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PCR-Testverfahren: Definition, Ablauf und Bedeutung einfach erklärt

Das PCR-Testverfahren weist genetisches Material von Erregern nach. Erfahre, wie ein PCR-Test funktioniert, was der Ct-Wert bedeutet und wann PCR eingesetzt wird.

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Things worth knowing about "PCR-Testverfahren"

Das PCR-Testverfahren ist eine molekularbiologische Methode, mit der bestimmte Abschnitte des Erbguts sehr gezielt vervielfältigt und nachgewiesen werden können.

Was bedeutet PCR?

PCR steht für Polymerase-Kettenreaktion. Das Verfahren macht kleinste Mengen genetischen Materials messbar, indem ein ausgewählter DNA-Abschnitt in mehreren Zyklen vervielfältigt wird. Bei RNA-Viren wie SARS-CoV-2 wird das Erbgut vor der eigentlichen PCR zunächst in DNA umgeschrieben. Dieses Verfahren wird häufig als RT-PCR bezeichnet.

Wie funktioniert ein PCR-Testverfahren?

Beim PCR-Test wird zunächst eine Probe entnommen, zum Beispiel durch einen Abstrich aus dem Nasen- oder Rachenraum. Im Labor wird anschließend geprüft, ob genetisches Material eines bestimmten Erregers vorhanden ist.

Vereinfacht läuft das PCR-Testverfahren in mehreren Schritten ab:

  • Entnahme der Probe
  • Aufbereitung des Probenmaterials im Labor
  • Vervielfältigung bestimmter Erbgutabschnitte
  • Nachweis des gesuchten Erregers
  • Auswertung des Testergebnisses

Ist das gesuchte Erbgut in der Probe vorhanden, kann es durch die Vervielfältigung nachgewiesen werden. Ein positives Ergebnis bedeutet, dass genetisches Material des Erregers gefunden wurde.

Was sagt der Ct-Wert beim PCR-Test aus?

Beim PCR-Test wird häufig ein sogenannter Ct-Wert angegeben. Ct steht für „Cycle Threshold“. Der Wert beschreibt, wie viele Messzyklen notwendig waren, bis das gesuchte Erbgut nachgewiesen werden konnte. Ein niedriger Ct-Wert spricht dafür, dass bereits zu Beginn viel genetisches Material in der Probe vorhanden war. Ein höherer Ct-Wert bedeutet, dass mehr Vervielfältigungszyklen nötig waren, bis ein Nachweis möglich war.

Wann wird das PCR-Testverfahren eingesetzt?

Das PCR-Testverfahren wird vor allem in der medizinischen Labordiagnostik eingesetzt. Bekannt wurde es besonders durch den Nachweis von SARS-CoV-2, es wird aber auch bei vielen anderen Infektionen verwendet.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Nachweis von Virusinfektionen
  • Nachweis bakterieller Erreger
  • Bestätigung unklarer Testergebnisse
  • medizinische Diagnostik bei Verdacht auf Infektionen
  • Laboruntersuchungen in Forschung und Medizin

Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass im klinisch-diagnostischen Kontext primär PCR-Tests zum Einsatz kommen sollen. Bei fortbestehendem Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion können negative Antigentest-Ergebnisse durch eine PCR-Testung überprüft werden.

Unterschied zwischen PCR-Test und Antigen-Schnelltest

Ein PCR-Test weist genetisches Material eines Erregers nach. Ein Antigen-Schnelltest dagegen erkennt bestimmte Eiweißbestandteile eines Erregers. Der Schnelltest liefert meist schneller ein Ergebnis, ist aber weniger zuverlässig als ein PCR-Test. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist darauf hin, dass Antigen-Schnelltests weniger zuverlässig sind und ein negatives Ergebnis eine Infektion nicht sicher ausschließt.

Vorteile des PCR-Testverfahrens

Das PCR-Testverfahren hat mehrere Vorteile. Es ist sehr empfindlich, kann auch geringe Mengen genetischen Materials nachweisen und eignet sich für eine gezielte Labordiagnostik. Besonders bei Infektionskrankheiten ist das wichtig, weil Erreger auch dann erkannt werden können, wenn sie nur in geringer Menge in der Probe vorhanden sind.

Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

  • hohe Nachweisempfindlichkeit
  • gezielter Erregernachweis
  • gute Eignung für die Labordiagnostik
  • Nachweis auch geringer Erregermengen
  • wichtige Rolle bei der Bestätigung von Infektionen

Grenzen des PCR-Testverfahrens

Trotz hoher Genauigkeit hat auch ein PCR-Test Grenzen. Das Ergebnis hängt unter anderem von der Qualität der Probe, dem Zeitpunkt der Testung und der korrekten Durchführung im Labor ab. Außerdem zeigt ein positiver PCR-Test in erster Linie, dass genetisches Material des Erregers nachgewiesen wurde. Ob eine Person zu diesem Zeitpunkt ansteckend ist, lässt sich daraus nicht immer allein ableiten. Auch deshalb werden PCR-Ergebnisse häufig im Zusammenhang mit Symptomen, Krankheitsverlauf und weiteren medizinischen Informationen bewertet.

Fazit

Das PCR-Testverfahren ist eine wichtige Methode der modernen Labordiagnostik. Es ermöglicht den gezielten Nachweis von genetischem Material und wird besonders bei Infektionskrankheiten eingesetzt. Im Vergleich zu Schnelltests ist ein PCR-Test aufwendiger, dafür aber empfindlicher und zuverlässiger. Der Ct-Wert kann zusätzliche Hinweise zur Menge des nachgewiesenen Erbguts geben, sollte jedoch immer im medizinischen Kontext interpretiert werden.

Quellen

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