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PDA – Periduralanästhesie einfach erklärt

Die PDA (Periduralanästhesie) ist ein regionalanästhesiologisches Verfahren, bei dem Schmerzmittel in den Periduralraum der Wirbelsäule injiziert werden, um Schmerzen gezielt auszuschalten.

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Wissenswertes über "PDA"

Die PDA (Periduralanästhesie) ist ein regionalanästhesiologisches Verfahren, bei dem Schmerzmittel in den Periduralraum der Wirbelsäule injiziert werden, um Schmerzen gezielt auszuschalten.

Was ist eine PDA?

Die Periduralanästhesie (PDA), auch als Epiduralanästhesie bezeichnet, ist ein bewährtes regionalanästhesiologisches Verfahren. Dabei wird ein Lokalanästhetikum – häufig in Kombination mit einem Opioid – in den sogenannten Periduralraum (Epiduralraum) injiziert. Dieser Raum befindet sich zwischen dem Wirbelkanal und der harten Hirnhaut (Dura mater) der Wirbelsäule. Durch die gezielte Medikamentengabe werden Nervenwurzeln blockiert, sodass Schmerzsignale nicht mehr ans Gehirn weitergeleitet werden.

Anwendungsgebiete

Die PDA wird in verschiedenen medizinischen Situationen eingesetzt:

  • Geburtshilfe: Die PDA ist die häufigste Form der Schmerzlinderung unter der Geburt und ermöglicht eine weitgehende Schmerzfreiheit bei vollem Bewusstsein der Mutter.
  • Operative Eingriffe: Besonders bei Operationen im Bereich des Unterleibs, der Beine oder der Hüfte wird die PDA als alleinige Anästhesie oder in Kombination mit einer Vollnarkose eingesetzt.
  • Postoperative Schmerztherapie: Nach großen Eingriffen (z. B. Thorax- oder Bauchoperationen) kann über einen liegenden Periduralkatheter kontinuierlich Schmerzmedikament verabreicht werden.
  • Chronische Schmerzbehandlung: In ausgewählten Fällen wird die PDA auch zur Therapie chronischer Schmerzsyndrome genutzt.

Durchführung des Verfahrens

Der Patient sitzt meist zusammengekrümmt oder liegt in Seitenlage, um die Wirbelsäule optimal zugänglich zu machen. Nach gründlicher Desinfektion und lokaler Betäubung der Haut führt der Anästhesist eine spezielle Hohlnadel (Tuohy-Nadel) in den Periduralraum ein. Über diese Nadel wird ein dünner Periduralkatheter eingeführt, durch den das Medikament kontinuierlich oder bei Bedarf verabreicht werden kann. Der Wirkungseintritt erfolgt typischerweise innerhalb von 10 bis 20 Minuten.

Wirkmechanismus

Die im Periduralraum injizierten Lokalanästhetika (z. B. Bupivacain, Ropivacain) blockieren die Natriumkanäle der Nervenfasern und verhindern so die Weiterleitung von Schmerzimpulsen. Durch die Zugabe von Opioiden (z. B. Sufentanil, Fentanyl) wird die schmerzlindernde Wirkung verstärkt, sodass geringere Dosen beider Substanzen notwendig sind.

Vorteile der PDA

  • Effektive und dosierbare Schmerzlinderung ohne Bewusstseinsverlust
  • Erhalt der Mobilität (insbesondere in der Geburtshilfe bei niedriger Dosierung)
  • Geringerer Bedarf an systemischen Schmerzmitteln und deren Nebenwirkungen
  • Möglichkeit der kontinuierlichen Schmerztherapie über den liegenden Katheter

Risiken und Nebenwirkungen

Die PDA ist ein sicheres Verfahren, kann jedoch wie alle medizinischen Eingriffe mit Risiken verbunden sein:

  • Blutdruckabfall (Hypotonie): Durch die Blockade sympathischer Nervenfasern kann es zu einem Abfall des Blutdrucks kommen.
  • Kopfschmerzen: Bei versehentlicher Punktion der Dura mater (sog. postpunktioneller Kopfschmerz) können starke Kopfschmerzen auftreten.
  • Unvollständige Blockade: In seltenen Fällen wirkt die PDA nicht ausreichend oder einseitig.
  • Infektionen oder Hämatome: Sehr selten kann es zu lokalen Infektionen oder Blutergüssen an der Einstichstelle kommen.
  • Neurologische Komplikationen: Extrem selten können bleibende Nervenschäden auftreten.

Gegenanzeigen

Nicht bei allen Patienten ist eine PDA möglich. Zu den wichtigsten Kontraindikationen zählen:

  • Gerinnungsstörungen oder Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten
  • Lokale Infektionen an der Einstichstelle
  • Bestimmte neurologische Erkrankungen
  • Ablehnung durch den Patienten

Quellen

  1. Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI): Leitlinien zur Regionalanästhesie, 2022.
  2. Gogarten W. et al. - Geburtshilfliche Analgesie und Anästhesie. In: Anästhesiologie, Thieme Verlag, 2019.
  3. Horlocker T.T. et al. - Regional Anesthesia in the Patient Receiving Antithrombotic or Thrombolytic Therapy. Regional Anesthesia and Pain Medicine, 2018.

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