RAST-Test – Allergiediagnose per Bluttest
Der RAST-Test ist ein Bluttest zur Diagnose von Allergien, bei dem spezifische IgE-Antikörper gegen bestimmte Allergene im Blut gemessen werden.
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Der RAST-Test ist ein Bluttest zur Diagnose von Allergien, bei dem spezifische IgE-Antikörper gegen bestimmte Allergene im Blut gemessen werden.
Was ist der RAST-Test?
Der RAST-Test (Radioallergosorbent-Test) ist ein labordiagnostisches Verfahren zur Erkennung von Allergien. Bei diesem Bluttest wird gemessen, ob und in welchem Ausmaß das Immunsystem des Patienten spezifische IgE-Antikörper gegen bestimmte Allergene gebildet hat. IgE-Antikörper sind Eiweißstoffe des Immunsystems, die bei allergischen Reaktionen eine zentrale Rolle spielen. Der RAST-Test wurde ursprünglich in den 1970er-Jahren entwickelt und nutzte radioaktive Markierungen zur Messung. Heute werden modernere, nicht radioaktive Methoden wie der ImmunoCAP-Test (auch ELISA-basierte Verfahren) eingesetzt, die auf demselben Prinzip beruhen und häufig unter dem Begriff RAST-Test zusammengefasst werden.
Wie funktioniert der RAST-Test?
Dem Patienten wird eine kleine Menge Blut abgenommen. Im Labor wird die Blutprobe mit verschiedenen Allergenextrakten in Kontakt gebracht. Falls der Patient gegen ein bestimmtes Allergen sensibilisiert ist, binden die im Blut enthaltenen spezifischen IgE-Antikörper an dieses Allergen. Anschließend wird die Menge der gebundenen IgE-Antikörper gemessen und in Klassen oder Konzentrationseinheiten (kU/l) angegeben.
Ergebnisklassen
- Klasse 0: kein Nachweis einer Sensibilisierung
- Klasse 1: grenzwertige Sensibilisierung
- Klasse 2: leichte Sensibilisierung
- Klasse 3: mittlere Sensibilisierung
- Klasse 4–6: starke bis sehr starke Sensibilisierung
Wichtig: Eine Sensibilisierung (positives Testergebnis) bedeutet nicht zwangsläufig, dass klinische Allergiesymptome vorliegen. Die Ergebnisse müssen immer in Zusammenhang mit der Krankengeschichte und den Beschwerden des Patienten bewertet werden.
Wann wird der RAST-Test eingesetzt?
Der RAST-Test wird vor allem dann eingesetzt, wenn ein Verdacht auf eine Typ-I-Allergie (IgE-vermittelte Allergie) besteht. Typische Anwendungsgebiete sind:
- Verdacht auf Pollenallergie (Heuschnupfen)
- Verdacht auf Nahrungsmittelallergie (z. B. Nüsse, Milch, Ei, Weizen)
- Verdacht auf Tierhaarallergie
- Verdacht auf Hausstaubmilbenallergie
- Verdacht auf Insektengiftallergie (z. B. Bienen- oder Wespengift)
- Verdacht auf Schimmelpilzallergie
- Abklärung bei schwerem allergischem Asthma
Der RAST-Test ist besonders geeignet, wenn ein Hauttest (Pricktest) nicht durchgeführt werden kann, zum Beispiel bei ausgeprägten Hauterkrankungen, bei Einnahme von Antihistaminika oder bei einem erhöhten Risiko für anaphylaktische Reaktionen.
Vorteile gegenüber dem Hauttest
- Kein Absetzen von Medikamenten (z. B. Antihistaminika) erforderlich
- Geeignet bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Psoriasis
- Kein Risiko einer allergischen Reaktion während des Tests
- Objektive, quantitative Messung der IgE-Konzentration
Grenzen und Nachteile des RAST-Tests
- Weniger sensitiv als der Pricktest bei manchen Allergenen
- Keine sofortige Reaktion sichtbar -- Ergebnisse kommen erst nach einigen Tagen aus dem Labor
- Höhere Kosten als der Hauttest
- Ein positives Ergebnis beweist nicht automatisch eine klinisch relevante Allergie
Diagnose und klinische Einordnung
Der RAST-Test wird in der Regel von einem Allergologen oder einem Immunologen angeordnet und ausgewertet. Die Ergebnisse werden stets im Kontext der Krankengeschichte, der Symptome und gegebenenfalls weiterer diagnostischer Verfahren (wie dem Pricktest oder einer kontrollierten Provokationstestung) bewertet. Eine alleinige Interpretation des RAST-Testergebnisses ohne klinischen Bezug ist nicht ausreichend.
Quellen
- Matricardi PM et al. - EAACI Molecular Allergology User's Guide. Pediatric Allergy and Immunology, 2016.
- Muraro A et al. - EAACI food allergy and anaphylaxis guidelines: diagnosis and management of food allergy. Allergy, 2014.
- Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung - Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma, 3. Auflage, 2020.
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