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K26.4 – Chronisches Duodenalulkus ICD-10

K26.4 ist ein ICD-10-Code für ein chronisches Zwölffingerdarmgeschwür ohne Blutung oder Perforation. Es handelt sich um ein wiederkehrendes Magengeschwür im Duodenum.

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Wissenswertes über "K26.4"

K26.4 ist ein ICD-10-Code für ein chronisches Zwölffingerdarmgeschwür ohne Blutung oder Perforation. Es handelt sich um ein wiederkehrendes Magengeschwür im Duodenum.

Was bedeutet K26.4?

K26.4 ist ein Diagnose-Code aus dem internationalen Klassifikationssystem ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision). Er steht für ein chronisches Duodenalulkus ohne Blutung und ohne Perforation – also ein Zwölffingerdarmgeschwür, das länger andauert, aber weder blutet noch einen Durchbruch der Darmwand verursacht hat.

Was ist ein Duodenalulkus?

Ein Duodenalulkus (Zwölffingerdarmgeschwür) ist eine Wunde oder ein Defekt in der Schleimhaut des Duodenums – dem ersten Abschnitt des Dünndarms, der sich direkt an den Magen anschließt. Die Schleimhaut wird hierbei durch Magensäure oder andere schädliche Einflüsse angegriffen und kann sich nicht mehr ausreichend selbst schützen.

Ursachen

  • Helicobacter pylori: Eine Infektion mit diesem Bakterium ist die häufigste Ursache. Der Erreger schwächt die schützende Schleimschicht des Zwölffingerdarms.
  • Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR): Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac können die Schleimhaut reizen und zu Geschwüren führen.
  • Erhöhte Magensäureproduktion: Ein Überschuss an Magensäure greift die Darmschleimhaut an.
  • Rauchen: Fördert die Entstehung und das Wiederauftreten von Geschwüren.
  • Stress: Chronischer Stress kann die Magensäureproduktion steigern.
  • Zollinger-Ellison-Syndrom: Eine seltene Erkrankung, bei der Tumore übermäßig viel Magensäure produzieren.

Symptome

Viele Patienten mit einem chronischen Duodenalulkus (K26.4) haben wiederkehrende Beschwerden, die oft in Schüben auftreten:

  • Dumpfer oder brennender Oberbauchschmerz, häufig 2–3 Stunden nach dem Essen oder nachts
  • Schmerzlinderung durch Nahrungsaufnahme oder Antazida (da Nahrung die Säure puffert)
  • Übelkeit und gelegentliches Erbrechen
  • Völlegefühl und Blähungen
  • Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust (seltener als beim Magengeschwür)

Da der Code K26.4 ausdrücklich keine Blutung und keine Perforation einschließt, fehlen bei diesen Patienten Zeichen wie Teerstuhl, Blutbrechen oder plötzliche starke Schmerzen.

Diagnose

Die Diagnose eines Duodenalulkus wird in der Regel durch folgende Methoden gestellt:

  • Magenspiegelung (Ösophagogastroduodenoskopie, ÖGD): Direktes Sichtbarmachen des Geschwürs mit einem flexiblen Endoskop. Gilt als Goldstandard.
  • Helicobacter-pylori-Test: Atemtest, Bluttest, Stuhltest oder Biopsie bei der Spiegelung.
  • Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel: Seltenere Alternative zur Endoskopie.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der Ursache:

Bei Helicobacter-pylori-Infektion

Die Standardbehandlung ist die sogenannte Eradikationstherapie: Eine Kombination aus einem Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol) und zwei Antibiotika (z.B. Clarithromycin und Amoxicillin) über 7–14 Tage. Ziel ist die vollständige Beseitigung des Bakteriums.

Bei NSAR-bedingtem Ulkus

Absetzen oder Wechsel des Schmerzmittels, kombiniert mit einem Protonenpumpenhemmer zum Schutz der Schleimhaut.

Allgemeine Maßnahmen

  • Rauchstopp
  • Alkoholverzicht
  • Stressreduktion
  • Anpassung der Ernährung (gut verträgliche, leichte Kost)
  • Langzeittherapie mit Protonenpumpenhemmern bei häufigen Rückfällen

Verlauf und Prognose

Das chronische Duodenalulkus (K26.4) neigt zu Rückfällen, insbesondere wenn die Grundursache nicht behandelt wird. Nach erfolgreicher Eradikation von Helicobacter pylori ist die Rückfallrate jedoch deutlich reduziert. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen werden empfohlen, um Komplikationen wie Blutungen oder Perforationen frühzeitig zu erkennen.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / BfArM: ICD-10-GM Version 2024 – Kapitel K26 Duodenalulkus.
  2. Malfertheiner P et al.: Management of Helicobacter pylori infection – the Maastricht VI/Florence Consensus Report. Gut, 2022.
  3. Lanas A, Chan FKL: Peptic ulcer disease. The Lancet, 2017; 390(10094):613–624.

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