M48.1 – Hyperostosis ankylosans (DISH) erklärt
M48.1 ist der ICD-10-Code für Hyperostosis ankylosans der Wirbelsäule (DISH). Eine degenerative Erkrankung mit Verknöcherung der Wirbelsäulengewänder.
Wissenswertes über "M48.1"
M48.1 ist der ICD-10-Code für Hyperostosis ankylosans der Wirbelsäule (DISH). Eine degenerative Erkrankung mit Verknöcherung der Wirbelsäulengewänder.
M48.1 – Hyperostosis ankylosans der Wirbelsäule (DISH)
Der ICD-10-Code M48.1 bezeichnet die Hyperostosis ankylosans spinalis, auch bekannt als DISH (Diffuse Idiopathic Skeletal Hyperostosis) oder Forestier-Krankheit. Es handelt sich um eine degenerative Skeletterkrankung, bei der es zu einer übermäßigen Verknöcherung (Ossifikation) der Bänder und Sehnenansätze entlang der Wirbelsäule kommt. Diese Verknöcherungen führen zur zunehmenden Versteifung der Wirbelsäule.
Ursachen
Die genaue Ursache von DISH ist nicht vollständig geklärt. Als begünstigende Faktoren gelten:
- Hohes Alter: Die Erkrankung tritt vorwiegend bei Personen über 50 Jahren auf.
- Männliches Geschlecht: Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
- Metabolische Faktoren: Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas und erhöhte Harnsäurewerte stehen in Zusammenhang mit DISH.
- Genetische Prädisposition: Familiäre Häufungen wurden beschrieben.
- Erhöhte Wachstumshormonspiegel (IGF-1): Kommen ebenfalls als Risikofaktoren in Betracht.
Symptome
Viele Betroffene sind lange Zeit beschwerdefrei. Wenn Symptome auftreten, umfassen diese:
- Rückenschmerzen, insbesondere im Bereich der Brustwirbelsäule
- Morgensteifigkeit der Wirbelsäule
- Eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule
- Schluckbeschwerden (Dysphagie) bei großen zervikalen Knochenspornen
- In seltenen Fällen neurologische Ausfälle durch Nervenkompressionssyndrome
Diagnose
Die Diagnose von M48.1 erfolgt in erster Linie bildgebend:
- Röntgenaufnahmen: Typischer Befund sind fliesende Verknöcherungen entlang der Vorderseite von mindestens vier aufeinanderfolgenden Wirbelkörpern ("fließendes Wachs"-Zeichen).
- CT (Computertomographie): Ermöglicht eine genauere Beurteilung der Ossifikationen.
- MRT (Magnetresonanztomographie): Hilfreich zur Beurteilung von Weichteilen und Nervenkompression.
- Abgrenzung zur Spondylitis ankylosans: Bei DISH sind Iliosakralgelänke und Fazettengelenke in der Regel nicht betroffen.
Behandlung
Eine ursächliche Therapie existiert nicht. Die Behandlung zielt auf Symptomlinderung und Funktionserhalt ab:
- Physiotherapie und gezielte Übungen: Zur Verbesserung und Erhaltung der Beweglichkeit.
- Schmerztherapie: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen.
- Wärmeanwendungen: Können die Muskulatur lockern und Schmerzen lindern.
- Operative Eingriffe: In seltenen Fällen bei schwerer Dysphagie oder neurologischen Komplikationen notwendig.
- Behandlung von Begleiterkrankungen: Optimale Einstellung von Diabetes mellitus und Gewichtsreduktion bei Adipositas.
Quellen
- Resnick D, Niwayama G. Radiographic and pathologic features of spinal involvement in diffuse idiopathic skeletal hyperostosis (DISH). Radiology. 1976;119(3):559-568.
- Mader R et al. Diffuse idiopathic skeletal hyperostosis: clinical features and pathogenic mechanisms. Nature Reviews Rheumatology. 2017;13(7):411-420.
- Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). ICD-10-GM Version 2024 – M48.1 Hyperostosis ankylosans spinalis.
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