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M43.3 Spondylolisthesis – Wirbelgleiten erklärt

M43.3 ist der ICD-10-Code für Spondylolisthesis, ein Wirbelgleiten, bei dem ein Wirbelkörper über den darunter liegenden gleitet und Rückenschmerzen sowie neurologische Beschwerden verursachen kann.

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Wissenswertes über "M43.3"

M43.3 ist der ICD-10-Code für Spondylolisthesis, ein Wirbelgleiten, bei dem ein Wirbelkörper über den darunter liegenden gleitet und Rückenschmerzen sowie neurologische Beschwerden verursachen kann.

Was ist M43.3 (Spondylolisthesis)?

M43.3 ist der Diagnosecode nach ICD-10 für die Spondylolisthesis, auch bekannt als Wirbelgleiten. Dabei verschiebt sich ein Wirbelkörper der Wirbelsäule nach vorne über den darunter liegenden Wirbelkörper. Dies kann zu einer Verengung des Wirbelkanals, Nervenreizungen und chronischen Rückenschmerzen führen.

Ursachen

Die Spondylolisthesis kann verschiedene Ursachen haben:

  • Degenerativ: Altersbedingte Abnuutzung der Bandscheiben und Wirbelgelenke, häufig bei älteren Erwachsenen
  • Isthmisch: Ermuudungsbruch im Wirbelbogen (Spondylolyse), oft bei jungen, sportlich aktiven Menschen
  • Kongenital: Angeborene Fehlbildung der Wirbelgelenke
  • Traumatisch: Fraktur durch Unfall oder äußere Gewalteinwirkung
  • Pathologisch: Durch Erkrankungen wie Tumoren oder Osteoporose bedingt
  • Postoperativ (iatrogen): Als Folge von Operationen an der Wirbelsäule

Schweregrade

Die Spondylolisthesis wird nach der Meyerding-Klassifikation in vier Grade eingeteilt, je nach Ausmaß der Verschiebung des Wirbelkörpers:

  • Grad I: Verschiebung bis 25 % der Wirbelkörperbreite
  • Grad II: Verschiebung von 25 bis 50 %
  • Grad III: Verschiebung von 50 bis 75 %
  • Grad IV: Verschiebung von 75 bis 100 %

Symptome

Nicht alle Betroffenen haben Beschwerden. Häufige Symptome sind:

  • Chronische Rückenschmerzen, insbesondere im Lendenbereich
  • Ausstrahlung der Schmerzen in Gesäß oder Beine (Ischialgie)
  • Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Beinen
  • Versteifung der Wirbelsäule und eingeschränkte Beweglichkeit
  • Gangstörungen bei ausgeprägter Nervenkompression

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch:

  • Röntgenaufnahme: Erste Bildgebung zur Beurteilung der Wirbelverschiebung, auch in Funktionsaufnahmen (Beugung/Streckung)
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Darstellung von Bandscheiben, Nerven und Weichteilen
  • CT (Computertomographie): Detaillierte Knochenstruktur und eventuelle Frakturen im Wirbelbogen
  • Neurologische Untersuchung zur Beurteilung von Reflexen, Kraft und Sensibilität

Behandlung

Konservative Therapie

Bei leichten bis mittelschweren Fällen wird zunächst konservativ behandelt:

  • Physiotherapie zur Stabilis ierung der Wirbelsäulenmuskulatur
  • Schmerzmedikamente (z. B. NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac)
  • Wärmetherapie und manuelle Therapie
  • Anpassung der körperlichen Aktivität
  • Epidurale Infiltrationen bei starken Nervenschmerzen

Operative Therapie

Bei schweren Verläufen, ausgep rägten neurologischen Defiziten oder Versagen der konservativen Therapie kann eine Operation notwendig sein:

  • Spondylodese (Wirbelversteifung): Fusionierung der betroffenen Wirbelkörper
  • Dekompression: Erweiterung des Wirbelkanals zur Entlastung der Nerven

Prognose

Bei fruühzeitiger Behandlung und regelmäßigem Training der Rückenmuskulatur ist die Prognose bei Grad I und II in der Regel gut. Höhergradige Formen benötigen häufiger chirurgische Eingriffe, zeigen aber nach erfolgreicher Operation oft eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

Quellen

  1. Meyerding HW. Spondylolisthesis. Surg Gynecol Obstet. 1932;54:371–377.
  2. Wiltse LL, Newman PH, Macnab I. Classification of spondylolysis and spondylolisthesis. Clin Orthop Relat Res. 1976;117:23–29.
  3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). ICD-10-GM Version 2024, Kapitel M43.3 – Spondylolisthesis. Online verfügbar unter: https://www.icd-code.de/icd/code/M43.3.html

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