Hinterwandplazenta: Bedeutung in der Schwangerschaft
Eine Hinterwandplazenta liegt an der hinteren Gebärmutterwand. Sie gilt als normale Lage der Plazenta und ist für Mutter und Kind in der Regel unbedenklich.
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Eine Hinterwandplazenta liegt an der hinteren Gebärmutterwand. Sie gilt als normale Lage der Plazenta und ist für Mutter und Kind in der Regel unbedenklich.
Was ist eine Hinterwandplazenta?
Als Hinterwandplazenta bezeichnet man eine Plazenta (Mutterkuchen), die sich an der hinteren Wand der Gebärmutter eingenistet hat. Die Plazenta ist das lebenswichtige Organ, das das ungeborene Kind während der Schwangerschaft mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und gleichzeitig Abfallstoffe abtransportiert. Wo genau sie sich einpflanzt, hängt davon ab, wo sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet.
Lage der Plazenta
Die Plazenta kann sich an verschiedenen Stellen der Gebärmutter entwickeln:
- Hinterwandplazenta: Ansatz an der hinteren Gebärmutterwand (in Richtung Wirbelsäule)
- Vorderwandplazenta: Ansatz an der vorderen Gebärmutterwand (in Richtung Bauchdecke)
- Fundusplazenta: Ansatz am Gebärmutterboden (oberster Teil)
- Seitenplazenta: Ansatz an der linken oder rechten Gebärmutterwand
- Tief sitzende Plazenta / Placenta praevia: Ansatz im unteren Gebärmuttersegment, nahe dem Muttermund
Die Hinterwandplazenta gilt gemeinsam mit der Fundusplazenta als eine der günstigsten und häufigsten Lagen.
Bedeutung und Vorteile
Eine Hinterwandplazenta wird in der Regel als unkomplizierte und günstige Plazentalage angesehen. Sie bietet mehrere Vorteile:
- Das Kind hat in der Gebärmutter mehr Bewegungsfreiheit.
- Kindsbewegungen können von der Mutter oft deutlicher gespürt werden, da die Plazenta nicht als Polster zwischen Kind und Bauchdecke liegt.
- Das Risiko für Komplikationen wie eine Placenta praevia (Vorliegen der Plazenta vor dem Muttermund) ist bei dieser Lage nicht erhöht.
- Eine vaginale Entbindung ist bei einer unkomplizierten Hinterwandplazenta problemlos möglich.
Diagnose
Die Lage der Plazenta wird routinemäßig im Rahmen der Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft bestimmt. Bereits beim ersten oder zweiten Ultraschall (zwischen der 10. und 14. Schwangerschaftswoche) kann der Arzt oder die Ärztin feststellen, wo sich die Plazenta befindet. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft kann die Plazenta ihre relative Position leicht verändern, da die Gebärmutter wächst. Eine tief sitzende Plazenta kann sich mit fortschreitender Schwangerschaft nach oben verschieben.
Hinterwandplazenta und Ultraschall
Bei einer Hinterwandplazenta liegt das Kind bei Ultraschalluntersuchungen häufig zwischen dem Schallkopf und der Plazenta. Dies kann die Darstellung mancher Strukturen, wie der Wirbelsäule des Kindes, manchmal etwas erschweren. In der Regel ist dies jedoch kein klinisch relevantes Problem und beeinflusst die Qualität der Vorsorgeuntersuchungen kaum.
Wann ist eine Hinterwandplazenta problematisch?
In den meisten Fällen verursacht eine Hinterwandplazenta keinerlei Beschwerden oder Komplikationen. Problematisch kann eine Plazentalage grundsätzlich dann werden, wenn:
- die Plazenta den inneren Muttermund teilweise oder vollständig bedeckt (Placenta praevia),
- die Plazenta zu tief sitzt und es zu Blutungen kommt,
- eine vorzeitige Plazentalösung auftritt (unabhängig von der Lage).
Diese Komplikationen treten bei einer normalen Hinterwandplazenta jedoch nicht häufiger auf als bei anderen günstigen Plazentalagen.
Quellen
- Schneider, H., Husslein, P., Schneider, K.T.M. (Hrsg.): Die Geburtshilfe. 5. Auflage. Springer Medizin Verlag, Berlin/Heidelberg, 2016.
- Dudenhausen, J.W., Pschyrembel, W.: Praktische Geburtshilfe. 22. Auflage. De Gruyter, Berlin, 2013.
- Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (RCOG): Placenta Praevia and Placenta Accreta: Diagnosis and Management. Green-top Guideline No. 27a. London, 2018.
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