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Exulzeration – Ursachen, Symptome & Behandlung

Exulzeration bezeichnet die Entstehung einer offenen Wunde oder eines Geschwürs durch Gewebszerfall. Sie tritt bei chronischen Erkrankungen, Tumoren oder Hautschäden auf.

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Wissenswertes über "Exulzeration"

Exulzeration bezeichnet die Entstehung einer offenen Wunde oder eines Geschwürs durch Gewebszerfall. Sie tritt bei chronischen Erkrankungen, Tumoren oder Hautschäden auf.

Was ist Exulzeration?

Exulzeration bezeichnet den Prozess, bei dem Gewebe zerfällt und eine offene, meist schlecht heilende Wunde – ein sogenanntes Ulkus (Geschwür) – entsteht. Der Begriff leitet sich vom lateinischen ulcus (Geschwür) ab. Eine exulzerierte Wunde ist durch den Verlust der Hautoberfläche oder tieferer Gewebsschichten gekennzeichnet und kann mit Entzündung, Sekretion und Nekrose einhergehen.

Ursachen

Exulzerationen können durch eine Vielzahl von Erkrankungen und Schädigungen entstehen:

  • Tumoren: Bösartige Tumoren (z. B. Hautkrebs, Brustkrebs) können in die Haut einwachsen und zu exulzerierten, offenen Wunden führen – sogenannte tumorbedingte Exulzerationen.
  • Chronische Wunden: Dekubitus (Druckgeschwür), diabetisches Fußsyndrom oder venöse Ulzera können exulzerieren.
  • Entzündliche Erkrankungen: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn) können zur Exulzeration der Schleimhaut führen.
  • Infektionen: Bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen können Gewebszerfall und Geschwürbildung auslösen.
  • Durchblutungsstörungen: Mangeldurchblutung führt zu Gewebsnekrose und Geschwürbildung.
  • Strahlentherapie oder Chemotherapie: Als Nebenwirkung können Schleimhäute oder Haut exulzerieren.

Symptome

Die klinischen Zeichen einer Exulzeration sind abhängig von der Ursache und dem betroffenen Gewebe, umfassen jedoch häufig:

  • Offene, nicht heilende Wunden oder Geschwüre
  • Wundsekretion (serös, eitrig oder blutig)
  • Schmerzen im betroffenen Bereich
  • Rötung, Schwellung und Entzündungszeichen am Wundrand
  • Unangenehmer Geruch durch bakterielle Besiedlung oder Nekrose
  • Gewebszerfall (Nekrose) im Wundbereich

Diagnose

Die Diagnose einer Exulzeration erfolgt in der Regel klinisch durch die Inspektion der betroffenen Wunde. Weitere diagnostische Maßnahmen können sein:

  • Biopsie: Gewebeentnahme zur histologischen Untersuchung, besonders bei Verdacht auf tumorbedingte Exulzeration.
  • Wundabstrich: Mikrobiologische Untersuchung zur Identifikation von Erregern.
  • Bildgebung: Ultraschall, CT oder MRT zur Beurteilung der Tiefe und Ausdehnung des Befundes.
  • Laboruntersuchungen: Blutbild, Entzündungsmarker (z. B. CRP) zur Einschätzung des Ausmaßes der systemischen Entzündung.

Behandlung

Die Behandlung der Exulzeration richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache sowie dem Zustand der Wunde:

Lokale Wundversorgung

  • Reinigung der Wunde und Entfernung von nekrotischem Gewebe (Debridement)
  • Einsatz geeigneter Wundverbände (z. B. hydrokolloide, alginate oder silberhaltige Verbände)
  • Feuchte Wundbehandlung zur Förderung der Heilung
  • Geruchskontrolle durch spezielle Verbände bei infizierter oder nekrotischer Wunde

Systemische Therapie

  • Antibiotika bei bakterieller Superinfektion
  • Tumorbehandlung (Operation, Bestrahlung, Systemtherapie) bei malignen Exulzerationen
  • Optimierung der Grunderkrankung (z. B. Blutzuckereinstellung bei diabetischen Wunden, Kompressionstherapie bei venösen Ulzera)

Palliative Wundversorgung

Bei nicht heilbaren Ursachen (z. B. fortgeschrittener Tumor) steht die Linderung von Beschwerden im Vordergrund: Schmerzreduktion, Geruchskontrolle und Erhalt der Lebensqualität sind die primären Ziele der palliativen Wundversorgung.

Quellen

  1. Dissemond, J. et al. – Moderne Wundversorgung. Springer Medizin Verlag, 7. Auflage, 2018.
  2. European Wound Management Association (EWMA) – Wound Bed Preparation in Practice. EWMA Position Document, 2004. Verfügbar unter: https://ewma.org
  3. World Health Organization (WHO) – Palliative Care: Symptom Management and End-of-Life Care. WHO Integrated Management of Adolescent and Adult Illness, 2004. Verfügbar unter: https://www.who.int

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