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H61.1 - Cerumen & Gehörgangveränderung erklärt

H61.1 ist der ICD-10-Code für nicht näher bezeichnete Veränderungen des äußeren Gehörgangs, häufig durch Cerumen (Ohrenschmalz) verursacht. Dies kann zu Hörminderung und Ohrdrück führen.

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Wissenswertes über "H61.1"

H61.1 ist der ICD-10-Code für nicht näher bezeichnete Veränderungen des äußeren Gehörgangs, häufig durch Cerumen (Ohrenschmalz) verursacht. Dies kann zu Hörminderung und Ohrdrück führen.

Was bedeutet der ICD-10-Code H61.1?

Der ICD-10-Code H61.1 bezeichnet nichtinfektiöse Störungen des äußeren Gehörgangs, die nicht näher spezifiziert sind. In der klinischen Praxis wird dieser Code häufig für die Cerumen-Obstruktion (Ohrschmalzpfropf) verwendet, bei der sich Ohrenschmalz im Gehörgang ansammelt und diesen teilweise oder vollständig verschließt. Cerumen hat normalerweise eine schützende Funktion: Es hält den Gehörgang feucht, wirkt antimikrobiell und fängt Schmutzpartikel ab. Wenn jedoch zu viel davon produziert wird oder der natürliche Selbstreinigungsmechanismus des Ohres gestört ist, kann ein Pfropf entstehen.

Ursachen

Die Entstehung eines Cerumenpfropfs oder anderer nichtinfektiöser Veränderungen des äußeren Gehörgangs kann verschiedene Ursachen haben:

  • Übermäßige Cerumenproduktion: Manche Menschen produzieren genetisch bedingt mehr Ohrenschmalz als andere.
  • Falsches Reinigen des Ohres: Die Verwendung von Wattestäbchen kann Cerumen tiefer in den Gehörgang schieben, anstatt es zu entfernen.
  • Enger oder gewölbter Gehörgang: Anatomische Besonderheiten können den Abfluss von Cerumen behindern.
  • Hörgeräte oder In-Ear-Kopfhörer: Regelmäßiger Gebrauch kann den natürlichen Selbstreinigungsmechanismus des Ohres stören.
  • Hohes Alter: Ältere Menschen haben häufig trockeneres und härteres Ohrenschmalz, das schwieriger abzutransportieren ist.

Symptome

Eine Cerumen-Obstruktion oder andere Veränderungen gemäß H61.1 können folgende Beschwerden verursachen:

  • Hörminderung oder Gefühl von Vollheit im Ohr
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Ohrschmerzen oder Druck im Ohr
  • Juckreiz im Gehörgang
  • Gelegentlich Schwindel

Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel durch eine Otoskopie gestellt, bei der der Arzt mithilfe eines Otoskops (Ohrenspiegel) den Gehörgang und das Trommelfell direkt betrachtet. Dabei kann ein Cerumenpfropf oder eine andere Anomalie des Gehörgangs sicher festgestellt werden. Zusätzlich können einfache Hörtests durchgeführt werden, um das Ausmaß einer eventuellen Hörminderung zu beurteilen.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden:

  • Cerumenolyse: Ohrenschmalz kann durch spezielle Ohrentropfen (z. B. auf Öl- oder Wasserstoffperoxidbasis) aufgeweicht und gelöst werden.
  • Ohrspülung: Der Arzt spült den Gehörgang mit warmem Wasser aus, um das aufgeweichte Cerumen zu entfernen. Dies sollte bei einem perforierten Trommelfell vermieden werden.
  • Manuelle Entfernung: Mit speziellen Instrumenten (z. B. einer Ohrkurëtte oder einer Saugvorrichtung) kann der Arzt den Pfropf direkt entfernen.
  • Prävention: Regelmäßige ärztliche Kontrollen, Verzicht auf Wattestäbchen im Gehörgang und ggf. regelmäßige professionelle Ohrreinigung.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI): ICD-10-GM Version 2024 - H61.1 Sonstige näher bezeichnete Krankheiten des äußeren Ohres. Berlin, 2024.
  2. Burton MJ, Doree C: Ear drops for the removal of ear wax. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2009.
  3. Schwartz SR et al.: Clinical Practice Guideline (Update): Earwax (Cerumen Impaction). Otolaryngology - Head and Neck Surgery, 2017.

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