Ultraviolette Strahlung: Wirkung, Risiken und Schutz
Ultraviolette Strahlung ist elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen zwischen 100 und 400 nm. Sie beeinflusst Hautgesundheit, Vitamin-D-Synthese und birgt Risiken wie Sonnenbrand und Hautkrebs.
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Ultraviolette Strahlung ist elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen zwischen 100 und 400 nm. Sie beeinflusst Hautgesundheit, Vitamin-D-Synthese und birgt Risiken wie Sonnenbrand und Hautkrebs.
Was ist ultraviolette Strahlung?
Ultraviolette Strahlung (kurz: UV-Strahlung) ist eine Form elektromagnetischer Strahlung mit Wellenlängen zwischen 100 und 400 Nanometern (nm). Sie liegt im Spektrum zwischen sichtbarem Licht und Röntgenstrahlung und ist für das menschliche Auge unsichtbar. Die Hauptquelle natürlicher UV-Strahlung ist die Sonne. Auch künstliche Quellen wie Solarium-Geräte, UV-Desinfektionslampen oder Schweißgeräte emittieren UV-Strahlung.
Einteilung der UV-Strahlung
UV-Strahlung wird je nach Wellenlänge in drei Bereiche unterteilt:
- UV-A (315–400 nm): Dieser Anteil dringt tief in die Haut ein, verursacht vorzeitige Hautalterung und trägt zur Entstehung von Hautkrebs bei. UV-A-Strahlung erreicht die Erdoberfläche nahezu vollständig.
- UV-B (280–315 nm): UV-B-Strahlung ist für Sonnenbrand verantwortlich, regt aber auch die körpereigene Vitamin-D-Synthese in der Haut an. Ein Großteil wird von der Ozonschicht absorbiert.
- UV-C (100–280 nm): Dieser Wellenlängenbereich ist biologisch am schädlichsten, wird jedoch vollständig von der Erdatmosphäre absorbiert und erreicht die Erdoberfläche unter natürlichen Bedingungen nicht. UV-C wird technisch zur Desinfektion eingesetzt.
Positive Wirkungen auf den Körper
Trotz ihrer Risiken hat UV-Strahlung in Maßen auch gesundheitliche Vorteile:
- Vitamin-D-Produktion: UV-B-Strahlung regt in der Haut die Synthese von Vitamin D an, das für Knochen, Immunsystem und zahlreiche Stoffwechselprozesse unverzichtbar ist.
- Stimmungsaufhellung: Sonnenlicht kann die Ausschüttung von Serotonin fördern und sich positiv auf die Psyche auswirken.
- Behandlung von Hauterkrankungen: In der Dermatologie wird kontrollierte UV-Bestrahlung (Phototherapie) zur Behandlung von Erkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte), Neurodermitis und Vitiligo eingesetzt.
Gesundheitsrisiken und Schäden durch UV-Strahlung
Auswirkungen auf die Haut
Übermäßige UV-Exposition ist eine der Hauptursachen für Hautschäden:
- Sonnenbrand (Erythem): Eine akute entzündliche Reaktion der Haut infolge zu hoher UV-B-Belastung.
- Lichtbedingte vorzeitige Hautalterung (Photoaging): Chronische UV-A-Exposition führt zu Faltenbildung, Pigmentflecken und Elastizitätsverlust der Haut.
- Hautkrebs: UV-Strahlung gilt als wichtigster Risikofaktor für die Entstehung von Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und dem gefährlichen malignen Melanom.
Auswirkungen auf die Augen
- Kurzfristige Überexposition kann eine Photokeratitis (Schneeblinheit) verursachen.
- Langfristige Exposition erhöht das Risiko für Katarakt (Grauer Star) und andere Augenerkrankungen.
Einflussfaktoren auf die UV-Intensität
Die Intensität der UV-Strahlung, die die Erdoberfläche erreicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Tageszeit: UV-Strahlung ist zwischen 10 und 16 Uhr am stärksten.
- Jahreszeit: Im Sommer ist die Strahlung intensiver als im Winter.
- Geografische Breite: In Äquatornähe ist die UV-Belastung höher.
- Höhenlage: Pro 1.000 Meter Höhe nimmt die UV-Intensität um etwa 10–12 % zu.
- Ozonschicht: Eine dünne Ozonschicht lässt mehr UV-B-Strahlung durch.
- Reflexion: Schnee, Wasser und Sand können UV-Strahlung stark reflektieren und die Exposition erhöhen.
UV-Index
Der UV-Index (UVI) ist eine international standardisierte Messgröße für die Intensität der sonnenverbrannten UV-Strahlung. Er reicht von 1 (niedrig) bis über 11 (extrem). Ab einem UV-Index von 3 empfehlen Gesundheitsbehörden den Einsatz von Schutzmaßnahmen.
Schutzmaßnahmen
Um die negativen Auswirkungen von UV-Strahlung zu minimieren, empfehlen Gesundheitsorganisationen folgende Maßnahmen:
- Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (LSF), der sowohl UV-A als auch UV-B abdeckt.
- Tragen von Schutzkleidung, Sonnenhüten und UV-Schutzbrillen.
- Mittagssonne meiden zwischen 10 und 16 Uhr.
- Regelmäßige Hautuntersuchungen beim Dermatologen zur Früherkennung von Hautveränderungen.
- Verzicht auf das Solarium, insbesondere für Kinder und Jugendliche.
Quellen
- World Health Organization (WHO) – Ultraviolet radiation and health. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/ultraviolet-radiation
- Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) – UV-Strahlung der Sonne. Verfügbar unter: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv_node.html
- Moan J, Grigalavicius M, Baturaite Z, Juzeniene A, Dahlback A – The relationship between UV exposure and incidence of skin cancer. Photodermatology, Photoimmunology & Photomedicine, 2015.
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