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S83.5 – Verstauchung des Kniegelenks | ICD-10

S83.5 ist ein ICD-10-Diagnosecode für eine Verstauchung oder Zerrung des Kniegelenks. Er beschreibt Verletzungen der Bänder und Kapseln am Knie ohne knöcherne Beteiligung.

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Wissenswertes über "S83.5"

S83.5 ist ein ICD-10-Diagnosecode für eine Verstauchung oder Zerrung des Kniegelenks. Er beschreibt Verletzungen der Bänder und Kapseln am Knie ohne knöcherne Beteiligung.

S83.5 – Verstauchung und Zerrung des Kniegelenks

S83.5 ist ein diagnostischer Code aus dem ICD-10-Klassifikationssystem (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision). Er bezeichnet eine Verstauchung oder Zerrung des Kniegelenks, bei der die Bänder, die Gelenkkapsel oder umgebende Weichteile überdehnt oder teilweise eingerissen sind, ohne dass ein Knochenbruch vorliegt.

Ursachen

Verstauchungen und Zerrungen am Kniegelenk entstehen häufig durch:

  • Sportverletzungen: plötzliche Richtungswechsel, Drehbewegungen oder direkte Stöße beim Fußball, Basketball oder Skifahren
  • Sturzereignisse: Umknicken auf unebenem Untergrund
  • Verkehrsunfälle: direkte Krafteinwirkung auf das Knie
  • Überlastung: wiederholte Belastungen, die zu Mikrotraumen führen

Symptome

Typische Beschwerden bei einer Kniegelenkverstauchung umfassen:

  • Schmerzen im oder um das Kniegelenk, verstärkt bei Belastung oder Bewegung
  • Schwellung und Wärme im betroffenen Bereich
  • Blutergüsse (Hämatome) um das Kniegelenk
  • Bewegungseinschränkungen beim Beugen oder Strecken des Knies
  • Gefühl der Instabilität oder des "Wegknickens" des Kniegelenks

Diagnose

Die Diagnose einer Kniegelenkverstauchung (S83.5) erfolgt durch:

  • Klinische Untersuchung: Inspektion, Palpation und spezifische Funktionstest (z. B. Schubladentest, Lachman-Test) durch den Arzt
  • Bildgebende Verfahren: Röntgenaufnahmen zum Ausschluss von Knochenbrüchen; MRT (Magnetresonanztomographie) zur detaillierten Darstellung der Bänder und Weichteile
  • Ultraschall: zur Beurteilung von Bändern und Flüssigkeitsansammlungen im Gelenk

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Verletzung:

Konservative Therapie

  • PECH-Schema: Pause (Schonung), Eis (Kühlung), Compression (Bandagierung), Hochlagerung des betroffenen Beins
  • Schmerztherapie: nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen zur Schmerz- und Entzundungshemmung
  • Physiotherapie: gezielte Übungen zur Wiederherstellung von Kraft, Stabilität und Beweglichkeit
  • Orthesen und Bandagen: zur Stabilisierung des Kniegelenks während der Heilungsphase

Operative Therapie

Bei schwerem Bänderriss oder anhaltender Gelenkinstabilität kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein, z. B. eine arthroskopische Bänderrekonstruktion.

Prognose und Heilungsverlauf

Die Heilungsdauer hängt vom Ausmaß der Verletzung ab. Leichte Verstauchungen heilen in der Regel innerhalb weniger Wochen aus. Bei schwerwiegenden Bänderverletzungen kann die Rehabilitation mehrere Monate in Anspruch nehmen. Eine konsequente physiotherapeutische Begleitung ist entscheidend, um Rückfälle und chronische Instabilitäten zu vermeiden.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / BfArM: ICD-10-GM Version 2024, Kapitel XIX – Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98). www.bfarm.de
  2. Frosch, K. H. et al.: Kniebandverletzungen – Diagnostik und Therapie. Dtsch Arztebl Int 2023; 120: 139–148.
  3. World Health Organization (WHO): International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, 10th Revision (ICD-10). Geneva: WHO, 2019.

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