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Rektumpolyp: Ursachen, Symptome und Behandlung

Ein Rektumpolyp ist eine gutartige Gewebewucherung im Mastdarm. Bestimmte Typen können sich zu Darmkrebs entwickeln und sollten daher frühzeitig entfernt werden.

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Wissenswertes über "Rektumpolyp"

Ein Rektumpolyp ist eine gutartige Gewebewucherung im Mastdarm. Bestimmte Typen können sich zu Darmkrebs entwickeln und sollten daher frühzeitig entfernt werden.

Was ist ein Rektumpolyp?

Ein Rektumpolyp ist eine Gewebewucherung, die von der Schleimhaut des Rektums (Mastdarms) ausgeht. Das Rektum ist der letzte Abschnitt des Dickdarms, der etwa 15 bis 20 cm lang ist und kurz vor dem After endet. Polypen können flach (sessil) oder gestielt (mit einem dünnen Stiel) auftreten und sind in den meisten Fällen zunächst gutartig. Da bestimmte Polypentypen jedoch das Potenzial haben, sich im Laufe der Zeit in Dickdarmkrebs (kolorektales Karzinom) umzuwandeln, ist eine frühzeitige Diagnose und Entfernung wichtig.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Rektumpolypen sind nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch eine Reihe von bekannten Risikofaktoren:

  • Alter: Das Risiko steigt ab dem 50. Lebensjahr deutlich an.
  • Genetische Veranlagung: Familiäre Erkrankungen wie die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) oder das Lynch-Syndrom erhöhen das Risiko erheblich.
  • Ernährung: Eine fett- und fleischreiche Ernährung mit wenig Ballaststoffen gilt als begünstigend.
  • Übergewicht und Bewegungsmangel: Ein erhöhter Body-Mass-Index (BMI) und körperliche Inaktivität sind mit einem höheren Polypenrisiko assoziiert.
  • Rauchen und Alkohol: Beide Faktoren erhöhen das Risiko für die Entstehung von Polypen.
  • Entzündliche Darmerkrankungen: Chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können die Entstehung von Polypen begünstigen.

Typen von Rektumpolypen

Polypen im Rektum werden nach ihrer Gewebestruktur in verschiedene Typen eingeteilt:

  • Adenomatöse Polypen (Adenome): Dies ist der häufigste Typ mit dem höchsten Entartungsrisiko. Man unterscheidet tubuläre, villöse und tubulovillöse Adenome. Villöse Adenome haben das höchste Krebsrisiko.
  • Hyperplastische Polypen: Diese sind in der Regel gutartig und haben ein sehr geringes Entartungsrisiko.
  • Serrierte Adenome: Eine Untergruppe mit erhöhtem Krebsrisiko, die besonderer Aufmerksamkeit bedarf.
  • Entzündliche Polypen (Pseudopolypen): Entstehen als Reaktion auf chronische Entzündungen der Darmschleimhaut.
  • Hamartomatöse Polypen: Kommen vor allem bei genetischen Syndromen wie dem Peutz-Jeghers-Syndrom vor.

Symptome

Rektumpolypen verursachen häufig keine Beschwerden und werden zufällig bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. In einigen Fällen können jedoch folgende Symptome auftreten:

  • Blut im Stuhl oder auf dem Toilettenpapier (rektale Blutung)
  • Veränderungen der Stuhlgewohnheiten (Durchfall oder Verstopfung)
  • Schleimabgang beim Stuhlgang
  • Gefühl der unvollständigen Entleerung
  • Selten: krampfartige Bauchschmerzen

Da diese Symptome auch auf andere Erkrankungen hinweisen können, sollte bei deren Auftreten stets ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnose

Die zuverlässigste Methode zur Diagnose von Rektumpolypen ist die Koloskopie (Darmspiegelung). Dabei wird ein dünnes, flexibles Endoskop durch den After eingeführt, um die Darmschleimhaut direkt zu beurteilen. Im Rahmen dieser Untersuchung können Polypen gleichzeitig entfernt und zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) eingesandt werden.

Weitere diagnostische Verfahren umfassen:

  • Rektoskopie: Spiegelung des unteren Darmabschnitts.
  • Sigmoidoskopie: Untersuchung des Sigmas und des Rektums.
  • Virtuelle Kolonoskopie (CT-Kolonographie): Bildgebung des Dickdarms mittels Computertomographie.
  • Stuhltest auf okkultes Blut: Als Screening-Methode, aber nicht ausreichend zur definitiven Diagnose.

Behandlung

Die Standardbehandlung bei Rektumpolypen ist die endoskopische Entfernung (Polypektomie) im Rahmen einer Koloskopie. Je nach Größe und Art des Polypen stehen verschiedene Techniken zur Verfügung:

  • Schlingenpolypektomie: Der Polyp wird mit einer Drahtschlinge abgetragen. Häufig unter Verwendung von elektrischem Strom (Hochfrequenzstrom).
  • Mukosektomie (EMR): Endoskopische Mukosaresektion bei flachen oder breitbasigen Polypen.
  • Endoskopische Submukosadissektion (ESD): Für größere, flache Polypen oder bei Verdacht auf frühe Krebsveränderungen.
  • Chirurgische Resektion: Bei sehr großen oder nicht endoskopisch entfernbaren Polypen kann eine Operation notwendig sein.

Nach der Entfernung wird das entnommene Gewebe histologisch untersucht, um festzustellen, ob es sich um ein benignes oder malignes Geschehen handelt. Abhängig vom Ergebnis werden weitere Kontrollkoloskopien in bestimmten Abständen empfohlen.

Vorsorge und Nachsorge

Da Rektumpolypen häufig symptomlos sind, spielt die Krebsvorsorge eine entscheidende Rolle. In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf eine Vorsorgekoloskopie. Bei familiärer Vorbelastung oder genetischen Risikosyndromen wird eine frühere und regelmäßigere Untersuchung empfohlen.

Nach der Entfernung eines Polypen sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig, da das Risiko für neue Polypen erhöht ist. Die Abstände zwischen den Kontrollkoloskopien richten sich nach Anzahl, Größe und Histologie der entfernten Polypen.

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Krebs in Deutschland - Darmkrebs, aktuelle Ausgabe. Berlin: RKI.
  2. Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, Deutschen Krebsgesellschaft und Deutschen Krebshilfe: S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, Version 2.1 (2019). AWMF-Registernummer: 021-007OL.
  3. Tanaka S. et al. - JGES guidelines for colorectal endoscopic submucosal dissection/endoscopic mucosal resection. Digestive Endoscopy, 2020.

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