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Scharlach Symptome – Ausschlag, Fieber & Anzeichen

Scharlach ist eine bakterielle Infektionskrankheit mit typischen Symptomen wie Halsschmerzen, Fieber und einem charakteristischen Hautausschlag. Erfahren Sie, woran man Scharlach erkennt.

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Wissenswertes über "scharlach symptome"

Scharlach ist eine bakterielle Infektionskrankheit mit typischen Symptomen wie Halsschmerzen, Fieber und einem charakteristischen Hautausschlag. Erfahren Sie, woran man Scharlach erkennt.

Was ist Scharlach?

Scharlach ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Gruppe-A-Streptokokken (Streptococcus pyogenes) verursacht wird. Die Erkrankung betrifft vor allem Kinder zwischen 5 und 15 Jahren, kann aber auch Erwachsene treffen. Scharlach ist meldepflichtig und gut mit Antibiotika behandelbar.

Typische Symptome von Scharlach

Die Symptome von Scharlach entwickeln sich meist 2 bis 5 Tage nach der Ansteckung und sind oft sehr charakteristisch. Zu den wichtigsten Krankheitszeichen gehören:

Frühsymptome

  • Plötzlich hohes Fieber (oft über 39 °C)
  • Starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen, besonders bei Kindern
  • Bauchschmerzen

Charakteristischer Scharlach-Ausschlag

Ein besonders typisches Merkmal ist der sogenannte Scharlach-Ausschlag. Dieser erscheint meist 12 bis 48 Stunden nach Beginn der Erkrankung:

  • Feinfleckiger, roter Ausschlag, der sich wie Sandpapier anfühlt
  • Beginnt häufig in der Leistenregion oder an den Achseln und breitet sich auf den Rumpf und die Gliedmaßen aus
  • Das Gesicht ist oft gerötet, während der Bereich um den Mund blass bleibt (sog. blasses Munddreieck)
  • In den Hautfalten (z. B. Ellenbeugen) bilden sich charakteristische dunkle Linien (sog. Pastia-Linien)

Typische Veränderungen im Mundraum

  • Himbeerzunge: Zunächst weißlich belegte, später leuchtend rote, geschwollene Zunge
  • Geröteter Rachen und geschwollene Mandeln, oft mit weißlichem Belag
  • Geschwollene Lymphknoten am Hals

Weitere Symptome

  • Allgemeines Krankheitsgefühl und Abgeschlagenheit
  • Nach Abklingen des Ausschlags häufig Hautschuppung an Handflächen und Fußsohlen

Ursachen und Übertragung

Scharlach wird durch Gruppe-A-Streptokokken ausgelöst, die ein spezielles Toxin (Erythrotoxin) produzieren, das für den typischen Ausschlag verantwortlich ist. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen) oder durch direkten Kontakt mit infizierten Personen. Selten kann eine Übertragung über kontaminierte Gegenstände oder Lebensmittel erfolgen.

Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel durch einen Arzt anhand des klinischen Bildes gestellt. Zur Sicherung der Diagnose stehen folgende Methoden zur Verfügung:

  • Rachenabstrich: Ein Schnelltest oder eine Laborkultur kann den Erreger nachweisen
  • Blutuntersuchung: Erhöhte Entzündungswerte (CRP, BSG) und erhöhte Antikörperwerte gegen Streptokokken

Behandlung

Scharlach wird mit Antibiotika behandelt, in der Regel mit Penicillin oder, bei Unverträglichkeit, mit Amoxicillin oder Erythromycin. Die Behandlung dauert üblicherweise 10 Tage. Eine vollständige Einnahme des Antibiotikums ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden, wie z. B.:

  • Rheumatisches Fieber
  • Nierenentzündung (Post-Streptokokken-Glomerulonephritis)
  • Mittelohrentzündung

Begleitend helfen Bettruhe, ausreichend Flüssigkeit und fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol. Nach Beginn der Antibiotikatherapie sind Betroffene in der Regel nach 24 Stunden nicht mehr ansteckend.

Wann zum Arzt?

Bei Verdacht auf Scharlach, insbesondere bei einem Kind mit hohem Fieber, starken Halsschmerzen und einem typischen Ausschlag, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Ohne Behandlung kann Scharlach zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Steckbrief Scharlach. Verfügbar unter: https://www.rki.de
  2. World Health Organization (WHO): Streptococcal diseases. Verfügbar unter: https://www.who.int
  3. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI): Streptokokken-Infektionen, 2022.

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