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M60.0 – Infektiöse Myositis: Ursachen & Therapie

M60.0 bezeichnet die infektiöse Myositis – eine entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur, die durch Bakterien, Viren oder andere Erreger verursacht wird.

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Wissenswertes über "M60.0"

M60.0 bezeichnet die infektiöse Myositis – eine entzündliche Erkrankung der Skelettmuskulatur, die durch Bakterien, Viren oder andere Erreger verursacht wird.

Was ist M60.0 – Infektiöse Myositis?

Der ICD-10-Code M60.0 steht für die infektiöse Myositis, eine Entzündung der Skelettmuskulatur, die durch Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten ausgelöst wird. Die Erkrankung kann einzelne Muskeln oder Muskelgruppen betreffen und von leichten Beschwerden bis hin zu schweren, lebensbedrohlichen Verläufen reichen.

Ursachen

Die infektiöse Myositis kann durch verschiedene Erreger verursacht werden:

  • Bakterien: Staphylococcus aureus (häufigster Erreger der eitrigen Myositis), Streptokokken, Clostridien
  • Viren: Influenzaviren, Coxsackieviren, HIV, SARS-CoV-2
  • Parasiten: Trichinella spiralis (Trichinose), Toxoplasma gondii
  • Pilze: Candida-Arten (selten, meist bei Immunschwäche)

Begünstigende Faktoren sind ein geschwächtes Immunsystem, Diabetes mellitus, intravenöser Drogenkonsum, Traumata oder Operationen an der Muskulatur.

Symptome

Die Symptome der infektiösen Myositis können je nach Erreger und Schweregrad variieren:

  • Lokaler Muskelschmerz, Schwellung und Übewärmung
  • Muskelschwäche und eingeschränkte Beweglichkeit
  • Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
  • Rötung der Haut über dem betroffenen Muskel
  • Im schweren Verlauf: Abszessbildung, Sepsis

Diagnose

Die Diagnose wird anhand verschiedener Untersuchungen gesichert:

  • Blutuntersuchung: Erhöhte Entzündungsparameter (CRP, BSG), erhöhte Muskelenzyme (Kreatinkinase, Laktatdehydrogenase)
  • Bildgebung: Ultraschall, MRT (Magnetresonanztomographie) zur Darstellung von Entzündung und Abszessen
  • Erregernachweis: Blutkultur, Abstrich oder Biopsie des betroffenen Gewebes zur mikrobiologischen Untersuchung
  • Serologie: Nachweis von Antikörpern bei Verdacht auf virale oder parasitäre Ursachen

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach dem verursachenden Erreger:

  • Bakterielle Myositis: Antibiotika (z. B. Penicillin, Flucloxacillin, Clindamycin), bei Abszessen chirurgische Drainage
  • Virale Myositis: Meist symptomatische Behandlung mit Schmerzlinderung und Bettruhe; bei bestimmten Viren antivirale Medikamente
  • Parasitäre Myositis: Antiparasitäre Medikamente (z. B. Albendazol bei Trichinose)
  • Pilzmyositis: Antimykotika (z. B. Fluconazol, Amphotericin B)

Bei schweren Verläufen ist eine stationäre Behandlung, gegebenenfalls auf einer Intensivstation, erforderlich.

Prognose

Bei frühzeitiger Diagnose und gezielter Therapie ist die Prognose der infektiösen Myositis in der Regel gut. Schwere oder unbehandelte Fälle können jedoch zu dauerhaften Muskelschäden oder lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Sepsis führen.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI): ICD-10-GM Version 2024 – M60.0 Infektiöse Myositis.
  2. Crum-Cianflone NF. "Bacterial, Fungal, Parasitic, and Viral Myositis." Clinical Microbiology Reviews, 2008; 21(3):473–494.
  3. Robert Koch-Institut (RKI): Informationen zu Muskelerkrankungen und infektiösen Erregern, www.rki.de.

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