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Schnappatmung ist ein lebensbedrohliches Atemmuster, das auf akuten Sauerstoffmangel hinweist. Erfahre, wie sie entsteht und wann sofortige Hilfe nötig ist.
Schnappatmung (auch: Agonalatmung oder Agonieatmung) ist ein gestörtes, unregelmäßiges Atemmuster, das typischerweise bei einem schweren Sauerstoffmangel (Hypoxie) kurz vor dem Atemstillstand auftritt.
Bei einer Schnappatmung handelt es sich nicht um eine effektive Atmung, sondern um eine letzte reflektorische Atembewegung, die durch den Hirnstamm ausgelöst wird – meist infolge eines Kreislaufstillstands, Schädel-Hirn-Traumas, Schocks oder bei intensivem Sauerstoffmangel des Gehirns.
Betroffene zeigen dabei einzelne, tiefe Atemzüge mit langen Pausen dazwischen. Oft sind Maulatmung, Rasselgeräusche, Unbewusstheit und fehlende Thoraxexpansion zu beobachten. Obwohl es wie eine Restatmung aussieht, führt es nicht zu einer effektiven Sauerstoffaufnahme. Schnappatmung ist daher ein akuter Notfall, der sofortige Reanimation und die Alarmierung des Notarztes erfordert.
In der Notfallmedizin wird Schnappatmung als klares Zeichen für eine beginnende Apnoe (Atemstillstand) gewertet. Bei Beobachtung sind sofortige Maßnahmen wie Herzdruckmassage, Beatmung und ggf. der Einsatz eines AED (Automatisierter Externer Defibrillator) einzuleiten. In palliativen Situationen kann Schnappatmung auch Teil des natürlichen Sterbeprozesses am Lebensende sein.
Literaturhinweise