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K31.5 – Magenausgangsobstruktion (ICD-10)

K31.5 ist ein ICD-10-Diagnosecode für die Magenausgangsverengung (Pylorusstenose beim Erwachsenen). Er beschreibt eine Verengung des Magenausgangs nicht-angeborener Ursache.

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Wissenswertes über "K31.5"

K31.5 ist ein ICD-10-Diagnosecode für die Magenausgangsverengung (Pylorusstenose beim Erwachsenen). Er beschreibt eine Verengung des Magenausgangs nicht-angeborener Ursache.

Was bedeutet der ICD-10-Code K31.5?

Der ICD-10-Code K31.5 steht für Obstruktion des Pylorus beim Erwachsenen – also eine Verengung oder Verstopfung des Magenausgangs (Pylorus). Der Pylorus ist die muskulare Verbindung zwischen dem Magen und dem Dünndarm (Duodenum). Ist diese Passage verengt oder blockiert, kann der Mageninhalt nicht mehr regelrecht in den Dünndarm weitertransportiert werden. Der Code gehört zur ICD-10-Gruppe K31 (Sonstige Krankheiten des Magens und des Duodenums) und ist von der angeborenen Pylorusstenose des Säuglings (Q40.0) abzugrenzen.

Ursachen

Die Verengung des Magenausgangs beim Erwachsenen kann verschiedene Ursachen haben:

  • Peptisches Ulkus: Chronische Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre können durch Narbenbildung zu einer Pylorusstenose führen.
  • Malignom: Bösartige Tumoren des Magens oder des Pankreaskopfes können den Magenausgang von innen oder außen komprimieren.
  • Chronische Gastritis: Langanhaltende Entzündungen können zu fibrotischen Veränderungen und Verengungen führen.
  • Crohn-Krankheit: Entzündliche Darmerkrankungen können auch den Magenausgang betreffen.
  • Narbenbildung nach Operationen: Vorherige chirurgische Eingriffe im Magenbereich können Vernarbungen verursachen.

Symptome

Typische Beschwerden bei einer Magenausgangsobstruktion (K31.5) sind:

  • Erbrechen – oft von unverdauten oder nur teilweise verdauten Speisen, häufig mehrere Stunden nach dem Essen
  • Epigastrische Schmerzen – Schmerzen im Oberbauch, oft druckartig oder krampfartig
  • Frühzeitiges Sättigungsgefühl – bereits nach kleinen Mahlzeiten
  • Aufgeblähter Oberbauch und sichtbare Magenperistaltik
  • Gewichtsverlust und Mangelernährung bei längerem Verlauf
  • Elektrolytstörungen (z. B. Hypokaliämie, metabolische Alkalose durch wiederholtes Erbrechen)

Diagnose

Zur Abklärung eines Verdachts auf K31.5 kommen folgende diagnostische Methoden zum Einsatz:

  • Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (EGD / Gastroskopie): Goldstandard zur direkten Visualisierung des Pylorus und zur Biopsieentnahme bei Tumorverdacht.
  • Röntgen-Kontrastmitteluntersuchung (Magenpassage): Darstellung der Magenentleerung und des Ausmaßes der Obstruktion.
  • Abdominale Sonographie: Erste Übersichtsuntersuchung zum Ausschluss von Raumforderungen.
  • CT-Abdomen: Besonders bei Tumorverdacht zur Beurteilung von Ausdehnung und Lymphknotenstatus.
  • Laboruntersuchungen: Elektrolyte, Nierenwerte, Blutbild zur Erfassung von Komplikationen.

Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der Grundursache der Obstruktion:

Konservative Therapie

  • Protonenpumpeninhibitoren (PPI) bei ulkusbedingter Stenose
  • Eradikation von Helicobacter pylori bei Nachweis einer Infektion
  • Parenterale oder enterale Ernährung zur Stabilisierung bei schlechtem Allgemeinzustand

Endoskopische Therapie

  • Ballondilatation: Endoskopische Aufweitung der Verengung mit einem Ballon – besonders bei benignen, narbigen Stenosen.
  • Stentimplantation: Einsetzen eines selbstexpandierenden Metallstents, häufig bei malignen Obstruktionen zur Palliation.

Chirurgische Therapie

  • Pyloroplastik oder Gastroenterostomie bei therapierefrakteren Fällen
  • Magenresektion bei malignem Befund (z. B. distale Gastrektomie)

Quellen

  1. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) / BfArM: ICD-10-GM Version 2024, Code K31.5 – Obstruktion des Pylorus.
  2. Longo DL et al.: Harrison's Principles of Internal Medicine, 21. Auflage, McGraw-Hill, 2022.
  3. S3-Leitlinie Magenkarzi­nom: Diagnostik und Therapie des Magenkar­zi­noms, AWMF-Registernummer 032-009OL, 2019.

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