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N92.5 - Unregelmäßige Menstruation | ICD-10

N92.5 ist ein ICD-10-Code für sonstige näher bezeichnete unregelmäßige Menstruation. Er beschreibt Zyklusstörungen, die keiner anderen spezifischen Kategorie zugeordnet werden können.

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Wissenswertes über "N92.5"

N92.5 ist ein ICD-10-Code für sonstige näher bezeichnete unregelmäßige Menstruation. Er beschreibt Zyklusstörungen, die keiner anderen spezifischen Kategorie zugeordnet werden können.

Was bedeutet der ICD-10-Code N92.5?

Der ICD-10-Code N92.5 steht für sonstige näher bezeichnete unregelmäßige Menstruation. Er wird verwendet, wenn eine Frau Zyklusstörungen aufweist, die nicht eindeutig unter andere spezifischere Diagnosen wie Polymenorrhö (N92.0), Oligomenorrhö (N91) oder Amenorrhö fallen. Der Code gehört zur ICD-10-Gruppe N92, die verschiedene Formen von unregelmäßiger, zu starker oder zu häufiger Menstruation umfasst.

Ursachen

Eine unregelmäßige Menstruation, die unter N92.5 kodiert wird, kann viele Ursachen haben:

  • Hormonelle Ungleichgewichte: Störungen im Östrogen-Gestagen-Gleichgewicht, z. B. durch Schilddrüsenerkrankungen oder erhöhte Prolaktinspiegel.
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS): Eine häufige Ursache für unregelmäßige Zyklen.
  • Stressbedingte Dysregulation: Psychischer oder körperlicher Stress kann die Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse beeinflussen.
  • Starkes Untergewicht oder Übergewicht: Veränderungen des Körperfettanteils wirken sich direkt auf den Hormonstoffwechsel aus.
  • Perimenopause: In der Übergangsphase vor der Menopause können Zyklen unvorhersehbar werden.
  • Medikamente: Z. B. Antikoagulanzien, Antipsychotika oder hormonelle Kontrazeptiva.
  • Uterine Ursachen: Myome, Polypen oder Endometriose können das Blutungsverhalten verändern.

Symptome

Je nach zugrundeliegender Ursache können folgende Beschwerden auftreten:

  • Unregelmäßige Abstände zwischen den Menstruationsblutungen
  • Schwankende Blutungsstärke (mal stärker, mal schwächer)
  • Zwischenblutungen außerhalb des erwarteten Zyklus
  • Verschärfte prämenstruelle Beschwerden (PMS)
  • Unterleibsschmerzen oder Krämpfe

Diagnose

Die Diagnose N92.5 wird gestellt, nachdem andere spezifische Ursachen ausgeschlossen wurden. Typische diagnostische Schritte umfassen:

  • Anamnese und Zykluskalender: Dokumentation des Blutungsmusters über mehrere Monate.
  • Laboruntersuchungen: Bestimmung von Hormonen wie FSH, LH, Östradiol, Progesteron, TSH und Prolaktin.
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie): Beurteilung von Gebärmutter und Eierstöcken.
  • Gynäkologische Untersuchung: Ausschluss struktureller Veränderungen.
  • Ggf. weitere Abklärung: Hysteroskopie oder Endometriumbiopsie bei Verdacht auf organische Ursachen.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache:

  • Hormonelle Therapie: Gestagenpräparate, kombinierte orale Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapie können den Zyklus regulieren.
  • Behandlung der Grunderkrankung: Z. B. Schilddrüsenmedikamente bei Hypothyreose oder Metformin bei PCOS.
  • Lebensstilanpassungen: Stressreduktion, Normalisierung des Körpergewichts und regelmäßige körperliche Aktivität.
  • Operative Eingriffe: Bei Myomen, Polypen oder Endometriose kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein.
  • Abwarten und Beobachten: In leichten Fällen, z. B. perimenopausaler Dysregulation, kann auch eine Verlaufsbeobachtung ausreichen.

Wann zum Arzt?

Frauen sollten ärztlichen Rat suchen, wenn:

  • der Zyklus über mehrere Monate unregelmäßig bleibt,
  • die Blutungen sehr stark sind oder ungewohnte Schmerzen auftreten,
  • Zwischenblutungen nach den Wechseljahren auftreten,
  • ein Kinderwunsch besteht und der Zyklus unregelmäßig ist.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / BfArM: ICD-10-GM Version 2024, Kapitel XIV, Gruppe N91-N95.
  2. Leidenberger, F. A. et al.: Klinische Endokrinologie für Ärzte und Naturwissenschaftler. Springer Verlag, 4. Auflage.
  3. World Health Organization (WHO): International Classification of Diseases, 10th Revision (ICD-10). Genf, 2019.

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