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K31.3 – Pylorusstenose beim Erwachsenen

K31.3 ist ein ICD-10-Diagnosecode für Pylorusstenose beim Erwachsenen – eine Verengung des Magenausgangs, die den Speisebrei-Transport in den Dünndarm behindert.

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Wissenswertes über "K31.3"

K31.3 ist ein ICD-10-Diagnosecode für Pylorusstenose beim Erwachsenen – eine Verengung des Magenausgangs, die den Speisebrei-Transport in den Dünndarm behindert.

Was bedeutet der ICD-10-Code K31.3?

Der ICD-10-Code K31.3 steht für die Pylorusstenose beim Erwachsenen (nicht angeboren). Der Pylorus ist der Magenausgang – ein ringförmiger Muskelschließmuskel, der den Magen vom Zwölffingerdarm (Duodenum) trennt. Bei einer Stenose (Verengung) kann der Mageninhalt nicht mehr ungehindert in den Dünndarm weitertransportiert werden, was zu einer Vielzahl von Beschwerden führt.

Ursachen

Im Gegensatz zur angeborenen Pylorusstenose bei Säuglingen (ICD-10: Q40.0) entsteht die erworbene Pylorusstenose beim Erwachsenen meist durch:

  • Magengeschwüre (Ulcus pylori): Narbige Einengung durch wiederkehrende Ulzerationen im Bereich des Pylorus
  • Tumore: Magenkarzinom oder Pankreaskopfkarzinom können den Pylorus von außen oder innen einengen
  • Chronische Entzündungen: Z. B. bei Morbus Crohn mit Beteiligung des Magenpylorus
  • Narbige Veränderungen: Nach Operationen oder Verlängerungen durch ätzende Substanzen
  • Hypertrophie der Pylorusmuskulatur: Selten auch bei Erwachsenen als primäre Muskelverdickung

Symptome

Die Symptome einer Pylorusstenose beim Erwachsenen entstehen durch die verzögerte oder verhinderte Magenentleerung:

  • Erbrechen: Typischerweise große Mengen, oft ohne Beimischung von Galle (unverdauter oder teilweise verdauter Mageninhalt)
  • Postprandiales Vollegefühl: Starkes Sättigungsgefühl kurz nach dem Essen
  • Übelkeit: Häufig anhaltend, besonders nach den Mahlzeiten
  • Gewichtsverlust: Durch gestörte Nährstoffaufnahme und verminderter Nahrungszufuhr
  • Abdominelle Schmerzen: Besonders im Oberbauch
  • Aufsтоßen und Meteorismus (Blähbauch)
  • Dehydration und Elektrolytstörungen: Bei schwerem oder langandauerndem Verlauf (z. B. hypochloräm. Alkalose)

Diagnose

Die Diagnose einer Pylorusstenose beim Erwachsenen erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden:

  • Ösophagogastroduodenoskopie (OGD): Magenspiegelung als Methode der Wahl – erlaubt direkte Sicht auf die Verengung und Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) zum Ausschluss eines Tumors
  • Magenröntgen mit Kontrastmittel: Darstellung der verzögerten Magenentleerung und der Engstelle
  • Abdomensonographie: Ultraschall zur ersten Beurteilung
  • CT-Abdomen: Computertomographie zum Ausschluss von Raumforderungen oder Tumoren
  • Magenentleerungsszintigraphie: Funktionelle Messung der Magenentleerungszeit

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache der Stenose:

Konservative Behandlung

  • Magensonde: Zur Entlastung des gestauten Magens und Korrektur von Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen
  • Säurehemmende Medikamente (Protonenpumpenhemmer): Bei ulzeröser Genese zur Unterstützung der Heilung
  • Helicobacter-pylori-Eradikation: Bei nachgewiesener H.-pylori-Infektion als Ursache

Interventionelle und operative Behandlung

  • Endoskopische Ballondilatation: Aufweitung der Verengung durch einen Ballonkatheter – minimal-invasive Methode, besonders bei narbigen Stenosen
  • Chirurgische Pyloroplastik: Operative Erweiterung des Pylorus
  • Gastrektomie oder Magenresektion: Bei tumorös bedingter Stenose je nach Befund
  • Gastrojejunostomie: Anlage einer Umgehungsanastomose bei inoperablem Tumor zur Palliation

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / BfArM: ICD-10-GM Version 2024, Code K31.3 – Pylorusstenose, nicht angeboren. www.bfarm.de
  2. Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. 8. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart 2018.
  3. Lanas A, Chan FKL: Peptic ulcer disease. Lancet. 2017;390(10094):613-624. doi:10.1016/S0140-6736(16)32404-7

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