Dehnungsstreifen – Ursachen, Behandlung & Prävention
Dehnungsstreifen sind streifenförmige Narben in der Haut, die durch schnelles Wachstum oder Gewichtsveränderungen entstehen. Sie sind harmlos, aber kosmetisch störend.
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Dehnungsstreifen sind streifenförmige Narben in der Haut, die durch schnelles Wachstum oder Gewichtsveränderungen entstehen. Sie sind harmlos, aber kosmetisch störend.
Was sind Dehnungsstreifen?
Dehnungsstreifen (medizinisch: Striae distensae oder Striae cutis) sind linienförmige Narben in der Haut, die entstehen, wenn sich das Gewebe schneller dehnt als die Haut folgen kann. Dabei reißen Kollagen- und Elastinfasern in der mittleren Hautschicht (Dermis) ein. Frische Dehnungsstreifen erscheinen oft rötlich oder violett und verblassen mit der Zeit zu silbrig-weißen Linien. Sie sind medizinisch ungefährlich, können jedoch als kosmetische Belastung empfunden werden.
Ursachen
Dehnungsstreifen entstehen immer dann, wenn die Haut einer starken mechanischen Belastung ausgesetzt ist. Die häufigsten Ursachen sind:
- Schwangerschaft: Besonders häufig treten sogenannte Striae gravidarum am Bauch, an der Brust und den Hüften auf.
- Schnelles Wachstum in der Pubertät: Jugendliche entwickeln Dehnungsstreifen häufig an Oberschenkeln, Gesäß, Rücken und Brust.
- Schnelle Gewichtszunahme oder -abnahme: Starke Schwankungen des Körpergewichts überfordern die Elastizität der Haut.
- Intensives Muskelwachstum: Besonders beim Kraftsport können Dehnungsstreifen an Schultern, Oberarmen und Oberschenkeln entstehen.
- Langfristige Kortikosteroid-Anwendung: Diese Medikamente hemmen die Kollagenproduktion und machen die Haut anfälliger für Risse.
- Hormonelle Erkrankungen: Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom erhöhen den Kortisolspiegel und schwächen das Bindegewebe.
Symptome und Aussehen
Dehnungsstreifen verlaufen meist parallel zueinander und quer zur Spannungsrichtung der Haut. Ihr Aussehen verändert sich im Laufe der Zeit:
- Frische Striae (Striae rubrae): Rötlich, violett oder rosa, leicht erhaben, manchmal juckend.
- Ältere Striae (Striae albae): Silbrig-weiß, eingezogen, narbenartig, dauerhaft sichtbar.
Typische Körperstellen sind Bauch, Brust, Hüften, Oberschenkel, Gesäß, Oberarme und unterer Rücken.
Diagnose
Dehnungsstreifen werden in der Regel durch eine einfache klinische Untersuchung (Sichtbefund) diagnostiziert. Eine weitere Abklärung ist bei typischem Erscheinungsbild nicht erforderlich. Bei atypischer Lokalisation, sehr ausgeprägtem Befund oder begleitenden Symptomen kann eine Blutuntersuchung auf Hormone (z. B. Kortisol) sinnvoll sein, um Erkrankungen wie das Cushing-Syndrom auszuschließen.
Behandlung und Prävention
Es gibt keine Methode, Dehnungsstreifen vollständig zu beseitigen. Verschiedene Ansätze können jedoch das Erscheinungsbild verbessern oder die Entstehung abschwächen:
Vorbeugung
- Regelmäßige Hautpflege mit feuchtigkeitsspendenden Cremes oder Ölen (z. B. Mandelöl, Kokosöl) zur Verbesserung der Hautelastizität.
- Ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitamin C, Zink und Proteinen zur Förderung der Kollagenproduktion.
- Langsame, kontrollierte Gewichtsveränderungen statt starker Schwankungen.
Behandlung bestehender Striae
- Tretinoin-Creme (Retinol): Kann besonders bei frischen, roten Striae die Kollagenproduktion anregen und die Haut glätten. Nicht in der Schwangerschaft anwenden.
- Lasertherapie: Fraktionierte Laser oder gepulste Farbstofflaser können das Erscheinungsbild von Striae verbessern, insbesondere bei frischen Veränderungen.
- Mikrodermabrasion: Eine mechanische Hautabscheuerung, die die Hautstruktur verbessern kann.
- Mikroneedling: Feine Nadeln stimulieren die Kollagenproduktion in der Dermis.
- Chemisches Peeling: Säurehaltige Peelings können die Hauttextur verbessern.
Alle Behandlungsmethoden können das Erscheinungsbild mildern, eine vollständige Entfernung ist jedoch in der Regel nicht möglich. Die Wirksamkeit variiert je nach Hauttyp, Alter der Striae und individueller Reaktion.
Quellen
- Schreml S. et al. - Striae distensae: pathogenesis and therapy. In: JDDG - Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2013.
- Ud-Din S., McGeorge D., Bayat A. - Topical management of striae distensae (stretch marks): prevention and therapy of striae rubrae and albae. In: Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, 2016.
- Korgavkar K., Wang F. - Stretch marks during pregnancy: a review of topical prevention. In: British Journal of Dermatology, 2015.
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