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L01.0 Impetigo contagiosa – Ursachen & Therapie

L01.0 ist der ICD-10-Code für Impetigo contagiosa, eine häufige, hochansteckende bakterielle Hautinfektion, die vor allem bei Kindern auftritt.

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Wissenswertes über "L01.0"

L01.0 ist der ICD-10-Code für Impetigo contagiosa, eine häufige, hochansteckende bakterielle Hautinfektion, die vor allem bei Kindern auftritt.

Was ist L01.0 (Impetigo contagiosa)?

L01.0 ist der ICD-10-Diagnosecode für Impetigo contagiosa, eine oberflächliche, hochansteckende bakterielle Infektion der Haut. Sie gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen im Kindesalter, kann jedoch auch Erwachsene betreffen. Der Begriff „contagiosa“ weist auf die starke Übertragbarkeit der Erkrankung hin.

Ursachen

Impetigo contagiosa wird in der Regel durch folgende Bakterien ausgelöst:

  • Staphylococcus aureus (häufigste Ursache, vor allem in westlichen Ländern)
  • Streptococcus pyogenes (Gruppe-A-Streptokokken), oft als Mitverursacher

Die Bakterien dringen über kleine Hautläsionen, Kratzer, Insektenstiche oder bereits geschädigte Hautstellen ein. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierter Haut oder kontaminierten Gegenständen (z. B. Handtücher, Spielzeug).

Symptome

Typische Zeichen einer Impetigo contagiosa sind:

  • Kleine, rote Flecken oder Bläschen, die schnell aufplatzen
  • Honiggelbe Krusten auf der Haut – das charakteristischste Merkmal
  • Bevorzugte Lokalisation im Gesicht (besonders um Mund und Nase), an Händen und Armen
  • Leichter Juckreiz
  • In der Regel kein Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl

Man unterscheidet zwei Hauptformen:

  • Nicht-bullöse Impetigo: Häufigste Form, mit honiggelben Krusten
  • Bullöse Impetigo: Seltenere Form mit größeren, flüssigkeitsgefüllten Blasen, verursacht durch spezifische Toxine von S. aureus

Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel klinisch gestellt, das heißt, der Arzt oder die Ärztin erkennt die Erkrankung anhand des typischen Hautbildes. In unklaren Fällen oder bei Therapieversagen kann ein Abstrich der betroffenen Hautstelle mit anschließender Bakterienkultur und Resistenzprüfung durchgeführt werden.

Behandlung

Lokale Therapie

Bei leichten, begrenzten Fällen wird eine lokale antibiotische Behandlung empfohlen:

  • Fusidinsäure-Creme oder Mupirocin-Salbe werden direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen
  • Krusten können vorher vorsichtig mit Wasser abgeweicht werden

Systemische Therapie

Bei ausgedehntem Befall, Immunschwäche oder Komplikationen wird eine orale Antibiotikatherapie eingesetzt, zum Beispiel mit:

  • Cephalosporinen (z. B. Cefalexin)
  • Amoxicillin-Clavulansäure
  • Bei MRSA-Nachweis: spezifische Reserveantibiotika nach Resistogramm

Hygienemaßnahmen

Während der Behandlung sind strenge Hygieneregeln wichtig, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern:

  • Häufiges Händewaschen
  • Eigene Handtücher und Wäschestücke verwenden
  • Kinder sollten bis zur Abheilung oder mindestens 48 Stunden nach Beginn der Antibiotikatherapie nicht in die Schule oder Kindertagesstätte gehen

Komplikationen

Impetigo contagiosa heilt in den meisten Fällen ohne Folgeschäden ab. Selten können jedoch Komplikationen auftreten:

  • Ekthyma: Tiefere Hautinfektion mit Geschwurbildung
  • Poststreptokokken-Glomerulonephritis: Eine Nierenentzündung als späte Komplikation nach Streptokokkeninfektion
  • Lymphknotenschwellung (regionale Lymphadenitis)

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Staphylococcus aureus und MRSA – RKI-Ratgeber. Berlin, 2023.
  2. Nast A. et al.: S2k-Leitlinie zur Therapie der Impetigo contagiosa und des Furunkulose. AWMF, 2021.
  3. Hay RJ et al.: Skin infections – global burden of disease. British Journal of Dermatology, 2014.

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