Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü
Premium Nahrungsergänzungsmittel | artgerecht

Efferenzen – Nervenbahnen vom Gehirn zum Körper

Efferenzen sind Nervenfasern, die Signale vom Gehirn oder Rückenmark zu Muskeln und Organen weiterleiten. Sie steuern motorische und vegetative Körperfunktionen.

Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen
Lexikon Navigation

Wissenswertes über "Efferenzen"

Efferenzen sind Nervenfasern, die Signale vom Gehirn oder Rückenmark zu Muskeln und Organen weiterleiten. Sie steuern motorische und vegetative Körperfunktionen.

Was sind Efferenzen?

Efferenzen (von lateinisch efferens = herausführend) bezeichnen in der Neuroanatomie und Neurophysiologie alle Nervenfasern oder Nervenbahnen, die Signale vom Zentralnervensystem (ZNS) weg zu einem Zielorgan leiten. Das Zielorgan kann ein Muskel, eine Drüse oder ein inneres Organ sein. Efferenzen bilden damit das Gegenstück zu den Afferenzen, die Signale aus der Peripherie zum ZNS transportieren.

Arten von Efferenzen

Somatomotorische Efferenzen

Diese Nervenfasern leiten Steuersignale vom Gehirn oder Rückenmark zu den Skelettmuskeln. Sie ermöglichen alle willkürlichen Bewegungen wie Gehen, Greifen oder Sprechen. Die entsprechenden Nervenzellen werden als Motoneuronen bezeichnet. Man unterscheidet:

  • Obere Motoneuronen (1. Motoneuron): Liegen im motorischen Kortex des Großhirns und senden Axone über die Pyramidenbahn nach unten.
  • Untere Motoneuronen (2. Motoneuron): Liegen im Vorderhorn des Rückenmarks oder in den Hirnnervenkernen und ziehen direkt zum Muskel.

Vegetative (autonome) Efferenzen

Das vegetative Nervensystem steuert unbewusste Körperfunktionen wie Herzschlag, Verdauung und Atmung. Auch hier existieren efferente Bahnen, die in zwei große Systeme unterteilt werden:

  • Sympathische Efferenzen: Aktivieren den Körper bei Stress oder Belastung (z. B. Steigerung der Herzfrequenz, Weitstellung der Pupillen).
  • Parasympathische Efferenzen: Fördern Erholung und Regeneration (z. B. Verlangsamung des Herzschlags, Förderung der Verdauung).

Vizerale Efferenzen

Vizerale efferente Fasern versorgen die glatte Muskulatur innerer Organe sowie Drüsen und regulieren so Sekretion und organische Bewegungsabläufe.

Efferenzen im Gehirn

Auch innerhalb des Gehirns selbst gibt es efferente Verbindungen. So senden bestimmte Hirnregionen wie der Kleinhirnkortex efferente Fasern zu anderen Hirnarealen oder zum Rückenmark, um Bewegungen zu koordinieren und zu regulieren. Im Rahmen der Sinnesverarbeitung kann der Begriff Efferenz auch auf Rückkopplungssignale vom Gehirn zu sensorischen Strukturen (z. B. zum Innenohr) angewendet werden, sogenannte eferente Hemmung.

Klinische Bedeutung

Störungen der efferenten Bahnen haben erhebliche klinische Konsequenzen. Je nachdem, welcher Teil des efferenten Systems betroffen ist, entstehen unterschiedliche Krankheitsbilder:

  • Schädigung oberer Motoneuronen: Spastische Lähmung, gesteigerte Eigenreflexe (z. B. bei Schlaganfall, Multipler Sklerose).
  • Schädigung unterer Motoneuronen: Schlaffe Lähmung, Muskelschwund (Atrophie), verminderte Reflexe (z. B. bei Poliomyelitis, amyotropher Lateralsklerose).
  • Schädigung vegetativer Efferenzen: Dysregulation von Blutdruck, Herzfrequenz, Blasenfunktion oder Darmtätigkeit (z. B. bei diabetischer Neuropathie).

Efferenz und Afferenz im Vergleich

Das Nervensystem arbeitet in einem ständigen Wechselspiel zwischen eingehenden (afferenten) und ausgehenden (efferenten) Signalen. Während Afferenzen sensorische Informationen aus der Umwelt und dem Körperinneren zum ZNS leiten, ermöglichen Efferenzen die motorische und regulatorische Antwort des Organismus. Dieses Prinzip gilt sowohl für das periphere als auch für das zentrale Nervensystem.

Quellen

  1. Trepel, M. - Neuroanatomie: Struktur und Funktion. 7. Auflage. Urban und Fischer Verlag, München, 2021.
  2. Kandel, E. R. et al. - Principles of Neural Science. 6. Auflage. McGraw-Hill Education, New York, 2021.
  3. Schmidt, R. F.; Lang, F.; Heckmann, M. - Physiologie des Menschen. 31. Auflage. Springer Medizin, Heidelberg, 2017.

Meistgekaufte Produkte

natural iron supplement premium plantderived mineralcomplex?ts=1751927698

Durchschnittliche Bewertung von 4.94 von 5 Sternen

Natural Iron CLN® | Eisen Komplex
Speziell formuliert für Deinen Eisenhaushalt mit pflanzlichem Curryblatt-Eisen, Lactoferrin CLN® und natürlichem Vitamin C
UV-Glas
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Ohne Zusatzstoffe
Kölner Liste
Glutenfrei
Laktosefrei
30 Kapseln
30 Kapseln
Regulärer Preis: 35,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.
lactoferrin kapseln 60 premium eisenbindung immunschutz laktosefrei milch?ts=1751997240

Durchschnittliche Bewertung von 4.85 von 5 Sternen

Lactoferrin CLN® 400 mg (60 Stk.)

Der universelle Immunschutz

Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
UV-Glas
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Ohne Zusatzstoffe
Kölner Liste
Laktosefrei
Höchste Reinheit
60 Kapseln
60 Kapseln
Regulärer Preis: 59,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.
floral fresh mint kapseln?ts=1726594235

Durchschnittliche Bewertung von 4.96 von 5 Sternen

Floral | Probiotische Zahnprophylaxe

Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege

Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Laborgeprüft
Ohne Gentechnik
Kölner Liste
Laktosefrei
Zahnfreundlich
Höchste Reinheit
30 Lutschtabletten
Regulärer Preis: 22,90 €
Produkt Anzahl: Gib den gewünschten Wert ein oder benutze die Schaltflächen um die Anzahl zu erhöhen oder zu reduzieren.

Die neusten Einträge

3 Beiträge in dieser Lexikon Kategorie

Migräne aura

Die Miräne Aura ist eine vorübergehende neurologische Störung, die bei manchen Migränepatienten vor oder während des Kopfschmerzes auftritt.

Filoviridae

Filoviridae sind eine Familie fadenförmiger RNA-Viren, zu der das Ebola- und das Marburg-Virus gehören. Sie verursachen schwere hämorrhagische Fieber mit hoher Sterblichkeit.

Bundibugyo-Ebolavirus

Das Bundibugyo-Ebolavirus (BDBV) ist eine von mehreren Spezies des Ebolavirus und verursacht das Bundibugyo-Ebola-Viruskrankheit, eine schwere hämorrhagische Fiebererkrankung.

Verwandte Suchbegriffe: Efferenzen