilte oder gehäuft auftretende Punkte
  • Nicht erhabene, flache Hautveränderungen
  • Häufig an den Unterschenkeln, am Rumpf, im Gesicht oder an den Schleimhäuten sichtbar

Die Größe liegt typischerweise unter 2 mm. Vergrößern sich die Blutungen auf mehr als 2 mm, spricht man von Purpura, bei noch größeren flächigen Blutungen von Ekchymosen.

Ursachen von Petechien

Petechien können verschiedene Ursachen haben, von harmlos bis medizinisch ernst:

  • Mechanische Ursachen: Starkes Pressen, Husten, Erbrechen oder Weinen kann Petechien im Gesicht oder an den Augenliedern auslösen.
  • Infektionen: Bakterielle oder virale Infektionen wie Meningokokken-Sepsis, Mononukleose oder Masern können Petechien verursachen.
  • Thrombozytopenien: Eine erniedrigte Blutplättchenanzahl (z. B. bei Immunthrombozytopenie oder Leukämie) führt häufig zu Petechien.
  • Gerinnungsstörungen: Erkrankungen wie Disseminierte Intravasale Koagulation (DIC) oder Einnahme von Blutverdünnern.
  • Vaskulitis: Entzündliche Erkrankungen der Blutgefäße.
  • Medikamente: Einige Medikamente wie Aspirin, bestimmte Antibiotika oder Chemotherapeutika.

Wann zum Arzt?

Petechien können harmlos sein, aber auch ein Zeichen einer ernsten Erkrankung darstellen. Ein Arztbesuch ist dringend empfohlen, wenn:

  • Petechien plötzlich und in großer Anzahl auftreten
  • Begleiterscheinungen wie Fieber, Nackensteife, starke Müdigkeit oder Bewusstseinsveränderungen bestehen
  • Petechien sich schnell ausbreiten
  • Blutungen an anderen Körperstellen auftreten

Besonders bei Kindern mit Petechien und Fieber sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, da dies ein Hinweis auf eine lebensbedrohliche Meningokokken-Infektion sein kann.

Diagnose

Die Diagnose beginnt mit einer genauen körperlichen Untersuchung und Anamnese. Häufig werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Blutbild mit Bestimmung der Thrombozytenanzahl
  • Gerinnungswerte (Quick, INR, PTT)
  • Blut- oder Urinkultur bei Verdacht auf Infektion
  • Weitere Labor- und bildgebende Untersuchungen je nach klinischem Befund

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache:

  • Mechanisch bedingte Petechien (z. B. nach Pressen) bilden sich meist von selbst zurück und bedürfen keiner Therapie.
  • Infektionsbedingte Petechien werden durch Behandlung der Infektion (z. B. Antibiotika) therapiert.
  • Thrombozytopenie kann medikamentös, durch Thrombozyten-Transfusion oder kausal behandelt werden.

Quellen

  1. Herold, G. et al. - Innere Medizin 2023. Eigenverlag, Köln, 2023.
  2. Schöfer, H. & Breit, R. - Dermatologie und Venerologie. Springer Verlag, 2022.
  3. World Health Organization (WHO) - Dengue Guidelines for Diagnosis, Treatment, Prevention and Control. WHO Press, Geneva, 2009. Verfügbar unter: https://www.who.int

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