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H60.9 – Otitis externa: Ursachen & Behandlung

H60.9 bezeichnet eine Otitis externa ohne nähere Angabe – eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Sie verursacht Schmerzen, Juckreiz und Ausfluss aus dem Ohr.

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Wissenswertes über "H60.9"

H60.9 bezeichnet eine Otitis externa ohne nähere Angabe – eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Sie verursacht Schmerzen, Juckreiz und Ausfluss aus dem Ohr.

Was ist H60.9?

Der ICD-10-Code H60.9 steht für Otitis externa, nicht näher bezeichnet (auch: Otitis externa NNB). Dabei handelt es sich um eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, die nicht weiter spezifiziert ist – das heißt, die genaue Ursache oder Art der Entzündung wird durch diesen Code nicht festgelegt. Die Otitis externa ist eine häufige Erkrankung und betrifft Menschen jeden Alters, besonders jedoch Schwimmer und Personen, die in feucht-warmen Klimazonen leben.

Ursachen

Eine Otitis externa kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:

  • Bakterielle Infektionen: Am häufigsten durch Pseudomonas aeruginosa oder Staphylococcus aureus verursacht.
  • Pilzinfektionen (Otomykose): Zum Beispiel durch Aspergillus- oder Candida-Arten.
  • Feuchtigkeit im Gehörgang: Regelmäßiges Schwimmen oder übermäßiges Schwitzen kann die Schutzschicht des Gehörgangs beschädigen.
  • Mechanische Reizung: Verwendung von Wattestieben oder Hörgeräten kann die empfindliche Haut verletzen.
  • Allergische Reaktionen: Auf Shampoos, Kosmetika oder Ohrschmuck.
  • Hauterkrankungen: Wie Ekzeme oder Schuppenflechte (Psoriasis).

Symptome

Typische Beschwerden bei einer Otitis externa umfassen:

  • Schmerzen im Ohr, die sich beim Berühren der Ohrmuschel oder beim Kauen verstärken können
  • Juckreiz im Gehörgang
  • Rötung und Schwellung des Gehörgangs
  • Ausfluss aus dem Ohr (Otorrhoe)
  • Gefühl von Ohrenverstopfung oder Hörminderung
  • In schweren Fällen: Fieber und Lymphknotenschwellung

Diagnose

Die Diagnose einer Otitis externa wird in der Regel durch eine klinische Untersuchung gestellt. Der Arzt oder die Ärztin inspiziert den Gehörgang mithilfe eines Otoskops (Ohrenspiegel). Dabei sind eine gerötete, geschwollene Gehörgangshaut sowie möglicherweise Ausfluss sichtbar. In bestimmten Fällen, z. B. bei therapieresistenten Beschwerden, kann ein Abstrich zur mikrobiologischen Analyse entnommen werden, um den genauen Erreger zu bestimmen.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Entzündung:

  • Ohrentropfen mit Antibiotika und/oder Kortikosteroiden: Dies ist die häufigste Therapie bei bakterieller Otitis externa. Sie reduzieren Infektion und Entzündung gleichzeitig.
  • Antimykotische Ohrentropfen: Bei pilzbedingten Infektionen werden Antimykotika (Antipilzmittel) eingesetzt.
  • Reinigung des Gehörgangs: Ein Arzt oder eine Ärztin kann den Gehörgang vorsichtig von Sekret oder Detritus befreien.
  • Schmerzlinderung: Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können bei Bedarf eingenommen werden.
  • Vermeidung auslösender Faktoren: Kein Schwimmen während der Behandlung, keine Wattestiebe verwenden.

Wann zum Arzt?

Bei anhaltenden oder stark ausgeprägten Ohrenschmerzen, bei Fieber, bei deutlicher Hörminderung oder wenn die Beschwerden nach wenigen Tagen nicht nachlassen, sollte unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Besonders bei Diabetikern oder immungeschwächten Personen kann eine Otitis externa schwerwiegende Verläufe nehmen (sog. maligne oder nekrotisierende Otitis externa) und erfordert sofortige ärztliche Abklärung.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) – ICD-10-GM Version 2024, Kapitel VIII: H60 Otitis externa.
  2. Rosenfeld RM et al. – Clinical Practice Guideline: Acute Otitis Externa. Otolaryngology – Head and Neck Surgery, 2014. DOI: 10.1177/0194599813517083.
  3. Wiegand S et al. – Otitis externa. Deutsches Ärzteblatt International, 2019. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0224.

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