K31.7 Magenpolyp – ICD-10 Diagnose erklärt
K31.7 ist ein ICD-10-Diagnosecode für einen Magenpolyp. Magenpolypen sind gutartige Schleimhautwucherungen im Magen, die meist zufällig entdeckt werden.
Wissenswertes über "K31.7"
K31.7 ist ein ICD-10-Diagnosecode für ein Magenpolyp. Magenpolypen sind gutartige Schleimhautwucherungen im Magen, die meist zuفällig entdeckt werden.
Was ist K31.7?
Der ICD-10-Code K31.7 bezeichnet einen Magenpolypen (Polypus ventriculi). Dabei handelt es sich um eine umschriebene, über das Schleimhautniveau hinausragende Gewebewucherung in der Magenwand. Magenpolypen sind in den meisten Fällen gutartig (benigne) und werden häufig zuفällig im Rahmen einer Magenspiegelung (Gastroskopie) entdeckt.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Entstehung von Magenpolypen hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Foveoлäre Hyperplasie: Häufigste Ursache sind hyperplastische Polypen, die oft als Reaktion auf eine chronische Magenschleimhautreizung entstehen.
- Helicobacter-pylori-Infektion: Eine Besiedlung der Magenschleimhaut mit diesem Bakterium kann die Entstehung hyperplastischer Polypen fördern.
- Langzeiteinnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI): Die dauerhafte Einnahme von Säurehemmern wird mit der Entstehung fundischer Drüsenpolypen in Verbindung gebracht.
- Chronische Gastritis: Entzündliche Veränderungen der Magenschleimhaut können polypoides Wachstum begünstigen.
- Genetische Erkrankungen: Selten treten Magenpolypen im Rahmen erblicher Polyposis-Syndrome auf (z. B. familiäre adenomatöse Polyposis, FAP).
Arten von Magenpolypen
Es gibt verschiedene histologische Typen von Magenpolypen:
- Hyperplastische Polypen: Häufigste Form, meist gutartig, selten maligne Entartung.
- Fundusdrüsenpolypen: Sehr häufig, fast immer gutartig, oft bei PPI-Dauertherapie.
- Adenome: Seltener, aber mit erhöhtem Entartungsrisiko (prämaligne Läsion), bedürfen besonderer Beachtung.
- Hamartome: Auftreten im Rahmen genetischer Syndrome wie dem Peutz-Jeghers-Syndrom.
Symptome
Magenpolypen verursachen häufig keine Beschwerden und werden als Zufallsbefund entdeckt. In manchen Fällen können jedoch folgende Symptome auftreten:
- Oberbauchschmerzen oder Druckgefühl
- Übelkeit und Erbrechen
- Blähungen und Verdauungsbeschwerden
- Gastrointestinale Blutungen (selten), erkennbar an Blut im Stuhl oder Blutärmut (Anämie)
- Gefühl der frühzeitigen Sättigung bei großen Polypen
Diagnose
Die Diagnose eines Magenpolypen erfolgt in der Regel durch eine Gastroskopie (Magenspiegelung). Dabei wird ein flexibles Endoskop über Mund und Speiseröhre in den Magen eingeführt, um die Schleimhaut direkt zu beurteilen. Während der Untersuchung können Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden, die anschließend feingeweblich (histologisch) untersucht werden. Die histologische Untersuchung ist entscheidend, um die Art des Polypen und ein mögliches Entartungsrisiko zu bestimmen.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Art, Größe und histologischem Befund des Polypen:
- Abwarten und Beobachten: Kleine, gutartige Fundusdrüsenpolypen bedürfen oft keiner Therapie, lediglich regelmäßiger endoskopischer Kontrollen.
- Endoskopische Abtragung (Polypektomie): Größere Polypen oder Adenome werden während der Gastroskopie mittels einer Schlinge oder Zange abgetragen.
- Helicobacter-pylori-Eradikation: Bei nachgewiesener H.-pylori-Infektion kann eine Antibiotikatherapie zur Rückbildung hyperplastischer Polypen führen.
- Anpassung der Medikation: Bei PPI-assoziierten Polypen kann das Absetzen oder die Dosisreduktion der Protonenpumpenhemmer sinnvoll sein, sofern medizinisch vertretbar.
- Chirurgische Resektion: In seltenen Fällen mit Malignomsвердacht oder sehr großen Polypen kann eine operative Entfernung notwendig sein.
Nachsorge
Nach der Entfernung oder Diagnose von Magenpolypen sind regelmäßige endoskopische Kontrolluntersuchungen empfohlen, insbesondere bei Adenomen oder hyperplastischen Polypen. Die Abstands- und Häufigkeit der Kontrollen richtet sich nach dem individuellen Befund und den Leitlinienempfehlungen des behandelnden Arztes.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS): Leitlinien zur Endoskopie und gastrointestinalen Polypen, 2022.
- Goddard AF et al. - Guidelines for the management of gastric polyps. Gut, 2010;59(9):1270–1276. DOI: 10.1136/gut.2009.182089
- World Health Organization (WHO): ICD-10 Version 2019, K31.7 – Polyp of stomach. https://icd.who.int/browse10/2019/en#/K31.7
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