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Vitamin D Überdosierung – Symptome & Behandlung

Eine Vitamin-D-Überdosierung entsteht durch zu hohe Supplementierung und kann zu gefährlich erhöhten Kalziumwerten im Blut führen. Symptome sind Übelkeit, Schwindel und im schlimmsten Fall Nierenschäden.

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Wissenswertes über "Vitamin D Überdosierung"

Eine Vitamin-D-Überdosierung entsteht durch zu hohe Supplementierung und kann zu gefährlich erhöhten Kalziumwerten im Blut führen. Symptome sind Übelkeit, Schwindel und im schlimmsten Fall Nierenschäden.

Was ist eine Vitamin-D-Überdosierung?

Eine Vitamin-D-Überdosierung (medizinisch: Hypervitaminose D) tritt auf, wenn über einen längeren Zeitraum zu hohe Mengen an Vitamin D eingenommen werden – in der Regel durch hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel. Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, wird es im Körper gespeichert und kann sich anreichern. Im Gegensatz zu wasserlöslichen Vitaminen scheidet der Körper überschüssiges Vitamin D nicht einfach über den Urin aus.

Eine Überdosierung durch Sonnenlicht ist nahezu ausgeschlossen, da die Haut bei intensiver UV-Bestrahlung die Vitamin-D-Produktion selbst reguliert. Die Gefahr besteht fast ausschließlich durch unkontrollierte oder falsch dosierte Supplementierung.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen einer Vitamin-D-Überdosierung sind:

  • Langfristige Einnahme sehr hochdosierter Vitamin-D-Präparate ohne ärztliche Kontrolle
  • Selbstmedikation mit frei erhältlichen Nahrungsergänzungsmitteln in übermäßigen Mengen
  • Fehler bei der Dosierung von Tropfenpräparaten (insbesondere bei Säuglingen)
  • Medikamentöse Behandlung mit Vitamin-D-Analoga bei bestimmten Erkrankungen

Symptome

Die Symptome einer Vitamin-D-Überdosierung entstehen hauptsächlich durch einen zu hohen Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie). Typische Beschwerden sind:

  • Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit
  • Verstopfung oder Durchfall
  • Starker Durst und häufiges Wasserlassen
  • Schwindel, Kopfschmerzen und allgemeine Schwäche
  • Muskelschwäche und Muskelkrämpfe
  • Verwirrtheit und Konzentrationsstörungen
  • Bei schwerer Überdosierung: Nierensteine, Nierenversagen und Herzrhythmusstörungen

Diagnose

Die Diagnose einer Vitamin-D-Überdosierung erfolgt über eine Blutuntersuchung. Der Arzt misst dabei:

  • Den Spiegel von 25-Hydroxyvitamin D (25-OH-D) im Blut – der wichtigste Marker für die Vitamin-D-Versorgung
  • Den Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie als Hauptfolge)
  • Die Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff) zur Beurteilung einer möglichen Nierenschädigung

Ein 25-OH-D-Spiegel über 150 nmol/l gilt als potenziell toxisch; Werte über 250 nmol/l werden eindeutig mit einer Toxizität in Verbindung gebracht.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Überdosierung:

  • Absetzen der Supplementierung: In leichten Fällen reicht es, Vitamin-D-Präparate sofort zu stoppen.
  • Kalziumarme Ernährung: Zur Senkung des erhöhten Kalziumspiegels wird vorübergehend auf kalziumreiche Lebensmittel verzichtet.
  • Erhöhte Flüssigkeitszufuhr: Viel Trinken hilft, Kalzium über die Nieren auszuscheiden.
  • Medikamentöse Behandlung: Bei schwerer Hyperkalzämie kann der Arzt Kortikosteroide oder Bisphosphonate einsetzen, um den Kalziumspiegel zu senken.
  • Krankenhausbehandlung: In schweren Fällen mit Nieren- oder Herzbeteiligung ist ein stationärer Aufenthalt erforderlich.

Empfohlene Höchstmengen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die tolerierbare Gesamtzufuhr (Tolerable Upper Intake Level, UL) für Vitamin D wie folgt festgelegt:

  • Erwachsene und Jugendliche ab 11 Jahren: 100 µg (4.000 IE) täglich
  • Kinder von 1–10 Jahren: 50 µg (2.000 IE) täglich
  • Säuglinge bis 12 Monate: 25 µg (1.000 IE) täglich

Diese Werte stellen die Obergrenze dar, die bei dauerhafter Einnahme als sicher gilt. Eine therapeutische Überschreitung sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Quellen

  1. European Food Safety Authority (EFSA): Dietary Reference Values for Vitamin D. EFSA Journal, 2016.
  2. Marcinowska-Suchowierska E. et al.: Vitamin D Toxicity – A Clinical Perspective. Frontiers in Endocrinology, 2018.
  3. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Vitamin D. DGE, 2020.

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