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M75.5 – Subakromiale Bursitis: Ursachen & Therapie

M75.5 bezeichnet die subakromiale Bursitis, eine Schultererkrankung mit Entzündung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach. Sie verursacht Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

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Wissenswertes über "M75.5"

M75.5 bezeichnet die subakromiale Bursitis, eine Schultererkrankung mit Entzündung des Schleimbeutels unter dem Schulterdach. Sie verursacht Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Was ist M75.5 – Subakromiale Bursitis?

Der ICD-10-Code M75.5 steht für die Bursitis subacromialis, also eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursa subacromialis), der sich unterhalb des Schulterdachs (Akromion) befindet. Der Schleimbeutel dient normalerweise als Puffer zwischen den Sehnen der Rotatorenmanschette und dem knöchernen Schulterdach. Bei einer Entzündung schwillt er an, was zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit führt. Die subakromiale Bursitis gehört zu den häufigsten Ursachen von Schulterschmerzen.

Ursachen

Die Ursachen der subakromialen Bursitis sind vielfältig:

  • Überlastung: Wiederholte überkopfige Bewegungen, z. B. beim Sport oder bei bestimmten Berufen (Maler, Handwerker).
  • Impingement-Syndrom: Einengung des subakromialen Raums durch anatomische Besonderheiten oder Verschleiß.
  • Traumen: Stürze auf die Schulter oder direkte Schläge.
  • Kalkablagerungen: Kalzifikationen in der Nähe des Schleimbeutels können eine Reizung verursachen.
  • Systemische Erkrankungen: Rheuma, Gicht oder andere Entzündungserkrankungen können den Schleimbeutel mitbetreffen.
  • Degenerative Veränderungen: Altersbedingte Abnutzung der Schulterstrukturen.

Symptome

Typische Zeichen einer subakromialen Bursitis sind:

  • Schmerzen an der Außen- oder Oberseite der Schulter, häufig ausstrahlend in den Oberarm.
  • Schmerzzunahme bei Bewegungen über Schultehöhe (sogenannter schmerzhafter Bogen, englisch: „painful arc”).
  • Nachtschmerz, besonders beim Liegen auf der betroffenen Seite.
  • Schwellung und gelegentlich Wärmegefühl im Schulterbereich.
  • Einschränkung der Schulterbeweglichkeit, besonders beim Heben und Drehen des Arms.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus:

  • Anamnese: Befragung zu Schmerzcharakter, Beginn und Auslösern.
  • Körperliche Untersuchung: Spezifische Tests wie der Neer-Test oder der Hawkins-Kennedy-Test provozieren charakteristische Schmerzen.
  • Bildgebung: Ultraschall zeigt Schleimbeutelverdickung und Flüssigkeitsansammlungen. Röntgen schließt knöcherne Veränderungen oder Verkalkungen aus. MRT liefert detaillierte Informationen über Weichteilstrukturen und die Rotatorenmanschette.
  • Differentialdiagnose: Abgrenzung von anderen Schultererkrankungen wie Rotatorenmanschettensyndrom (M75.1), Schultersteife (M75.0) oder Kalkschulter (M75.3).

Behandlung

Konservative Therapie

Die meisten Fälle sprechen gut auf konservative Maßnahmen an:

  • Schonung und Entlastung: Vermeidung schmerzauslösender Bewegungen in der akuten Phase.
  • Kühlung: Lokale Kälteanwendung zur Linderung von Entzündung und Schmerz.
  • Physiotherapie: Gezielte Übungen zur Kräftigung der Rotatorenmanschette und Verbesserung der Schulterkinematik.
  • Medikamentöse Therapie: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung.
  • Kortison-Injektionen: Lokale Injektion von Kortikosteroiden in den subakromialen Raum bei hartnäckigen Beschwerden.
  • Stosswellentherapie: Besonders bei gleichzeitiger Kalzifizierung wirksam.

Operative Therapie

Bei Versagen der konservativen Behandlung nach etwa drei bis sechs Monaten kann ein operativer Eingriff indiziert sein:

  • Arthroskopische subakromiale Dekompression: Erweiterung des subakromialen Raums durch Abtragen von Knochenanteilen oder Entfernung des Schleimbeutels (Bursektomie).

Prognose

Die Prognose der subakromialen Bursitis ist überwiegend günstig. Mit konsequenter konservativer Therapie erholen sich die meisten Patientinnen und Patienten vollständig. Rückfälle sind möglich, wenn auslösende Tätigkeiten nicht angepasst werden.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI): ICD-10-GM Version 2024, Kapitel XIII – Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, Code M75.5.
  2. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC): Schulterimpingement-Syndrom und subakromiale Bursitis, AWMF-Register.
  3. Brox JI et al.: „Arthroscopic surgery compared with supervised exercises in patients with rotator cuff disease”. BMJ, 1993; 307: 899–903.

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