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N92.6 – Unregelmäßige Menstruation | ICD-10

N92.6 ist ein ICD-10-Diagnosecode für unregelmäßige Menstruation, nicht näher bezeichnet. Er beschreibt Zyklusstörungen ohne eindeutige Ursache.

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Wissenswertes über "N92.6"

N92.6 ist ein ICD-10-Diagnosecode für unregelmäßige Menstruation, nicht näher bezeichnet. Er beschreibt Zyklusstörungen ohne eindeutige Ursache.

Was bedeutet der Diagnosecode N92.6?

Der ICD-10-Code N92.6 steht für unregelmäßige Menstruation, nicht näher bezeichnet. Er wird verwendet, wenn Patientinnen unter Zyklusstörungen leiden, diese jedoch keiner spezifischeren Kategorie innerhalb der Gruppe N92 (Regelmäßig starke, häufige oder unregelmäßige Menstruation) zugeordnet werden können. Der Code gehört zum Kapitel XIV des ICD-10 (Krankheiten des Urogenitalsystems).

Ursachen

Unregelmäßige Menstruationszyklen können viele verschiedene Ursachen haben. Häufige Auslöser sind:

  • Hormonelle Ungleichgewichte, z. B. durch Schilddrüsenstörungen, Prolaktinüberschuss oder Veränderungen der Östrogen- und Progesteronproduktion
  • Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) – eine häufige hormonelle Erkrankung bei Frauen im gebärfähigen Alter
  • Stressbedingte Dysregulation der Hypothalamus-Hypophysen-Ovarachse
  • Starkes Untergewicht oder Übergewicht, da Körperfett die Hormonproduktion beeinflusst
  • Intensive körperliche Belastung, etwa bei Leistungssportlerinnen
  • Perimenopause – die Übergangsphase vor der Menopause
  • Einnahme bestimmter Medikamente, wie hormonelle Verhütungsmittel oder Antipsychotika
  • Organische Erkrankungen der Gebärmutter oder Eiernähre (z. B. Myome, Endometriose)

Symptome

Typische Merkmale unregelmäßiger Menstruationszyklen unter dem Code N92.6 umfassen:

  • Schwankende Zykluslänge (zu kurz unter 21 Tagen oder zu lang über 35 Tagen)
  • Unvorhersehbare Blutungszeitpunkte
  • Veränderte Blutungsstärke oder -dauer
  • Gelegentliches Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhö)
  • Zwischenblutungen außerhalb des normalen Zyklus

Diagnose

Zur Abklärung unregelmäßiger Menstruation führt der Arzt oder die Ärztin in der Regel folgende Untersuchungen durch:

  • Anamnese: Ausführliche Erhebung der Zyklusgeschichte, Medikamenteneinnahme und Lebensstil
  • Blutuntersuchungen: Hormonstatus (FSH, LH, Östradiol, Progesteron, TSH, Prolaktin, Androgene)
  • Ultraschall (Sonographie) der Gebärmutter und Eiernähre zur Beurteilung anatomischer Veränderungen
  • Gynäkologische Untersuchung zum Ausschluss organischer Ursachen
  • Ggf. weiterführende Diagnostik wie MRT oder Hysteroskopie bei Verdacht auf strukturelle Veränderungen

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache und dem individuellen Leidensdruck der Patientin:

  • Hormontherapie: Einnahme von Gestagenen, kombinierten oralen Kontrazeptiva oder anderen Hormonen zur Zyklusregulierung
  • Behandlung der Grunderkrankung: z. B. Schilddrüsentherapie bei Hypothyreose, Metformin bei PCOS
  • Lebensstiländerungen: Gewichtsregulierung, Stressreduktion, Anpassung der sportlichen Belastung
  • Mikronährstoffversorgung: Ausgleich von Mängeln (z. B. Eisen, Vitamin D, B-Vitamine) zur Unterstützung der Hormonfunktion
  • Abwarten und Beobachten bei leichten, temporären Zyklusveränderungen ohne organische Ursache

Wann zum Arzt?

Frauen sollten ärztlichen Rat suchen, wenn:

  • der Zyklus regelmäßig mehr als 35 Tage beträgt oder kürzer als 21 Tage ist
  • die Menstruation länger als 7 Tage andauert
  • Zwischenblutungen häufig auftreten
  • die Menstruation mehrmals hintereinander ausbleibt
  • Zusätzliche Beschwerden wie starke Schmerzen, Gewichtsveränderungen oder Haarausfall auftreten

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / BfArM – ICD-10-GM Version 2024, Kapitel XIV: Krankheiten des Urogenitalsystems, N92.6
  2. Berek JS – Berek & Novak's Gynecology, 16th Edition. Wolters Kluwer, 2019.
  3. AWMF-Leitlinie – Zyklusstörungen und Amenorrhöe; Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), 2022.

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