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Mykose: Ursachen, Symptome & Behandlung

Eine Mykose ist eine Pilzinfektion, die Haut, Schleimhäute, Nägel oder innere Organe befallen kann. Pilzerkrankungen sind weit verbreitet und gut behandelbar.

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Wissenswertes über "Mykose"

Eine Mykose ist eine Pilzinfektion, die Haut, Schleimhäute, Nägel oder innere Organe befallen kann. Pilzerkrankungen sind weit verbreitet und gut behandelbar.

Was ist eine Mykose?

Eine Mykose (auch Pilzinfektion oder Pilzerkrankung) ist eine Infektion, die durch pathogene Pilze (krankheitsverursachende Pilze) ausgelöst wird. Pilze sind Mikroorganismen, die natürlicherweise in unserer Umwelt vorkommen – auf der Haut, im Boden, in der Luft und im Darm. Unter bestimmten Bedingungen können sie jedoch übermäßig wachsen oder in das Körpergewebe eindringen und eine Erkrankung verursachen.

Mykosen werden grundsätzlich in zwei Hauptgruppen unterteilt:

  • Oberflächliche Mykosen: Betreffen Haut, Hände, Füße, Nägel oder Schleimhäute. Beispiele: Fußpilz (Tinea pedis), Nagelpilz (Onychomykose), Scheidenpilz (vaginale Kandidose).
  • Systemische (tiefe) Mykosen: Betreffen innere Organe wie Lunge, Nieren oder das Gehirn. Diese Form tritt vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf und kann lebensbedrohlich sein.

Ursachen und Risikofaktoren

Mykosen werden durch verschiedene Pilzarten ausgelöst. Die häufigsten Erreger sind:

  • Dermatophyten (z. B. Trichophyton, Microsporum): Verursachen Hautpilz, Fußpilz und Nagelpilz.
  • Hefepilze (z. B. Candida albicans): Verursachen Schleimhaut- und Hautinfektionen wie Soor (Candidose).
  • Schimmelpilze (z. B. Aspergillus): Können bei immungeschwächten Personen schwere Lungeninfektionen verursachen.

Zu den häufigsten Risikofaktoren gehören:

  • Geschwächtes Immunsystem (z. B. bei HIV, Diabetes mellitus, nach Chemotherapie)
  • Langzeitanwendung von Antibiotika oder Kortikosteroiden
  • Feuchtigkeit und Wärme (z. B. schweissbedingte Hautfalten, öffentliche Bäder)
  • Verletzungen der Haut oder Schleimhaut
  • Hohes Alter oder Säuglingsalter
  • Krankenhausaufenthalt oder der Einsatz von Kathetern

Symptome

Die Symptome einer Mykose hängen von der betroffenen Körperregion und dem verursachenden Pilz ab:

  • Haut- und Fußpilz: Rötung, Juckreiz, Schuppung, Bläschenbildung, Hautriße zwischen den Zehen
  • Nagelpilz (Onychomykose): Verfärbung (weißlich, gelblich, bräunlich), Verdickung und Brüchigkeit der Nägel
  • Schleimhautpilz (Candidose): Weißliche Beläge im Mund oder an den Genitalien, Juckreiz, Brennen
  • Systemische Mykosen: Fieber, Husten, Atemnot, allgemeines Krankheitsgefühl

Diagnose

Die Diagnose einer Mykose erfolgt durch verschiedene Untersuchungen:

  • Klinische Untersuchung: Sichtbeurteilung der betroffenen Körperregion durch den Arzt oder die Ärztin.
  • Mikroskopische Untersuchung: Untersuchung von Hautschuppen, Nagelproben oder Abstrichen unter dem Mikroskop auf Pilzstrukturen.
  • Pilzkultur (Mykogramm): Anzucht des Erregers auf einem Speziall Spezialnahrboden zur genauen Artbestimmung.
  • Bluttests: Bei Verdacht auf systemische Mykosen werden spezifische Antikörper oder Pilzantigene im Blut nachgewiesen.
  • Bildgebende Verfahren: Bei Verdacht auf Organbefall werden CT oder MRT eingesetzt.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Art der Mykose, dem Erreger und der Schwere der Erkrankung:

  • Antimykotika (Antipilzmittel): Die wichtigsten Wirkstoffe zur Behandlung sind Azole (z. B. Fluconazol, Itraconazol, Clotrimazol), Allylamine (z. B. Terbinafin) und Polyene (z. B. Nystatin, Amphotericin B).
  • Lokale Therapie: Bei oberflächlichen Mykosen werden Cremes, Gele, Puder oder Lösungen direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen.
  • Systemische Therapie: Bei ausgedehnten oder tiefen Mykosen werden Antimykotika als Tabletten oder Infusion verabreicht.
  • Allgemeinmaßnahmen: Trockene Füße, atmungsaktive Kleidung und gute Hygiene unterstützen die Heilung und verhindern einen Rückfall.

Prävention

Viele Mykosen lassen sich durch einfache Hygienemaßnahmen verhindern:

  • Füße regelmäßig waschen und gründlich trocknen, besonders zwischen den Zehen
  • Badeschuhe in öffentlichen Bädern und Duschen tragen
  • Keine fremden Handtücher, Nagelscheren oder Schuhe benutzen
  • Atmungsaktive Kleidung und Schuhe tragen
  • Bei Immunschwäche regelmäßige ärztliche Kontrollen wahrnehmen

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Infektionskrankheiten A-Z – Mykosen. www.rki.de (abgerufen 2024).
  2. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Pilzinfektionen der Haut und Schleimhäute (2023).
  3. Mendling W. et al.: Guideline Vulvovaginal Candidosis – AWMF-Leitlinie (2020). AWMF-Registernummer 015/072.

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