Unterschied CT und MRT einfach erklärt
CT und MRT sind bildgebende Diagnoseverfahren. Der Hauptunterschied liegt in der Technik: CT nutzt Röntgenstrahlen, MRT arbeitet mit Magnetfeldern und Radiowellen.
Interesse an regelmäßigen Tipps & Infos rund um Gesundheit? Regelmäßigen Tipps & Infos rund um GesundheitWissenswertes über "Unterschied CT und MRT"
CT und MRT sind bildgebende Diagnoseverfahren. Der Hauptunterschied liegt in der Technik: CT nutzt Röntgenstrahlen, MRT arbeitet mit Magnetfeldern und Radiowellen.
Was ist der Unterschied zwischen CT und MRT?
Sowohl die Computertomografie (CT) als auch die Magnetresonanztomografie (MRT) sind moderne bildgebende Verfahren, die detaillierte Schnittbilder des Körperinneren liefern. Obwohl sie ähnliche Zwecke erfüllen, unterscheiden sie sich grundlegend in ihrer Technik, ihren Anwendungsgebieten, ihrer Verfügbarkeit und ihren Risiken.
Wie funktioniert die CT?
Bei der Computertomografie (CT) wird der Körper mit Röntgenstrahlen aus verschiedenen Winkeln durchleuchtet. Ein Computer berechnet aus diesen Daten dreidimensionale Schnittbilder. Die Untersuchung dauert meist nur wenige Minuten und ist besonders geeignet für die schnelle Darstellung von Knochen, Lunge, Bauchorganen und bei Verdacht auf innere Verletzungen.
- Technik: Röntgenstrahlung (ionisierende Strahlung)
- Untersuchungsdauer: ca. 5 bis 15 Minuten
- Besonders geeignet für: Knochen, Thorax, Abdomen, Notfalldiagnostik
- Strahlenbelastung: Ja, vorhanden
- Kontrastmittel: Häufig jodhaltiges Kontrastmittel
Wie funktioniert die MRT?
Die Magnetresonanztomografie (MRT), auch Kernspintomografie genannt, nutzt starke Magnetfelder und Radiowellen, um Bilder des Körperinneren zu erzeugen. Sie liefert sehr detailreiche Bilder von Weichteilen wie Gehirn, Rückenmark, Muskeln, Gelenken und Bandscheiben. Die Untersuchung dauert länger als eine CT und ist lauter, aber es wird keine ionisierende Strahlung verwendet.
- Technik: Magnetfelder und Radiowellen (keine ionisierende Strahlung)
- Untersuchungsdauer: ca. 20 bis 60 Minuten
- Besonders geeignet für: Gehirn, Rückenmark, Gelenke, Weichteile, Bandscheiben
- Strahlenbelastung: Keine
- Kontrastmittel: Gadolinium-haltige Kontrastmittel (seltener eingesetzt)
Vergleich: CT vs. MRT auf einen Blick
Strahlenbelastung
Ein wesentlicher Unterschied ist die Strahlenbelastung: Die CT verwendet ionisierende Röntgenstrahlung und sollte daher nur eingesetzt werden, wenn medizinisch notwendig. Die MRT hingegen kommt völlig ohne Strahlung aus und gilt als unbedenklicher, besonders für Kinder und Schwangere (nach Abwägung im ersten Trimester).
Bildqualität und Anwendungsgebiete
Die CT liefert exzellente Bilder von Knochen und knöchernen Strukturen sowie von Lunge und Gefäßen. Die MRT ist der CT bei der Darstellung von Weichteilen, Nervengewebe und Gelenken deutlich überlegen. Neurochirurgen und Orthopäden bevorzugen daher häufig die MRT.
Dauer und Verfügbarkeit
CT-Untersuchungen sind schneller durchführbar und in Notaufnahmen breiter verfügbar. MRT-Untersuchungen dauern länger und erfordern mehr Kooperation des Patienten (Stillhalten, enge Röhre, laute Geräusche). Für Menschen mit Klaustrophobie kann die MRT belastend sein; es gibt jedoch offene MRT-Geräte als Alternative.
Kontraindikationen
Für die MRT bestehen besondere Kontraindikationen: metallische Implantate wie bestimmte Herzschrittmacher, Cochlea-Implantate oder Gefäß-Clips können ein Problem darstellen, da das starke Magnetfeld diese beeinflussen kann. Die CT hat diese Einschränkung nicht, jedoch ist die Strahlenbelastung zu berücksichtigen.
Wann wird welches Verfahren eingesetzt?
Die Wahl zwischen CT und MRT hängt von der klinischen Fragestellung ab:
- CT bevorzugt bei: Verdacht auf Knochenbrüche, innere Blutungen, Lungenembolie, Tumorsuche im Bauchraum, Schlaganfallausschluss (akut)
- MRT bevorzugt bei: Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks, Bandscheibenvorfälle, Gelenkprobleme, Weichteiltumoren, Entzündungen
Quellen
- Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Computertomografie und Strahlenrisiko. www.bfs.de
- Deutsche Röntgengesellschaft (DRG): Leitlinien zur Indikationsstellung bildgebender Verfahren. www.drg.de
- Herold, G. et al.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln, aktuelle Auflage.
Verwandte Produkte
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsMeistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des ImmunsystemsFür eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieLeucin
Lysogener Zyklus
Methionin
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kölner Liste
Kaloriengehalt
Verwandte Suchbegriffe: Unterschied CT und MRT + Unterschied CT MRT + CT vs MRT + CT versus MRT