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H60.3 – Diffuse Otitis externa: Ursachen & Therapie

H60.3 ist der ICD-10-Code für die diffuse Otitis externa, eine weit verbreitete Entzündung des äußeren Gehörgangs. Sie verursacht Schmerzen, Juckreiz und Ausfluss aus dem Ohr.

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Wissenswertes über "H60.3"

H60.3 ist der ICD-10-Code für die diffuse Otitis externa, eine weit verbreitete Entzündung des äußeren Gehörgangs. Sie verursacht Schmerzen, Juckreiz und Ausfluss aus dem Ohr.

Was ist H60.3 – Diffuse Otitis externa?

H60.3 ist der Diagnosecode nach ICD-10-GM für die diffuse Otitis externa, eine ausgedehnte Entzündung der Haut des äußeren Gehörgangs. Im Gegensatz zur umschriebenen Form (Furunkel) betrifft diese Erkrankung den gesamten Gehörgang und geht häufig mit starken Schmerzen einher. Sie wird umgangssprachlich auch als „Badeohr“ oder „Schwimmerohr“ bezeichnet.

Ursachen

Die diffuse Otitis externa entsteht meist durch eine Kombination aus Feuchtigkeit, mechanischer Reizung und Infektion. Zu den häufigsten Auslösern gehören:

  • Häufiger Kontakt mit Wasser (z. B. Schwimmen, Tauchen)
  • Verletzungen durch Wattestäbchen oder andere Gegenstände im Ohr
  • Bakterielle Infektionen, am häufigsten durch Pseudomonas aeruginosa oder Staphylococcus aureus
  • Pilzinfektionen (Otomykose), insbesondere durch Aspergillus- oder Candida-Arten
  • Hauterkrankungen wie Ekzem, Psoriasis oder Seborrhö
  • Verwendung von Hörgeräten oder In-Ear-Kopfhörern
  • Allergie auf Kosmetika, Haarspray oder Ohrtropfen

Symptome

Die Beschwerden bei einer diffusen Otitis externa können von leicht bis sehr stark ausgepägt sein. Typische Symptome sind:

  • Schmerzen im Ohr, besonders beim Ziehen an der Ohrmuschel oder beim Kauen
  • Juckreiz und Brennen im Gehörgang
  • Rötung und Schwellung der Gehörgangshaut
  • Ausfluss aus dem Ohr (seroes, eitrig oder schleimig)
  • Gefühl der Ohnmacht oder Verstopfung im Ohr
  • Vorübergehende Hörminderung durch Schwellung oder Sekret
  • In schweren Fällen: Fieber und Lymphknotenschwellung

Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) gestellt. Die Untersuchung umfasst:

  • Otoskopie: Betrachtung des Gehörgangs mit einem Otoskop zur Beurteilung von Rötung, Schwellung und Ausfluss
  • Abstrich und mikrobiologische Untersuchung bei therapieresistenten oder rezidivierenden Fällen
  • Ausschluss einer Otitis media (Mittelohrentzündung) durch Beurteilung des Trommelfells

Behandlung

Medikamentöse Therapie

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und dem Erreger der Entzündung:

  • Lokale Antibiotika in Form von Ohrentropfen (z. B. Ciprofloxacin, Neomycin) bei bakterieller Infektion
  • Lokale Antimykotika (z. B. Clotrimazol) bei Pilzbefall
  • Kortikosteroide lokal zur Linderung von Entzündung und Juckreiz
  • Analgetika wie Ibuprofen oder Paracetamol zur Schmerzlinderung
  • Bei schwerer Infektion: systemische Antibiotika

Allgemeine Maßnahmen

  • Ohr trocken halten und Wasser vermeiden
  • Auf Wattestäbchen und andere Gegenstände im Ohr verzichten
  • Gehörschutz beim Schwimmen verwenden
  • Hörgeräte während der Behandlung möglichst nicht tragen

Prognose

Bei konsequenter Behandlung heilt die diffuse Otitis externa in der Regel innerhalb von 7 bis 14 Tagen vollständig ab. Ohne Therapie oder bei wiederholter Exposition gegenüber Auslösern kann die Erkrankung chronisch werden. Bei Patienten mit Diabetes mellitus oder Immunschwäche kann es zu einer gefährlichen Komplikation kommen: der malignen Otitis externa, die eine intensive Behandlung erfordert.

Quellen

  1. Rosenfeld RM et al. – Clinical Practice Guideline: Acute Otitis Externa. Otolaryngology – Head and Neck Surgery, 2014.
  2. Deutscher Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) – ICD-10-GM Version 2024, Kapitel H60.3.
  3. Schaefer P, Baugh RF – Acute Otitis Externa: An Update. American Family Physician, 2012;86(11):1055–1061.

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