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M40.5 Lordose – Ursachen, Symptome & Behandlung

M40.5 ist der ICD-10-Code für Lordose. Dabei handelt es sich um eine übermäßige Einwärtskrümmung der Wirbelsäule, häufig im Lendenbereich.

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Wissenswertes über "M40.5"

M40.5 ist der ICD-10-Code für Lordose. Dabei handelt es sich um eine übermäßige Einwärtskrümmung der Wirbelsäule, häufig im Lendenbereich.

Was ist M40.5 – Lordose?

M40.5 ist der Diagnosecode nach ICD-10-GM für Lordose, eine Form der Wirbelsäulenverkrümmung. Bei der Lordose wölbt sich die Wirbelsäule im Bereich der Lendenwirbelsäule (Lendenlordose) oder seltener der Halswirbelsäule nach vorne, also in Richtung Bauch. Eine gewisse natürliche Lordose ist normal und gewährleistet die Stabilität und Beweglichkeit der Wirbelsäule. Wird diese Krümmung jedoch zu stark ausgeprägt, spricht man von einer Hyperlordose oder einem so genannten Hohlkreuz.

Ursachen

Die Ursachen einer pathologischen Lordose sind vielschichtig. Häufige Auslöser sind:

  • Muskuläre Dysbalancen: Verkrampfte Hüftbeuger und schwäche Bauch- oder Gespoäßmuskulatur führen zu einer verstärkten Einwärtskrümmung.
  • Bewegungsmangel und langes Sitzen: Eine sitzende Lebensweise begünstigt muskuläre Schwäche und Fehlhaltungen.
  • Übergewicht: Vor allem ein vergrößertes Bauchvolumen verlagert den Schwerpunkt und verstärkt die Lendenlordose.
  • Schwangerschaft: Das zunehmende Gewicht des Bauches führt häufig zu einer vorübergehenden Hyperlordose.
  • Wirbelsäulenerkrankungen: Spondylolisthesis (Wirbelgleiten), Bandscheibenvorfall oder andere degenerative Veränderungen können eine Lordose verursachen oder verstärken.
  • Angeborene Fehlbildungen: Selten sind strukturelle Anomalien der Wirbelsäule ursächlich.
  • Rachitis oder Osteoporose: Erkrankungen, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen, können ebenfalls zu Fehlstellungen führen.

Symptome

Viele Menschen mit einer leichten Lordose haben keine Beschwerden. Bei ausgeprägter Hyperlordose können jedoch folgende Symptome auftreten:

  • Schmerzen im unteren Rücken (Lendenschmerzen)
  • Muskelverspannungen und -schmerzen im Lendenbereich
  • Eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Beinen (bei Nervenreizung)
  • Sichtbare Vorwölbung des Bauches und Hinterns bei gleichzeitig abgeflachtem unteren Rücken
  • Erhöhter Verschleiß der Wirbelsäulengelenke

Diagnose

Die Diagnose einer Lordose erfolgt in der Regel durch:

  • Körperliche Untersuchung: Der Arzt beurteilt die Haltung und den Verlauf der Wirbelsäule im Stehen und Liegen.
  • Röntgenaufnahme: Eine seitliche Röntgenaufnahme der Wirbelsäule ermöglicht die Ausmessung des Lordosewinkels und die Beurteilung der Wirbelstruktur.
  • MRT oder CT: Bei Verdacht auf Nervenschäden oder Begleiterkrankungen werden diese bildgebenden Verfahren eingesetzt.

Der ICD-10-Code M40.5 wird vom behandelnden Arzt vergeben, wenn die Diagnose einer klinisch relevanten Lordose gestellt wird.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Lordose:

  • Physiotherapie: Gezielte Übungen zur Kräftigung der Rumpf- und Bauchmuskulatur sowie zur Dehnung verkürzter Muskeln stehen im Mittelpunkt der Behandlung.
  • Haltungskorrektur: Ergonomische Anpassungen im Alltag (z.B. Sitzposition, Arbeitsplatz) helfen, Fehlhaltungen zu korrigieren.
  • Gewichtsreduktion: Bei Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion die Belastung der Wirbelsäule erheblich reduzieren.
  • Schmerztherapie: Bei akuten Schmerzen kommen Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen, Diclofenac) oder Wärmeanwendungen zum Einsatz.
  • Orthopädische Hilfsmittel: In bestimmten Fällen können Rückenorthesen unterstützend wirken.
  • Operation: Chirurgische Eingriffe sind sehr selten und nur bei schwerwiegenden strukturellen Ursachen oder neurologischen Komplikationen notwendig.

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / BfArM: ICD-10-GM Version 2024, Kapitel XIII, M40.5 – Lordose. URL: https://www.bfarm.de/icd
  2. Kainer, F. & Nolden, A.: Das große Buch der Wirbelsäulenerkrankungen. Trias Verlag, 4. Auflage, Stuttgart 2020.
  3. Schiltenwolf, M. & Henningsen, P.: Muskuloskelettale Schmerzen. Dt. Ärzteblatt, Jg. 117, Heft 24, 2020.

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