Fötus – Entwicklung, Versorgung & Vorsorge
Der Fötus ist das ungeborene Kind ab der 9. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt. In dieser Phase entwickeln sich alle Organe und Körperfunktionen.
Wissenswertes über "Fötus"
Der Fötus ist das ungeborene Kind ab der 9. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt. In dieser Phase entwickeln sich alle Organe und Körperfunktionen.
Was ist ein Fötus?
Der Begriff Fötus (auch: Fetus oder Foetus) bezeichnet das ungeborene Kind im Mutterleib ab der 9. Schwangerschaftswoche bis zum Zeitpunkt der Geburt. Zuvor, von der Befruchtung bis zur 8. Schwangerschaftswoche, wird das sich entwickelnde Kind als Embryo bezeichnet. Mit dem Übergang zur Fötalphase sind bereits alle grundlegenden Organanlagen vorhanden, und es beginnt eine Phase des Wachstums und der Reifung.
Entwicklungsphasen des Fötus
Die Fötalperiode erstreckt sich über den größten Teil der Schwangerschaft und ist durch ein rasches Körperwachstum sowie die zunehmende Reifung der Organe gekennzeichnet.
Erstes Trimester (bis 12. Woche)
In der frühen Fötalphase sind Gesichtskonturen, Finger und Zehen bereits erkennbar. Die inneren Organe wie Herz, Leber und Nieren beginnen ihre Funktion aufzunehmen. Der Fötus misst am Ende des ersten Trimesters etwa 6–8 cm.
Zweites Trimester (13.–28. Woche)
In dieser Phase wachsen Muskeln und Knochen kräftig. Der Fötus beginnt, sich zu bewegen, und die werdende Mutter spürt erste Kindsbewegungen. Das Gehör entwickelt sich, sodass der Fötus auf Geräusche reagieren kann. Gegen Ende des zweiten Trimesters ist der Fötus bereits etwa 35 cm lang.
Drittes Trimester (29. Woche bis Geburt)
Im dritten Trimester reifen besonders Lunge und Gehirn weiter aus. Der Fötus nimmt deutlich an Gewicht zu und nimmt in der Regel eine Kopflage ein, um sich auf die Geburt vorzubereiten. Bei einer vollständigen Reife am errechneten Geburtstermin wiegt ein Fötus durchschnittlich 3.000–3.500 g und ist etwa 50 cm groß.
Versorgung des Fötus
Der Fötus wird über die Plazenta (Mutterkuchen) und die Nabelschnur mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Plazenta übernimmt gleichzeitig die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und bildet eine Schutzbarriere gegen viele Krankheitserreger. Einige Substanzen, darunter bestimmte Medikamente, Alkohol, Nikotin und andere Schadstoffe, können jedoch die Plazentaschranke überwinden und das ungeborene Kind schädigen.
Schutz und Risikofaktoren
Die Gesundheit des Fötus hängt stark von der Gesundheit und dem Lebensstil der Mutter ab. Folgende Faktoren können die fetale Entwicklung beeinträchtigen:
- Alkohol: Kann zu fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) führen
- Nikotin und Rauchen: Erhöht das Risiko für Wachstumsverzögerungen und Frühgeburt
- Infektionskrankheiten: Bestimmte Erreger wie Röteln, Toxoplasma oder Zytomegalievirus können schwere Schäden verursachen
- Medikamente: Einige Arzneimittel sind in der Schwangerschaft kontraindiziert
- Mangelernährung: Ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Folsäure, Eisen oder Jod kann die Entwicklung des Fötus beeinträchtigen
Diagnostik während der Fötalperiode
Die Entwicklung des Fötus wird durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen überwacht. Zu den wichtigsten Untersuchungen gehören:
- Ultraschall (Sonographie): Beurteilung von Wachstum, Lage und Organentwicklung
- CTG (Kardiotokographie): Überwachung der kindlichen Herzfrequenz
- Pränataldiagnostik: Untersuchungen wie Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) oder Ersttrimester-Screening zur Erkennung chromosomaler Anomalien
Quellen
- Moore, K.L., Persaud, T.V.N., Torchia, M.G.: The Developing Human: Clinically Oriented Embryology. 11. Auflage. Elsevier, 2019.
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Recommendations on antenatal care for a positive pregnancy experience. WHO, 2016. Verfügbar unter: https://www.who.int
- Sadler, T.W.: Langman Medizinische Embryologie. 13. Auflage. Thieme Verlag, 2014.
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