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K29.5 Chronische Gastritis – Ursachen & Therapie

K29.5 ist der ICD-10-Code für chronische Gastritis – eine lang anhaltende Entzündung der Magenschleimhaut. Sie kann Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit und Blähungen verursachen.

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Wissenswertes über "K29.5"

K29.5 ist der ICD-10-Code für chronische Gastritis – eine lang anhaltende Entzündung der Magenschleimhaut. Sie kann Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit und Blähungen verursachen.

Was ist K29.5 – Chronische Gastritis?

K29.5 ist der Diagnosecode nach ICD-10 für die chronische Gastritis – eine lang anhaltende, oft schleichend verlaufende Entzündung der Magenschleimhaut (Mukosa). Im Gegensatz zur akuten Gastritis entwickelt sich die chronische Form über Monate oder Jahre und bleibt häufig zunächst unbemerkt. Je nach Ursache und Verlauf kann sie zu strukturellen Veränderungen der Magenschleimhaut führen und das Risiko für Magengeschwüre oder in seltenen Fällen für Magenkrebs erhöhen.

Ursachen

Die chronische Gastritis kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten sind:

  • Helicobacter-pylori-Infektion (Typ B): Das Bakterium Helicobacter pylori ist die häufigste Ursache der chronischen Gastritis weltweit. Es besiedelt die Magenschleimhaut und löst eine dauerhafte Entzündungsreaktion aus.
  • Autoimmunerkrankung (Typ A): Das Immunsystem greift irrtümlich die eigenen Magenschleimhautzellen an. Diese Form ist seltener und kann zu einem Vitamin-B12-Mangel führen (perniziöse Anämie).
  • Chemisch-toxische Einflüsse (Typ C): Regelmäßige Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac, übermäßiger Alkoholkonsum oder Gallensäurerückfluss können die Magenschleimhaut dauerhaft reizen.
  • Weitere Faktoren: Stress, ungesunde Ernährung, Rauchen sowie seltene Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie können ebenfalls beteiligt sein.

Symptome

Viele Betroffene mit chronischer Gastritis haben zunächst keine oder nur unspezifische Beschwerden. Mögliche Symptome sind:

  • Dumpfes oder brennendes Gefühl im Oberbauch
  • Übelkeit, gelegentliches Erbrechen
  • Frühzeitiges Sättigungsgefühl
  • Aufsтоßen, Blähungen
  • Appetitlosigkeit
  • In schweren Fällen: Blut im Stuhl (teerfarbener Stuhl) als Zeichen einer Magenblutung

Diagnose

Die Diagnose einer chronischen Gastritis erfolgt in der Regel durch mehrere Untersuchungen:

  • Magenspiegelung (Gastroskopie): Visuelle Beurteilung der Magenschleimhaut und Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) zur feingeweblichen Untersuchung.
  • Histologische Untersuchung: Analyse der Biopsieproben unter dem Mikroskop zur Bestimmung des Entzündungsmusters und Ausschlusses von Veränderungen.
  • Helicobacter-pylori-Nachweis: Mittels Atemtest (13C-Harnstoff-Atemtest), Stuhltest, Bluttest oder Biopsie.
  • Blutuntersuchung: Prüfung auf Autoantikörper (bei Typ-A-Gastritis) sowie auf Vitamin-B12-Spiegel und Blutbild.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache:

Helicobacter-pylori-Eradikation

Bei nachgewiesener Helicobacter-pylori-Infektion erfolgt eine Eradikationstherapie mit einer Kombination aus Antibiotika (z. B. Amoxicillin, Clarithromycin) und einem Protonenpumpenhemmer (PPI) über 7–14 Tage.

Protonenpumpenhemmer (PPI)

Medikamente wie Omeprazol oder Pantoprazol hemmen die Säureproduktion im Magen und fördern die Heilung der Schleimhaut.

Allgemeine Maßnahmen

  • Vermeidung von magenschleimhautreizenden Substanzen (NSAR, Alkohol, Nikotin)
  • Anpassung der Ernährung: kleine, regelmäßige Mahlzeiten, Vermeidung von stark fetthaltigen oder scharfen Speisen
  • Stressreduktion

Autoimmun-Gastritis

Bei der Typ-A-Gastritis steht die Behandlung eines bestehenden Vitamin-B12-Mangels im Vordergrund, oft durch regelmäßige Vitamin-B12-Injektionen.

Verlauf und Prognose

Bei konsequenter Behandlung der Ursache – insbesondere nach erfolgreicher Eradikation von Helicobacter pylori – kann sich die Magenschleimhaut erholen und die Entzündung abklingen. Unbehandelt kann die chronische Gastritis zu Magengeschwüren, atrophischen Veränderungen oder selten zu Magenkrebs führen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind daher wichtig.

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Gastritis – Informationen zur Diagnostik und Therapie. Berlin, 2022.
  2. Madisch A. et al.: Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit. Zeitschrift für Gastroenterologie, 2016.
  3. World Health Organization (WHO): ICD-10 Classification of Mental and Behavioural Disorders – K29.5 Chronic Gastritis. Genf, 2019.

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