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Das Pleuramesotheliom ist ein seltener, bösartiger Tumor der Pleura (Brustfell). Es entsteht meist durch langjährige Asbestexposition und wird häufig erst spät diagnostiziert.
Das Pleuramesotheliom ist ein seltener, bösartiger Tumor der Pleura (Brustfell). Es entsteht meist durch langjährige Asbestexposition und wird häufig erst spät diagnostiziert.
Das Pleuramesotheliom ist ein seltener, aber aggressiver bösartiger Tumor, der von den Mesothelzellen der Pleura – dem Brustfell, das die Lunge und den Brustraum auskleidet – ausgeht. Es handelt sich um die häufigste Form des Mesothelioms und macht rund 80 % aller Mesotheliomfälle aus. Aufgrund seiner langen Latenzzeit von 20 bis 50 Jahren nach der auslösenden Exposition wird die Erkrankung oft erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt.
Die mit Abstand häufigste Ursache des Pleuramesothelioms ist die Exposition gegenüber Asbestfasern. Asbest wurde bis in die 1990er Jahre in der Bauindustrie, im Schiffbau und in anderen Industriezweigen weit verbreitet eingesetzt. Die eingeatmeten Fasern lagern sich im Brustfell ab und verursachen chronische Entzündungen, die im Laufe der Jahrzehnte zur malignen Transformation führen können.
Die Symptome des Pleuramesothelioms entwickeln sich schleichend und sind zunächst oft unspezifisch, was die frühe Diagnose erschwert:
Die Diagnose eines Pleuramesothelioms erfordert mehrere Untersuchungsschritte:
Eine Computertomographie (CT) des Brustkorbs ist die wichtigste Erstuntersuchung und zeigt typischerweise einen Pleuraerguss, pleurale Verdickungen oder Plaques. Die MRT und PET-CT liefern ergänzende Informationen zur Tumorausdehnung und möglichen Metastasen.
Die Sicherung der Diagnose erfolgt durch eine Gewebeentnahme (Biopsie), meist mittels videoassistierter Thorakoskopie (VATS). Die histologische Untersuchung unterscheidet drei Hauptsubtypen:
Tumormarker wie Mesothelinpeptide (SMRP) und Fibulin-3 im Blut können als unterstützende Marker herangezogen werden, ersetzen jedoch nicht die histologische Sicherung.
Die Stadieneinteilung des Pleuramesothelioms erfolgt nach dem TNM-System (Tumor, Lymphknoten, Metastasen) der AJCC/UICC. Die Stadien I bis IV beschreiben die lokale Tumorausdehnung bis hin zu Fernmetastasen. Das Stadium bei Erstdiagnose beeinflusst die Therapieentscheidung und die Prognose maßgeblich.
Die Behandlung des Pleuramesothelioms ist multimodal und richtet sich nach Stadium, Subtyp sowie dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.
Die Standarderstlinientherapie ist eine Kombination aus Cisplatin und Pemetrexed. Diese Kombination verlängert das mediane Überleben im Vergleich zur Monotherapie signifikant. Folsäure und Vitamin B12 werden begleitend zur Reduktion der Toxizität verabreicht.
Die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab (Checkpoint-Inhibitoren) hat in der CheckMate-743-Studie eine signifikante Überlebensverlängerung gegenüber der Chemotherapie gezeigt und ist als Erstlinientherapie zugelassen, insbesondere für den nicht-epitheloiden Subtyp.
Operative Eingriffe wie die pleurektomische Dekortikation (P/D) oder die radikalere extrapleurale Pneumonektomie (EPP) werden in ausgewählten Fällen im Frühstadium in spezialisierten Zentren durchgeführt. Das Ziel ist die makroskopisch vollständige Resektion des Tumors.
Die Strahlentherapie wird vor allem adjuvant nach einer Operation sowie zur Schmerzlinderung (palliativ) eingesetzt. Die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) ermöglicht eine präzisere Dosisapplikation.
Bei fortgeschrittenem Mesotheliom steht die Lebensqualität im Vordergrund. Dazu gehören regelmäßige Pleurapunktionen oder die Anlage eines Pleuradauerkatheters zur Druckentlastung bei rezidivierenden Pleuraergüssen sowie eine adäquate Schmerztherapie.
Die Prognose des Pleuramesothelioms ist insgesamt ungünstig. Das mediane Überleben beträgt je nach Subtyp und Stadium 9 bis 18 Monate. Der epitheloide Subtyp und ein frühes Erkrankungsstadium sind mit besseren Überlebensraten assoziiert. Aktuelle Fortschritte in der Immuntherapie verbessern die Prognose für einen Teil der Patienten.
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