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M76.7 – Achillessehnentendinopathie: Ursachen & Therapie

M76.7 ist der ICD-10-Code für die Achillessehnentendinopathie – eine schmerzhafte Überlastungserkrankung der Achillessehne, die häufig Sportler und aktive Menschen betrifft.

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Wissenswertes über "M76.7"

M76.7 ist der ICD-10-Code für die Achillessehnentendinopathie – eine schmerzhafte Überlastungserkrankung der Achillessehne, die häufig Sportler und aktive Menschen betrifft.

Was bedeutet der ICD-10-Code M76.7?

Der ICD-10-Code M76.7 bezeichnet die Achillessehnentendinopathie (auch: Achillessehnentendinitis oder Achillessehnenreizung). Es handelt sich um eine Erkrankung der Achillessehne – der größten Sehne des menschlichen Körpers, die die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein verbindet. Die Erkrankung ist durch Schmerzen, Schwellung und eingeschränkte Belastbarkeit der Sehne gekennzeichnet und gehört zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparates.

Ursachen

Die Achillessehnentendinopathie entsteht meist durch chronische Überlastung oder wiederholte Mikrotraumen der Sehne. Häufige Ursachen sind:

  • Überlastung durch Sport: Laufen, Springen oder plötzliche Steigerung der Trainingsintensität
  • Ungünstiges Schuhwerk: mangelnde Dämpfung oder Unterstützung
  • Fehlstellungen des Fußes: z. B. Überpronation (nach innen Kippen des Fußes)
  • Verkürzte Wadenmuskulatur: erhöhter Zug auf die Sehne
  • Altersbedingte Degeneration: Verlust der Sehnenelastizität ab dem mittleren Lebensalter
  • Medikamente: Fluorchinolon-Antibiotika können das Sehnengewebe schädigen

Symptome

Typische Beschwerden bei M76.7 umfassen:

  • Schmerzen entlang der Achillessehne, insbesondere morgens nach dem Aufstehen
  • Schwellung und Verdickung im Bereich der Sehne
  • Steifheit und Schmerzen zu Beginn körperlicher Aktivität
  • Druck- und Bewegungsschmerz im Bereich oberhalb des Fersenbeins
  • In schweren Fällen: Schmerzen auch in Ruhe oder nachts

Diagnose

Die Diagnose der Achillessehnentendinopathie erfolgt in der Regel durch:

  • Klinische Untersuchung: Tastbefund, Bewegungsprüfung und Schmerzlokalisation
  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie): Darstellung von Sehnenveränderungen, Verdickungen oder Einrissen
  • MRT (Magnetresonanztomografie): bei unklarem Befund oder Verdacht auf Sehnenriss
  • Röntgenaufnahme: zum Ausschluss knöcherner Veränderungen

Behandlung

Konservative Therapie

In den meisten Fällen wird M76.7 konservativ behandelt:

  • Schonung und Belastungsreduktion: vorübergehende Entlastung der betroffenen Sehne
  • Physiotherapie: exzentrisches Krafttraining der Wadenmuskulatur gilt als Goldstandard
  • Orthopädische Einlagen: Fersenkeile zur Entlastung der Sehne
  • Schmerz- und Entzündungshemmung: nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) kurzfristig
  • Stosswellentherapie: bei chronischen Verläufen bewährt
  • Kältetherapie: zur Linderung von Schwellung und Schmerzen

Operative Therapie

Bei schwerem oder therapieresistentem Verlauf kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Dabei werden degenerativ verändertes Sehnengewebe entfernt oder Risse rekonstruiert.

Prognose

Mit konsequenter Behandlung und ausreichend Zeit zur Regeneration heilt die Achillessehnentendinopathie in den meisten Fällen gut aus. Die Dauer der Behandlung beträgt häufig mehrere Wochen bis Monate. Ein frühzeitiger Therapiebeginn verbessert die Prognose erheblich und beugt chronischen Verläufen vor.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) – ICD-10-GM Version 2024, Code M76.7
  2. Alfredson H, Lorentzon R. – Chronic Achilles tendinosis: recommendations for treatment and prevention. Sports Medicine, 2000; 29(2):135–146.
  3. Beyer R et al. – Leitlinie Achillessehnenerkrankungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), 2021.

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