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Enzephalitis ist eine Gehirnentzündung, meist verursacht durch Viren wie Herpes oder FSME. Erfahre alles über Symptome, Ursachen, Therapieoptionen und Schutz durch Impfungen.
Enzephalitis bezeichnet eine akute oder chronische Entzündung des Gehirns, die meist durch virale Infektionen, seltener durch Bakterien, Pilze oder Autoimmunreaktionen ausgelöst wird.
Enzephalitis kann das zentrale Nervensystem erheblich beeinträchtigen und gilt als potenziell lebensbedrohlich – insbesondere bei rascher Ausbreitung oder verzögerter Behandlung. In Europa sind u. a. Herpes-simplex-Viren, FSME-Viren (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sowie Enteroviren häufige Auslöser, während in tropischen Regionen auch Flaviviren wie das West-Nil-Virus oder Equine Enzephalitis-Viren relevant sind. Zu den typischen Symptomen einer Enzephalitis zählen hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Lähmungen und Nackensteifigkeit. Je nach Erreger und Immunlage können die Beschwerden milde oder schwer verlaufen. Bei schwereren Verläufen drohen Hirnschwellungen, neurologische Ausfälle und dauerhafte Schäden, weshalb eine schnelle Diagnostik und Therapie entscheidend ist.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Entzündung. Bei viralen Formen kommen Virostatika wie Aciclovir (z. B. bei Herpes-Enzephalitis) zum Einsatz, bei bakteriellen Formen Antibiotika, bei autoimmuner Genese Immunsuppressiva oder Plasmapherese. Unterstützend werden Intensivpflege, Fiebersenkung, Antikonvulsiva und Rehabilitationsmaßnahmen eingesetzt. Impfungen (z. B. gegen FSME, Masern oder Japanische Enzephalitis) bieten in vielen Fällen wirksamen Schutz.