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M75.2 Bizepssehnentendinitis – Ursachen & Therapie

M75.2 bezeichnet die Bizepssehnentendinitis, eine Reizung oder Entzündung der langen Bizepssehne im Schulterbereich. Sie verursacht Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

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Wissenswertes über "M75.2"

M75.2 bezeichnet die Bizepssehnentendinitis, eine Reizung oder Entzündung der langen Bizepssehne im Schulterbereich. Sie verursacht Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Was ist M75.2 – Bizepssehnentendinitis?

Der ICD-10-Code M75.2 bezeichnet die Tendinitis der langen Bizepssehne (Bizepssehnentendinitis), eine entzündliche oder degenerative Veränderung der Sehne des langen Kopfes des Bizepsmuskels im Bereich der Schulter. Diese Sehne verläuft durch das Schultergelenk und ist dadurch besonders anfällig für mechanische Reizungen und Verschleiß.

Ursachen

Die Bizepssehnentendinitis entsteht häufig durch Überlastung oder wiederholte Mikrotraumata. Mögliche Ursachen sind:

  • Repetitive Überkopfbewegungen (z. B. beim Sport oder bei bestimmten Berufen)
  • Degenerative Veränderungen der Sehne im Rahmen des Alterungsprozesses
  • Schulterinstabilität oder strukturelle Veränderungen im Schultergelenk
  • Begleitende Rotatorenmanschetten-Pathologien
  • Entzündliche Grunderkrankungen wie rheumatoide Arthritis

Symptome

Typische Beschwerden bei M75.2 umfassen:

  • Schmerzen an der Vorderseite der Schulter, die in den Oberarm ausstrahlen können
  • Schmerzen bei Heben des Arms oder bei Überkopfbewegungen
  • Druckschmerz im Bereich des Sulcus bicipitalis (Bizepsrinne)
  • Schmerzzunahme bei Beugung des Ellenbogens gegen Widerstand
  • Gelegentlich ein Knäcken oder Reiben im Schulterbereich
  • Steifigkeit und Bewegungseinschränkung der Schulter

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren:

  • Klinische Tests: Speed-Test, Yergason-Test und Palpation der Bizepsrinne
  • Ultraschall: zur Darstellung von Sehnenverdickungen, Flüssigkeitsansammlungen oder strukturellen Veränderungen
  • MRT (Magnetresonanztomographie): zur genauen Beurteilung der Sehnenstruktur und angrenzender Strukturen
  • Röntgen: zum Ausschluss knöcherner Pathologien

Behandlung

Konservative Therapie

Die meisten Fälle können ohne Operation behandelt werden:

  • Schonung und Entlastung des betroffenen Arms
  • Kühlung der Schulter bei akuten Beschwerden
  • Physiotherapie zur Kräftigung der Schultermuskulatur und Verbesserung der Beweglichkeit
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac zur Schmerzlinderung
  • Kortisoninjektionen in die Sehnenscheide bei hartnäckigen Beschwerden
  • Ultraschall-gezielte Injektionen oder Stosswellentherapie als ergänzende Maßnahmen

Operative Therapie

Bei fehlendem Ansprechen auf konservative Maßnahmen kann eine operative Behandlung notwendig werden:

  • Tenodese: chirurgische Umlagerung der langen Bizepssehne
  • Tenotomie: Durchtrennung der Sehne als einfachere Alternative, besonders bei älteren Patienten

Verlauf und Prognose

Die Prognose bei rechtzeitiger und konsequenter Behandlung ist in der Regel gut. Viele Patienten erreichen durch konservative Therapie eine deutliche Beschwerdelinderung innerhalb von mehreren Wochen bis Monaten. Eine frühzeitige physiotherapeutische Behandlung ist entscheidend für den Heilungserfolg.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI): ICD-10-GM Version 2024, Schlüsselnummer M75.2 – Tendinitis der langen Bizepssehne.
  2. Lippmann RK. Bicipital tenosynovitis. New York State Journal of Medicine, 1944; 44:2235–2241.
  3. Murthi AM, Vosburgh CL, Neviaser TJ. The incidence of pathologic changes of the long head of the biceps tendon. Journal of Shoulder and Elbow Surgery. 2000;9(5):382–385.

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